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Arkona – Vo Slavu Velikim!

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Band: Arkona
Titel: Vo Slavu Velikim!
Label: Napalm Records
VÖ: 2009
Genre: Pagan Metal
Bewertung: 4,5/5
Written by: Robert

Wie heißt es jeden Winter in meiner Gegend immer so schön. Verdammt die Russen kommen!!! Nun gut das Wörtchen Verdammt würde ich bei Arkona weg lassen. Denn auf so eine Truppe kann man sich nur freuen. Nun gut was macht die 2002 gegründete Truppe. Soliden Pagan/Folk Metal mit vielen Humpa Rhythmen. Ob das nun originell ist oder nicht, das lasse ich jeden Fan selber entscheiden. Eines ist aber Fix, wer auf Korpiklaani steht, der wird binnen Sekunden ein Fan von Masha „Scream“ (voc, choirs, tambourine), Serguei „Lazar“ (guit), Ruslan „Kniaz“ (bass) und Vlad „Artist“ (synths, drums) werden. Auch sie vereinen diese Humpa Rhythmen mit feinstem Elelstahl und reichern das Ganze noch mit einigen witzigen Soundideen, wie etwa Maultrommeln und so weiter an. Die Russen greifen hier auf das Erfolgsrezept die Lyrics in eigener Sprache vorzutragen und das kommt meistens besser rüber, als würden die Songtexte in Englisch sein. Das vorliegende Album „Vo Slavu Velikim!“ stammt zwar aus dem Jahr 2005 wurde aber nun via Napalm Records neu veröffentlicht. Also meine Lieben Freunde der Tanzmusik, Alltagskleidung verbrennen und die Lumpen übergestreift.

Mit einem Windgeheul und sanften folkloristischen Klängen wird das Album mit dem Intro „Kolymiyka“ eröffnet. Nahtlos geht es dann auch schon über zu „Skvoz‘ Tuman Vekov“. Einem sehr fröhlichen Track, der durch ein Flötenspiel eingeläutet wird. Danach kommen viele folkloristische Instrumente zum Einsatz die von schretternden Gitarrenläufen begleitet werden. Das die hübsche Russin eine Bandbreite bei ihrem Gesang hat, offeriert sie immer wieder in vielen Wechseln und so kommt vom sanften Frauengesang bis hin zu ordentlich rauen, kreischenden Growls die volle Palette vor. Das Material der Band lässt einen kaum ruhig sitzen und verleitet unvermindert das Tanzbein zu schwingen. Vergleichbares bin ich nur von den oben genannten finnischen Kollegen gewohnt. Doch diese Truppe hat noch mehr Humpa reingepackt, dies hat man aber so getan das man nicht entnervt die Cd gleich wieder raus wirft. Ausgewogen muss es klingen und da hat die Truppe ein goldenes Händchen. Mit einem düsteren Sprachintro und Möwengekreische wird nun „Rus‘ Iznachal’naya“ eröffnet. Etwas brachialer und rauer wirkt das Stück. Zwar kommen die folkloristischen Elemente vor, diese wurden aber in den Hintergrund gerückt und die Truppe zeigt sich hier von einer sehr düsteren Seite. Einige Keyboardeinsätze wurden noch zusätzlich eingeflochten um das Ganze etwas kompakter wirken zu lassen. Trotz der vielen Wechsel z.B. trällernde Refrains bewahrt man aber den düsteren Sound und das macht die Nummer zu einer guten Mischung aus Black, Death und Pagan Metal. Etwas bombastischer wirkt nun der Beginn von „Vo Slavu Velikim !“. Die düstere Schiene wird auch hier weiter gefahren, doch driftet man wieder vermehrt in eine sanftere Ecke, als auch der Folk Faktor wird hier etwas mehr nach vorne gerückt. Dieser kommt aber erst so ab der Mitte schön langsam wieder zum Vorschein. Bei „Po Syroi Zemle“ wird von Anfang viel russischer Folklore groß geschrieben und die Soundarrangements zu Beginn klingen wie ein Kosakenchor. Danach schippert die Truppe munter in Folk Metal Gefilden und die Düsterelemente wurden hier deutlich mehr in den Hintergrund gerückt. Nur der immer wieder einsetzende Kreischgesang von Masha bleibt im Vordergrund. Doch auch vom gesanglichen her begibt sich Madame eher in die sanftere Ecke. Gut man muss anmerken eine trällernde Nachtigall ist sie nicht und das ist auch gut so, denn die Russin weis wie sie auch in klaren Passagen überzeugen kann. Nämlich mit mittlerer Gesangslinie, diese ist aber sehr stark. „Tuman Yarom“ beginnt mit einem Trommelschlag und einem lustigen Maultrommelspiel. Leute greift zum Met Horn, denn dieser sehr folkloristische, heroische Saufsong ist genau für diesen Moment geschaffen. Irgendwie erinnert mich die Russin und ihre Jungs immer wieder an eine blonde Ronja Räubertochter und ihre Räuber, genau solches Flair wie die Räuber im Film versprüht man hier bei diesem Track. Also auf die Tische gehüpft, die Hörner hoch und tanzen bis zum nächsten Morgengrauen. Mit deutlich mehr Harmonikaspiel und vielen schretternden rauen Elementen wird nun bei
„Zov Bitvy“ weiter gemacht. Die üble Seite lässt man hier vermehrt durchblicken und man macht Nägeln mit Köpfen. Gutes Headbangerkraftfutter mit weniger Folkflair ist hier entstanden. Mit satten Chorgesängen, der dann in eine sehr bombastische Ecke rückt wird nun „Vedy Proshlogo“ eröffnet. Doch der Bobmastanteil wird beim einsetzen der Rhythmusfraktion vollkommen vernichtet und die russischen Waldschratte brettern wieder ordentlich rau dahin. Doch nur die stupide Härte bekommt man nicht geboten. Der melodische Faktor wird durch einige geile Riffs und denn immer wieder einsetzenden Flötenspiel geboten. Mit viel Vogelgezwitscher und Flötengeträllere versorgt man uns beim Zwischenspiel, welches sich „Velikden'“ nennt. „Gnev Vremen“ startet nun mit einem ruhigen akustischen Gitarrenspiel. Doch schon bereits nach einigen Sekunden wechselt man wieder in die etwas düstere Ecke. Doch auch hier verweilt man nur kurzzeitig und begibt sich dann endgültig auf sehr heroische Pfade. Nun ist es aber wieder an der Zeit den Folkfaktor nach oben schnellen zu lassen. Dies macht man auch mit dem Stück „Na Svarogovoi Doroge“. Klingt zu Beginn wie eine alte russische Waise, die man mit einem neuen metallischen Metal Soundgewand ausgestattet hat. Ein weiteres Zwischenspiel mit viel Flöteneinsatz ist nun „Vyidi, Vyidi Ivanku …“. Sehr heroisch starte nun von Beginn an „Vosstanie Roda“. Auch hier kommt binnen Sekunden wieder das Gefühl, das man eine weitere russische Waise neu vertont hat. Diese ist aber deutlich düsterer ausgefallen und die Herrschaften rattern ordentlich rau und hart aus den Boxen. Nur die immer wieder einsetzenden melodischen Riffs, mit den Zehntelsekunden einsetzenden Refrains bieten hier den Melodieanteil. Im Großen und Ganzen werkelt die Truppe sehr rau und düster. Der Abschluss heißt nun „Sila Slavnyh“. Zum Ende hin zeigt man sich wieder sehr folkig. Doch hier hat man noch speziell einige Dudelsäcke reingepackt und ein weiteres Mal hat man hier einen Saufsong geschrieben, der auch zum Rübeschütteln und Abtanzen einlädt und ein wundervolles Album beschließt.

Fazit: Das blonde russische Räubertöchterlein und ihre Rabauken liefern genau das richtige Kraftfutter und eines ist fix, auch wenn es schon zum Bersten viele Bands aus diesem Genre gibt. Diese Truppe steckt alle locker weg und spielt sich mit Sicherheit binnen Monaten an die Spitze. Für meinen Teil bin ich absolut begeistert, denn das Material macht von Beginn bis zum Ende viel Spaß und wird niemals langweilig bzw. eintönig.

Tracklist
01. Intro (Kolymiyka) 01:31
02. Skvoz‘ Tuman Vekov 05:11
03. Rus‘ Iznachal’naya 05:42
04. Vo Slavu Velikim ! 05:36
05. Po Syroi Zemle 07:34
06. Tuman Yarom 02:51
07. Zov Bitvy 04:07
08. Vedy Proshlogo 05:21
09. Velikden‘ 00:56
10. Gnev Vremen 05:10
11. Na Svarogovoi Doroge 05:06
12. Vyidi, Vyidi Ivanku … 01:12
13. Vosstanie Roda 05:27
14. Sila Slavnyh 05:32

Besetzung
Masha „Scream“ (voc, choirs, tambourine)
Serguei „Lazar“ (guit)
Ruslan „Kniaz“ (bass)
Vlad „Artist“ (synths, drums)

Internet
Arkona Official Website
Arkona @ MySpace

U.D.O. – Dominator

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Band: U.D.O.
Titel: Dominator
Label: AFM Records
VÖ: 2009
Genre: Heavy Metal
Bewertung: 4/5
Written by: Robert

Sehnsüchtigst hat die Szene auf das neue Langeisen von der wohl bekanntesten Metal Stimme Deutschlands gewartet. Herr Udo Dirkschneider war wohl all die Jahre über mit seinen Alben wegweisend für viele junge Nachwuchskapellen. Nun ist es wieder soweit, pünktlich bevor der Sommer zu Ende geht steht „Dominator“ am 21. August via AFM Records in den Läden. Währendessen seine ehemaligen Kollegen von Accept auf eine Reunion hinarbeiten ist der gute Udo seiner Linie treu geblieben und das muss man ihm auch noch zu gute halten, wirkt bei diesem Unsinn nicht mit. Gemeinsam mit Igor Gianola (guit), Stefan Kaufmann (guit), Fitty Wienhold (bass) und Francesco Jovino (drums) wurde der „Infected“ Nachleger eingespielt. Also all ihr True Metal Liebhaber und Power Metal Freaks eure Stunde hat geschlagen kratzt die Kohle zusammen die vom Urlaub bzw. Festivals übrig geblieben ist und auf zum nächsten Händler eures Vertrauens um euch das Teil zu sichern.

Mit einer orchestralen Eröffnung, welche viel Düsternis versprüht wird „The Bogeyman“ eröffnet. Passend zum Titel würde ich hier mal anmerken geht es auch weiter. Mit düsteren Lyrics und hämmernden Rhythmen schallt dieser Stampfende Rocker aus den Boxen. Guter groovender Shaker der hier an die erste Stelle gerückt wurde. Nach all den Jahren hat Herr Dirkschneider nichts von seinem gesanglichen Charme verloren und auch 2009 krächzt er sich durchs Programm so wie wir in Lieben und Verehren gleichermaßen. Etwas bretternd ist nun der Nachbrenner „Dominator“ ausgefallen. Das gleichnamige Titelstück ist eine ordentlich sägende Röhre die mit viel Tempo aufwartet. Zurück geht es hier auf eine Reise zu den ersten Alben von U.D.O., denn genau auf diesen könnte der Track durchaus stehen. Somit heißt es nun Old School mit einer rauen, sägenden Breitseite zum Headbangen. Kuttenträger werden hier in Freudentränen ausbrechen. Recht schleppend, mit langatmigen Riffs schiebt man uns nun das stampfende „Black And White“ in den Rachen. Etwas moderner wurde nun der Sound in Szene gesetzt und eine große Portion haben hier einige Vocalpassagen abgekommen. Recht spritzig und erfrischend wirkt dies und bevor man den Bogen mit modernen Sachen überspannt prescht man wieder aus Reserve um dieses Wechselspiel quer durchs Gemüsebeet durchzuführen. Eine erdige, flotte Rockeinleitung gefolgt von einem Speed Bolzen ist nun „Infected“ geworden. Die Formation liefert uns hier einen klaren Old School Headbangertrack wie man ihn liebt. Fäuste recken mitgrölen heißt es hier, vor allem beim Refrainteil, der mit einer solchen Passage ausgestattet wurde. Mit einem Trommelwirbel ruft man nun zum „Heavy Metal Heaven“ auf. Stampfende Aufmarschmusik, das eine recht doomige Gitarrenbreitseite mit sich bringt schlägt hier ein. Die stampfenden Gefilde werden kurzzeitig um einige Nuancen gebremst, bevor man nun im hymnischen Gewässer weiter werkt. Eine Hymen wie sie eben nur von Udo und Co stammen kann und das im alten Stil ohne modernes Schnick Schnack. Die Fortsetzung mit „Doom Ride“ ist nach einer kurzen, verhaltenen Einleitung deutlich flotter ausgefallen. Flotte Midtemporhythmen schallen hier aus den Speakern die einmal mehr für ein geneigtes Bangen, als auch Fäusterecken gleichermaßen geschaffen ist. Doomig ist hier nur manches Mal der Gesang, denn im Prinzip behält man den beschriebenen Rhythmus durchwegs bei, welchen man nur für ganz kurze Stopps verlässt. Mit einer klassischen Klaviereröffnung und einem bombastischen Hintergrundsound wartet man nun beim folgenden „Stillness Of Time“ für uns auf. Keine Angst es geht gleich flotter weiter, auch wenn wir hier keinen Nackenbrecher bekommen. Eher eine hymnische Midtemponummer mit so viel Flair das es für 5 reichen könnte. Dieser monumentale Track klingt wie die Aufmarschmusik von Wrestlern bzw. Boxern und genau dieses Feeling versprüht man quer durch die Palette. Ständige Nachjustierungen garantieren für einen satten Hörgenuss und als zusätzlichen Bonus wurden einige Flamenco Gitarrenspielereien mit eingearbeitet, die sich nahtlos in das Stück einfügen. Ein flotter Rocker mit viel Funk unterm Hintern ist nun „Devil’s Rendezvous“. Auch einige blusige Anleihen haben hier Verwendung gefunden. Mag für Fanatiker ein Frevel sein, doch mit diesem fröhlich rockenden Stück sprängt man alle Ketten und weis uns mit vielen Neuerungen zu verwöhnen. Besinnlich stimmt man alte Krieger mit dem folgenden, teutonischen Kracher „Bleeding Heart“. Man jagt die Fanschar mit viel Geschwindigkeit vor sich her. Guter Bangertrack wie er im Buche steht und mit etlichen sägenden Melodieriffs komplettiert wurde. Ruhig und besinnlich ist nun der Abschluss bei „Pleasure In The Darkroom“ ausgefallen. Sehr monumentales Stück das man hier als Rausschmeißer für uns parat hat. Doch balladesk würde ich dies nicht bezeichnen, auch wenn man gediegene Midtempogewässer nicht verlässt.

Fazit: Liebe True und Power Metaller euer Stündchen hat geschlagen. Pflichtkauf und die Songs mit jeder Note aufsogen bis zum kompletten goldenen Gehörsturz.

Tracklist:

01. The Bogeyman
02. Dominator
03. Black And White
04. Infected
05. Heavy Metal Heaven
06. Doom Ride
07. Stillness Of Time
08. Devil’s Rendezvous
09. Bleeding Heart
10. Pleasure In The Darkroom

Besetzung:

Udo Dirkschneider (voc)
Igor Gianola (guit)
Stefan Kaufmann (guit)
Fitty Wienhold (bass)
Francesco Jovino (drums)

Internet:

U.D.O Website

U.D.O @ Facebook

U.D.O @ MySpace

U.D.O @ Last Fm

Steadfast – The Uprising

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Band: Steadfast
Titel: The Uprising
Label: Selfreleased
VÖ: 2009
Genre: Progressive/ Melodic Death Metal

Bewertung: 4/5
Written by: Robert

Die Amerikaner Steadfast haben uns ihr Demo zukommen lassen. Gut nur weil man aus dem Land der unbegrenzten Möglichkeiten kommt, heißt das noch lange nicht das man gute Qualität abliefert oder? Bei Dave B (voc & bass), Rich R (guit) und Greg R (drums) ist dies aber der Fall. Man hat sich dick und blutrot Melodic Death Metal auf den Banner geschrieben. Die aus Philidelphia stammenden Jungspunde klingen wie eine erfrischende, amerikanische Version von Children of Bodom. So bestreitet diese, 2007 gegründete Formation ähnliche Pfade und dennoch hat man einige Düsterelemente zusätzlich eingefädelt und diese noch mal mit einigen Bombasttrademarks angereichert.

Mit einer atemberaubenden Geschwindigkeit beginnt man den Hexentanz mit „Final Element“. Eine feine Melodic Death Metal Nummer wie sie im Buche steht. Dennoch das räudig, rotzfreche Spiel der Amis klingt herrlich erfrischend. Zusätzlich kommt der Düsterfaktor durch die Arrangements im Hintergrund bestens zur Geltung und so hat man ein sehr aufwändiges Stück geschaffen, mit viel Liebe zum Detail. Dave B klingt dabei wie der kleine Bruder eines gewissen Herrn Laiho, jedoch um Ecken rotziger als sein finnischer Kollege. Wie eine Maschinengewehrsalve geht es nun bei „The Insurgence“ weiter. Das Gaspedal wird bis zum Anschlag gedrückt und die Jungs fetzen ordentlich um. Einmal mehr machen es die Düsterklänge im Hintergrund aus, die das Ganze recht facettenreich erscheinen lassen. So galoppiert man flott dahin und man serviert uns eine gute Portion aus dreckiger Härte und Rauheit. Mit einem sehr modernen Sound wurde nun der Beginn von „Stronghold“ ausgestattet. Steadfast denken gar nicht daran kurz inne zu halten und walzen alles nieder was sich ihnen in den Weg stellt. Zwar kommt der groovige Faktor etwas mehr zum Vorschein, aber größtenteils hält man das Steuer fest im Griff und dabei wird das Gaspedal nicht um einen Millimeter gelockert. Den leider viel zu frühen Abschluss des Demos macht die Nummer „Fraction of Time“. Man wandelt auch weiterhin auf blitzschnellen Pfaden. So liefert man ein weiteres Mal, einen vor Geschwindigkeit und Kraft strotzenden Melodic Death Metal Kracher ab. Gelungenes erstes Lebenszeichen der Jungs aus Amerika.

Fazit: Melodic Death Metal mit vielen Ideen als Vollbedienung, ist hier dem Fan gewiss. Für eine Eigenproduktion hat man sich ordentlich ins Zeug gelegt und sich selbst die Messlatte sehr hoch gesetzt. Mal sehen wann der erste längere Output rauskommt, einstweilen vertreibe ich mir die Zeit mit dieser Demo, die viel Spaß macht.

Tracklist:

01 Final Element
02 The Insurgence
03 Stronghold
04 Fraction of Time

Besetzung:

Dave B (voc & bass)
Rich R (guit)
Greg R (drums)

Internet:

Steadfast @ MySpace

Wintryfrost- Demo

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Band: Wintryfrost
Titel: Demo
Label: Selfreleased
VÖ: 2009
Genre: Gothic Metal
Written by: Robert
Bewertung: 3/5

Wenn man den Namen Wintryfrost liest könnte man vielleicht glauben hier handle es sich um eine Pagan Metal Band. Nun einen gewissen Einfluss hat der hohe Norden sicher auf das Songwriting von Giorgio Orani (all arrangements & instruments) gehabt. Erst in diesem Jahr hat sich der Mastermind des Soloprojekts an die Arbeit gemacht das angestaute Songmaterial auf einen Silberling zu stanzen. Ohne jegliches Plattenlabel hat der Italiener das in einer sehr professionellen Art und Weise getan. Bin sicher nicht der Freund von Instrumental Scheiben, doch der Virtuose aus dem Land des Stiefels hat ein gewisses Flair in seine Songs einfließen lassen die auch totalen Verweigerern von Instrumental Cd’s gefallen könnte. Bereits mit seinen alten Freunden von So Cold konnte er einiges an Erfahrung sammeln. Auch mit seinem neuen Baby und dem Demo dazu bahnt er sich einen sehr ähnlichen Weg.

Mit einem sehr düsteren Intro wird das Machwerk eröffnet und der Name steht genau fast für das was da aus den Boxen dröhnt. Sehr nordisch ist diese Einleitung geworden, obwohl man das ganze um einige Ecken mit elektronischen, als auch orientalischen (asiatischen) Spielereien erweitert. Gute Einstimmung, mit einer ganz passablen Produktion. „My Magdalene“ dröhnt gleich vom Fleck weg äußerst Gothic Rock like. Gute rotzende Gitarren, werden von sanftem Klavierspiel begleitet. Warum sich der Virtuose nicht für sein Projekt um einen Sänger/in umgeschaut hat ist mir schleierhaft. Genau für starke, weibliche Fronter wäre dieser Track ausgerichtet. Dennoch kann man das Stück ganz beschaulich auf sich wirken lassen und wird immer wieder durch die rockigen Ausbrecher aufgerüttelt, bevor einige Arrangements im Bereich orchestrale, bombastische Komplettmischung für den beruhigenden, verwöhnenden Part sorgen. „Maryrs“ wird im ähnlich angesiedelten Genrestyle nachgeschoben, wobei alles hier etwas düsterer und dunkler aus den Boxen dröhnt. Somit können düstere Seelen zu dem Stück ganz passabel abtanzen. Als Zusatz gibt es einige stärker dominierende, elektronische Erweiterungen. Sehr ruhig und sanft ist der Beginn von „Safe in the End“ ausgefallen. Die sanfte Seite wird zwar weiterhin beibehalten, wobei man dies aber mit einer etwas flotteren Geschwindigkeit vollzieht. Rockige Klänge vermischen sich immer wieder mit einigen klassischen Spielereien in Form von Klaviergeklimpere. Der absolute Hammer sind die Solis, die wenn man es nicht besser wüsste wie Violinen spiel klingt. Tolle Soundaufmachung die man hier für uns parat hat. Beim abschließenden „Save these Words“ kommen Freunde von Entspannungsmusik noch einmal vollends auf ihre Kosten. Wie eine warme Meeresbrise schallen hier die Töne in einem Schwall daher und erst nach einer Minute bekommt man etwas flotter dieses Gebräu auf einem Silbertablett serviert. Dass man nicht zu stark in eine Kitschecke driftet, dafür sorgen immer wieder rotzende, erdige Gitarrenriffs.

Fazit: Instrumentalscheiben sind zwar echt nicht mein Ding. Doch das Soloprojekt von Wintryfrost macht durchaus Sinn, auch wenn ich hier empfehlen würde für kommende Scheiben sich mit einem Gesangsakrobaten zu verstärken, würde das Ganze etwas erweitern und auf eine neue Stufe heben.

Tracklist:

01 Intro
02 My Magdalene
03 Martyrs
04 Safe in the End
05 Save these Words

Besetzung:

Giorgio Orani (all arrangements & instruments)

Internet:

Wintryfrost @ Facebook

Wintryfrost @ ReverbNation

Wintryfrost @MySpace

Vörgus – Hellfueled Satanic Action (Cd)

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Band: Vörgus
Titel: Hellfueled Satanic Action

Label: Infernö Records
VÖ: 2009
Genre: Thrash/Death Metal

Bewertung: 4/5
Written by: Robert

Dreckiger Thrash Metal in all seinen Facetten ereilte uns via Vic Records von den Schweden Vörgus. Was wie der Name einer Aliencomicfigur klingt ist der Bandname eines aus Stockholm stammenden Trios und dieses konnte bereits vier Demos auf den Markt schmeißen. Doch erst jetzt liegt der erste längere Output von Nenne Vörgus (voc & bass), Straight-G (guit) und Mikke Killalot (drums) vor mir. Dieser nennt sich „Hellfueled Satanic Action“ und die Betitelung des Stils mit Dirty Thrashing Metal trifft es genau. Freunde des Thrash Metal sollten sich schon mal bereit halten und die Regler laut aufdrehen, denn nun kommt genau das richtige für diese Genrestyle Hörerschaft.

Im Höllentempo wird gleich mit dem Titeltrack „Hellfueled Satanic Action“ losgelegt. Eine räudige, rotzige die hier von den Burschen gefahren wird habe ich selten erlebt. Mit viel Verachtung als Soundgefühl umgewandelt rattert hier die Maschinerie in vollen Touren. Nahtlos und genauso im rostigen Stahl knüpft man mit „Chilling Killing“ an. Wenngleich man zwar hier deutlich klarer rüber kommt als bei der Eröffnung des Albums. Auch die melodischere Breitseite wird hier geboten und gnadenlos schlittert man immer zurück zu diesem Bahnbrechenden Bretterriff, welches hier als Grundskelett dient und das macht hier viel Lust und Laune seine Rübe gewaltig durch zu schütteln. Etwas True metallisch wird es nun beim darauffolgenden „In Metal We Trust“, welches aber nach und nach immer mehr in räudigere Gewässer schippert. Dennoch wird viel True Metal Stahl zelebriert und das mit viel Tempo im Genick das zu animieren weiß. Die steten Wechsel zwischen soliden Melodien, Mitgrölparts und räudigem Gebretter sind gut und gleichbleibend eingesetzt und das knallt man uns mit einer gewaltigen, härteren – eisigen Brise um die Ohren. Mit einer langatmigen Riffeinleitung wird nun „Down In Flames“ nachgeschoben. Lange braucht man aber nicht zu warten bis die Herrschaften aus dem Schwedenland uns wieder ins Hinterteil treten und wieder auf volle Fahrt gehen und mit einem Knüppel die Fanschaar vor sich hertreibt. Dennoch die kurzen doomigen Breaks die man uns gönnt sind eine superbe Abwechslung und wissen das Material um Ecken aufzuwerten. Auch „Hell Hell Satanas“ wird etwas verhaltener eröffnet, doch diese ist wesentlich kürzer ausgefallen und schon brettern die Wasa Metaller wieder im amtlichen Bretterstil dahin und man spuckt Gischt und Galle und das wie ein Springbrunnen. Kurze, schaurige Vocalverzerrungen leiten in einen deutlich groovenderen Part über und mit diesen weiß man gewaltig aufzustacheln. Sehr hymnisch wird es beim darauf folgenden „Headhunter“ welches deutlich im nordisch – hymnischen Style aus den Boxen schallt. Dennoch und trotz dieses Rhythmusgrundkonzepts agiert der Fronter hier im verachtenden – räudigen Stil und rotzt beachtlich ins Mikro als habe er Wut auf das komplette Dasein der Welt. Kürzer wird im Refrainpart immer ausgebrochen wo man bretternde Thrashriffs serviert, bevor man erneut die Handbremse zieht. „Slave“ ist im Anschluss nun eine satte Speedgranate die sofort einschlägt und zündet. Wie eine wutentbrannte Furie agiert man hier und auch das heißere Gebrüll des Fronters biete hier erneut den gewissen Funken der wie auf einen Haufen trockenes Stroh sofort alles zum Brennen bringt. Kürzere Breaks nutzt man um viel Groove abzulassen und schon tritt man das Pedal wieder bis zum Anschlag. Wesentlich stampfender geht es nun mit „Kill To Live To Kill“ weiter. Einem guten Groove Track im temporeicheren Gewässer. Auch das gewisse Quantum an Melodie darf nicht fehlen und das offeriert man uns am Laufenden Band. Gute Mischung und man beweist dass sowohl harte – ungeschliffene Elemente sich versöhnlich die Hände mit melodischem Spiel geben können. Zur Verabschiedung knallt man uns noch einmal einen gnadenlosen Nackenbrecher in Form von „My Beloved“ vor den Bug. Mit viel Tempo und Wut, als auch Verachtung gespickt ackert die das Trio im feinsten Speed – Thrash Style und das mit viel dreckiger Härte die eben den Stil der Band sehr gut beschreiben.

Fazit: Drity Thrashing Metal as it’s best. Man braucht hier nicht mehr viel hinzu zufügen, außer das Thrash Metal Fans dieses Album haben müssen. Auch Sammler von skandinavischer Mucke sollten sich hier das Machwerk zulegen und werden entzückt sein was Vörgus hier durch die Boxen jagen.

Tracklist:

01. Hellfueled Satanic Action
02. Chilling Killing
03. In Metal We Trust
04. Down In Flames
05. Hell Hell Satanas
06. Headhunter
07. Slave
08. Kill To Live To Kill
09. My Beloved

Besetzung:

Nenne Vörgus (voc & bass)
Straight-G (guit)
Mikke Killalot (drums)

Internet:

Vörgus Website

Vörgus @ MySpace

Praying Mantis – Sanctuary

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Band: Praying Mantis
Titel: Sanctuary
Label: Frontiers Records
VÖ: 2009
Genre: Hard Rock, AOR
Bewertung: 4/5
Written by: Robert

Wer sich mit dem New Wave of British Heavy Metal befasst hat, dem sind auch die Szeneveteranen Praying Mantis nicht unbekannt. Dennoch die Band hatte schon weit vor dem Start die den Metal revolutioniert hat ihre Karriere gestartet. Weiters ist die Truppe bzw. leider dadurch bekannt das sich ehemalige Iron Maiden Mitglieder im Line Up für eine Zeit lang getummelt haben. Somit wurden sie des Öfteren von vielen als Abstellgleis für ehemalige abgetan. Sicher hat man etwas sanftere Kost für die Hörerschaft zu bieten als die eisernen Jungfrauen. Doch die Brüder Tino (guit) und Chris Troy (drums) mit spanisch/griechischer Abstammung waren schon jeher jene die, die Zügel fest im Griff hatten und durchwegs in ihrer Karriere gute Alben geschaffen haben. Seit 2003 war es etwas ruhiger um die Legende des NWOBHM geworden und der Stein kam erst 2005 im erneuerten Line Up wieder zum Rollen. Gestärkt mit einem neuen Line Up und starkem Sänger hat man nun nach fast sechs Jahren das nächste Lebenszeichen in Form von „Sanctuary“ parat. Selbiges wird via Frontiers Records am 05.06.09 in den Läden stehen und Liebhaber des Old School Metal/Rock sollten sich schon mal in die Startlöcher begeben.

Mit einer leichten Föhnwelle an Symphonic Rock startet nun „In Time“, welcher aber nach einem recht verhaltenen Teil in einen flotteren, erdigen driftet. Dort angekommen verbleibt man auch und klingt nur in den Refrainparts etwas bombastischer, was vor allem an den satten Chorrefrains liegt, für die ja die Gottesanbeterinnen bekannt sind. Der neue Fronter macht seine Arbeit außerordentlich gut und ersetzt ohne Kompromisse den von mir hochverehrten Doogie White. Im Mittelteil warten die Pioniere des NWOBHM mit einer sanften Zwischenunterbrechung auf, bevor man wieder etwas flotter rockt. Etwas klassischer und klarer wird nun von Beginn an bei „Restless Heart“ gewerkelt. Auch die flottere Eröffnung mündet in einen ruhigen, sanften Bereich. Schöne wechselnde Halbballade mit etlichen, flotteren Ausbrechern die man hier in Szene gesetzt hat. Ein räudiger Rocktrack erschallt nun an dritter Stelle, welcher sich „Tears In The Rain“ nennt. Vor allem die Seitenfraktion liefert hier des Öfteren einige rotzfreche Riffs und Breaks ab. Doch durchwegs hält man sich hier nicht auf und immer mehr bekommen klarere, als auch man glaubt es kaum modernere Elemente die Oberhand. Wobei man letztere sehr dezent eingearbeitet hat, um das Old School Feeling nicht zu gefährden. Dieser stampfende Rocktrack mit seinen sanften Allüren ist ein wahrer Hochgenuss für ältere Semester und diese werden einen Jubelgeschrei aufführen, soviel ist schon mal sicher. Mit einer Synthyeröffnung läutet die Formation nun „So High“ ein, welches von einem flotten Stilwechsel geprägt ist. Viele flottere Rockelemente hat man durch viele Chorreinlagen und Synthyspielerien zusammen gefasst. Jedoch sind Letztere nicht der Hauptbestandteil und somit rockt man nun wieder deutlich herber, mit vielen klaren Ausbrüchen. Der neu gewonnen Frontmann ersingt sich immer mehr an die Spitze und offeriert das die Gebrüder Troy mit ihm einen wahren Griff getan haben. Nach der flotten Fahrt geht es erst einmal bei „Lonely Way Home“ sehr ruhig und verträumt in Form von Flamencolastigem Gitarrenspiel zu. Erst nach und nach kommen satte Riffs im klassischen, ruhigeren Stil zum Einsatz und man verbleibt auf der bereits eingeschlagenen Schiene. Somit ist an die fünfte Stelle eine beachtliche Ballade gerückt worden, welche mit einigen kantigen Ausrutschern versehen wurde. Superbe Nummer die man bei voller Lautstärke genießen sollte, hier kann man bestens die Seele baumeln lassen. So genug geträumt mit „Touch The Rainbow“ schiebt man nun wieder temporeichere Kost nach. Viel Spielraum zum Shaken hat man hier eingeräumt und der Gesang verleiht dem Song noch die gewisse Note. Die Chöre im Refrainteil zaubern mir eine ordentliche Gänsehaut auf den Rücken und diese bleibt durchwegs und ist durch nichts weg zu bekommen. „Threshold Of A Dream“ wurde ebenfalls mit einer ruhigen Eröffnung in Form von akustischem, Flamenco lastigem Spiel versehen, dennoch haben wir es nun mit einer wahren Hymne aus dem Hause Praying Mantis zu tun. Viele schnellere Elemente vereinen sich hier mit Hymnenhaften Gitarrenspiel. Klarer, im flotten Stil wird auch hier weiter gerockt und somit steht auch einem geneigten Kopfschütteln nichts im Wege. Die nächste Hymne steht in Form von „Playing God“ ins Haus, lediglich hat man hier alles mit einer stampfenden Rhythmusfraktion versehen. Es wird immer wieder von erdigen in klare Gefilde gerockt und die amtlichen Chorreinlagen gelten auch hier als Erfolgsrezept. Habe ich schon den Sänger erwähnt? Sicher habe ich, doch man kann seine Leistung nicht oft genug erwähnen. Der ist einfach eine Goldkehle und der Gute ersingt sich immer mehr in den Rockolymp. Schöner Symphonic Rock allererster Güte steht nun mit „Highway“ ins Haus. Die sanfte Schiene wird hier gefahren und daran können auch einige erdigere Ausbrecher nichts ändern. Somit ist an die vorletzte Stelle eine verträumte Nummer gepackt worden, die man in entspannter Lage genießen sollte. Als Abschluss gibt es noch das gleichnamige Titelstück „Sanctuary“, welches eine melodisch, symphonische Rocknummer ist, die wiederum mit einigen erdigen Eruptionen versehen wurde. Dennoch der symphonische Anteil dominiert hier weites gehend das Geschehen und beschließt einen weiteren Meisterstreich der Szenepioniere.

Fazit: Sicherlich nur etwas für ältere Semester, doch für diese ist der Kauf dieses Albums die heilige Pflicht. Das Album reiht sich nahtlos in die Discographie der Gottesanbeterinnen ein und hat für meinen Teil keinen einzigen Durchhänger und sollte von vorne bis hinten durchgehört werden. Spätestens nach einem Durchlauf verlässt, soviel ist gewiss der Silberling nicht mehr so schnell den Player.

Tracklist:

01. In Time 5:19
02. Restless Heart 5:05
03. Tears In The Rain 5:01
04. So High 4:45
05. Lonely Way Home 5:34
06. Touch The Rainbow 4:06
07. Threshold Of A Dream 4:13
08. Playing God 5:37
09. Highway 4:57
10. Sanctuary 6:25

Besetzung:

Mike Freeland (voc)
Andy Burgess (guit)
Benjy Reid (drums)
Tino Troy (guit)
Chris Troy (bass)

Internet:

Praying Mantis Website

Praying Mantis @ MySpace

Eldorado – Golden

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Band: Eldorado
Titel: Golden
Label: Selfreleased
VÖ: 2009
Genre: Classic Rock
Bewertung: 4,5/5
Written by: Robert

Im Eldorado wurde pures Rockgold gefunden. Die spanischen Rock Matadoren Eldorado aus Madrid sind ein Garant für Rock, der witziger weise sehr viele amerikanische Roots beinhaltet. Für eine spanische Truppe durchaus selten, auch das man sich englischen Lyrics hingibt kommt auch eher selten vor. Jesus Trujillo (voc), Nano (guit), Cesar Sanchez (bass) und Javi Planelles (drums) haben ihre Truppe 2007 aus der Taufe gehoben und nach gut einem Jahr setzt man mit dem neuesten Langeisen zum Angriff an. Das Album klingt wirklich wie eine Mischung aus Aerosmith Sachen, doch eher aus den früheren Tagen dieser Truppe. „Golden“ ist eine gute Weiterentwicklung zu „En Busca de Eldorado“ und wird für alle Rockfans des klassischen Stils, für aufschlagende Herzen sorgen.

Mit viel Groove und kleine funkigen Anleihen schallt gleich der erste Track Namens „The House of the 7 Smokestacks“, welches wirklich viele Parallelen zu Aerosmith aufweist. Doch eher ungewöhnlich für Bands aus dem spanischen Raum. Viel Partyrocklaune kommt hier auf und man kann zu diesem shakigen Stück ordentlich abgehen und vor allem Jesus klingt wirklich wie der Bruder von Steven Tyler. Die immer wieder einsetzen Rockriffs und Solis die wie ein roter Faden das Stück begleiten bezaubern noch zusätzlich. Untypisch wie man den Song „The Rocket Song“ einläutet, doch bereits nach etlichen Sekunden geht die Formation wieder ordentlich ab und rockt ordentlich – erdig das Haus und der Groove Faktor schnellt hier sehr steil nach oben und das Partyfeeling wird weiterhin mit einer sehr charmanten Art und Weise versprüht. Ein besonnener Mittelteil lässt kurzzeitig eine kurze Ruhephase aufkommen, bevor die Rockdampflock erneut volle Fahrt aufnimmt. Lieblich mit Querflötenspiel wird nun im romantischen Gefilde angesiedelt bei „Atlantico“ begonnen. Genussvoller Beginn, der laut aufhorchen lässt. Beim etwas dezent angesiedelten, folgenden Midtempo das nach gut einer Minute folgt musiziert die Truppe eher europäisch. Dennoch die Wegweiser sind zwar vorhanden, werden aber nicht so stark ausgenutzt wie bei den Vorgängertracks. Superbe Gefühlsmischung die man uns hier musikalisch zum Menü vorsetzt. Zurück lehnen, aufdrehen, vollends genießen und sich von den Klängen auf eine weite Fantasiereise entführen lassen. Auch das nun nachgeschobene „Falling, Falling“ ist typisch europäischer Rock, mit einem leichten Hang in Richtung Amerika. Auch hier zaubert man einige Gefühlslagen musikalisch und auch einige progressive Versuche verbindet man recht beachtlich mit klassischer Rockkunst. Das Mitdetmpo wird zu keinem Zeitpunkt überschritten und so heißt es hier erneut, zurücklehnen und genießen. Mit dem nun zur Party aufrufenden „I Don’t Need No Doctor“ begibt sich der Trupp wieder auf eine flottere Schiene und auf dieser gehen die Spanier ordentlich ab und wühlen durch viele aufreißende Fragmente immens auf. Gute Stimmung die man hier musikalisch verbreitet und dazu kann man gehörig abshaken, als auch Tanzen gleichermaßen. Mit „The Worst of Myself“ zeigt man sich wieder von der sanften Seite. Dieses Southern angesiedelte, ruhigere Stück weht wie ein laues Lüftchen um die Ohren und räumt wieder viel Spielraum für romantische Träume ein. Mit viel Feuer unterm Hintern reißt man uns mit „Free (A Chain Reaction)“ auf. Speediger Rocker, mit viel Rotz im Blut und auch die sehr erdigen – southern lastigen Gitarren machen hier das übrige und bezaubern auf ganzer Linie. Das folgende „Tarot TV“ steht seinem Vorgänger in nichts nach und wurde ebenfalls mit einer guten temperierten Geschwindigkeit versehen. Dennoch wurde etwas umjustiert und man klingt wesentlich besänftigender als beim Vorgänger. Doch auch hier kann man quer durch die Bank sehr gut abgehen so viel ist schon mal sicher. Mit „The Jackarta Club“ sagen die Madrider bis zum nächsten Mal. Erdiger, doomiger Beginn den man uns hier vorsetzt. Dieser ist dann von einer etwas funkigeren Schiene gekrönt, die man immer wieder groovend abbremst. Vor allem der sehr ausdrucksstarke Gesang des Fronters ist hier ein Garant für eine Rockperle nach der anderen.

Fazit: Superber Rock amerikanischer Prägung aus der Hauptstad Spaniens. Muss der Fan von Aersosmith und Co haben. Auch klassische Rockfans sollten das Teil unbedingt antesten und werden die Burschen, als auch ihr Material für sich entdecken.

Tracklist:

01 The House of the 7 Smokestacks
02 The Rocket Song
03 Atlantico
04 Falling, Falling
05 I Don’t Need No Doctor
06 The Worst of Myself
07 Free (A Chain Reaction)
08 Tarot TV
09 The Jackarta Club

Besetzung:

Jesus Trujillo (voc)
Nano (guit)
Cesar Sanchez (bass)
Javi Planelles (drums)

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Darzamat – Solfernus‘ Path

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Band: Morrigu
Titel: Before Light / After Dark
Label: Massacre Records
VÖ: 2009
Genre: Gothic Metal
Bewertung: 3,5/5
Written by: Robert

Die Herrschaften von Darzmat blicken auf eine vierzehnjährige Bandgeschichte zurück und mit dem neuesten Output liefert man einmal mehr die gute Mischung aus Gothic und Death Metal ab, die vielleicht nicht aufregenden klingen mag, es aber beim ersten Durchlauf durchaus ist. Mit „Solfernus‘ Path“ welches am 28.08.08 via Massacre Records erscheint, kombinieren Agnieszka „Nera“ Górecka (voc), Rafal „Flauros“ Góral (voc), Krzysztof „Chris“ Michalak (guit & bass), Patryk „Spectre“ Kumór (keys) und Mariusz „Rogol“ Pretkiewicz (drums) Gothic Death Stahl der allerersten Güte und spielen sich an die Speerspitze der Polnischen Metal Kapellen, die dieser Tage ja wie die Pilze aus dem Erdboden schießen.

Sehr düster ist die Einleitung des Albums mit „False Sleepwalker“ ausgefallen. Recht ruhig und schaurig ist hier die Eröffnung und man mag hier bereits gewarnt sein was nun folgt. Kurz nach etwa einer Minute ist es dann auch schon soweit und die Polen ballern uns guten Stoff um die Ohren der wie eine moderne, herrlich erfrischende Mischung aus Death und Gothic Klängen dröhnt. Wer auf eine moderne Version der ersten Amorphis steht, der darf hier seiner Neigung vollends frönen. Die Ausgewogenen Gesangseinsätze der beiden Vocalisten sind gleichmäßig verteilt und somit bekommen wir einen breiten Querschnitt aus klaren Frauengesängen und tiefen Growls. Etwas verhaltener startet nun „Vote For Heresy“, wobei man an kurzen Blitzgewittern, seitens der Gitarren schon erahnen mag, hier werden noch einige Scheit in den Hochofen nachgelegt. So ist es dann auch und man tritt dem Hörer mit viel Tempo und wütender Härte gehörig in das Hinterteil und auch der beschwichtigende Einsatz der Fronterin ändert an diesem sadistischen Sound nichts. Somit kann man hier bis auf einige Zwischenstopps komplett durchdrehen und sein Haupt rotieren lassen. Mit dem ersten Part der Zwischenintros „I Devium“ liefert man eine kurzzeitige Ruhepause. Diese wehrt aber nur von kurzer Dauer, denn mit „Pain Collector“ knallt man uns einen weiteren Bolzen vor den Bug, wenngleich dieser Track deutlich moderner und Gothic lastiger ausgefallen ist. Auch die Frontdame hat hier dominierend die Zügel in der Hand und besticht mit ihrem bodenständigen Gesang, der mich persönlich ein wenig an Christina Scabbia von Lacuna Coil erinnert. Erst zum Ende hin wird deutlich wütender gewerkt und auch Rafal grunzt sich wieder die dunkle Seele aus dem Leib, wobei er aber von der hübschen Frontnachtigall beschwichtigt wird und es ihr auch gelingt ihren Kollegen etwas auf das Abstellgleis zu stellen. Eine wütende Düstergranate mit viel Speed unterm Hinter ist nun „Final Conjuration“ geworden. Quer durch die Bank wird ordentlich gebrettert was das Zeug hergibt und man liefert uns hier eine gute Nackenfräsende Nummer zum Abbangen. Selbige wurde nur mit dezentem Soundeinsatz der bombastischen, besänftigenden Art komplettiert, denn der Hauptanteil heißt hier wütende, wilde Härte. Düster und schaurig hat man den zweiten Part der Ruhephase bzw. Zwischenintros in Form von „II Fumus“ nun in der Hinterhand. Diese Unterbrechung ist deutlich länger ausgefallen und hat einen gewissen Psychocharakter bekommen der sehr interessant klingt. „Gloria Inferni“ ist eine stampfende Rockröhre, die etliche Parallelen zu Lacuna Coil aufweist, wenngleich man viel wütender und dunkler arbeitet als die italienischen Kollegen. Nach und nach verabschiedet man sich aber von der Rockschiene und man steuert mit dem Schiff düstere, speedige Death Gewässer an. Dort verbleibt man bis zum Ende hin und auch etliche Nuancen im Black Metal finden hier als Zusatz Verwendung die sich nahtlos mit dem herkömmlichen Sound der Truppe verbinden. Recht mechanische und an gewisse Filmmusikklänge von „der Herr der Ringe“ klingt der dritte Part der Zwischenintros, nämlich „Venenum“. Das folgende „Solfernus‘ Path“ ist sehr druckvoll ausgefallen und von Beginn an macht man keine Gefangenen. Im wildesten Stil wird hier gezockt was die Maschinerie hergibt. Deutlich dominierender hat nun der Frontmann die Zügel in der Hand und wird nur an und ab von seiner Kollegin unterbrochen. Liebliche, wenn auch düster Klänge hat man bei „Lunar Silhouette“ für uns parat. Die Kinder der Dunkelheit bekommen hier die Vollbedienung und genau dieses Feeling versprüht der sonst recht ruhige Track bis ins unermessliche. Sehr monumental leitet man nun über zu „King Of Burning Anthems“, welches eine weitere Wutgranate mit vielen scharfen Ecken und Kanten ist. Nach einer kurzen verhaltenen Eröffnung treten die Herrschaften eine Lawine los und von diesem Moment an wird das Pedal auch nicht gelockert und somit kann man vollends zu den speedigen Death Klängen im Bombastsoundkleid abgehen was das Zeug hergibt. Vierter und letzter Part der Zwischenintros „Spectaculum“ klingt sehr Horrorlastig und wird durch liebliches Geklimpere begleitet, was den Psychofaktor wieder deutlich steigert. Dies mündet nahtlos in den rotzenden Song „Chimera“, welcher zwar mit vielen Bombastspielereien versehen wurde, diese aber sehr dezent zum Einsatz kommen. Deutlich dominierender haben hier bretternde Rhythmen die Oberhand, die nur durch kurze Unterbrechungen, der melancholischen Art abgelöst werden. Sehr folkloristisch und mit einem gewissen mittelalterlichen Flair wird nun der Ausklang mit „A Mesmeric Séance“ eröffnet. Lange verbleibt man nicht in diesen Gefilden und man startet noch einmal die Maschinerie und vom Stil her werkelt die Truppe dem Vorgänger sehr ähnlich, wenn auch hier Agnieszka sehr dominant die Zügel in der Hand hält und dadurch ihr Kollege weniger zum Sagen bzw. Growlen hat.

Fazit: Gute Mischung aus Gothic und Death Metal in allen Farbpaletten. Wer meinen mag hier bekommen wir eine billige Mischung die von vielen Kollegen geboten wird, der irrt. Antesten ist hier für Düsterseelen eine Pflicht, doch auch etliche andere Gerne Fans könnte hier die Band für sich entdecken. Vor allem jene die mit der modernen Ausrichtung von Lacuna Coil nichts mehr anfangen können.

Tracklist:

01. False Sleepwalker 4:23
02. Vote for heresy 4:26
03. I Devium (INTRO) 0:29
04. Pain collector 3:58
05. Final conjuration 3:12
06. II Fumus 1:11
07. Gloria inferni 4:15
08. III Venenum (INTRO) 1:02
09. Solfernus path 3:25
10. Lunar silhouette 2:57
11. King of the burning anthems 3:43
12. IV Spectaculum (INTRO) 1:16
13. Chimera 4:05
14. Mesmeric seance 4:14

Besetzung:

Agnieszka „Nera“ Górecka (voc)
Rafal „Flauros“ Góral (voc)
Krzysztof „Chris“ Michalak (guit & bass)
Patryk „Spectre“ Kumór (keys)
Mariusz „Rogol“ Pretkiewicz (drums)

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Speedtrap – Raw Deal

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Band: Speedtrap
Titel: Raw Deal
Label: High Roller Records
VÖ: 2009
Genre: Heavy/Speed Metal
Bewertung: 4/5
Written by: Robert

Wenn mich heute jemand fragt, wo denn die meisten Retro Thrash/Heavy Metal Bands herkommen müsste ich auf Amerika und England hinweisen. Zumindest stammen viele Bands von dort die dem alten Krach frönen den vor allem Kuttenträger heiß lieben. Doch mit den finnischen Speedtrap beweist diese Formation, das aus dem Land der 1000 Seen weit mehr kommt als Doom und Keyboard orientierter Metal in allen Facetten. Feinster 80er Thrash Stahl wird von Jori Sara-Aho (voc), Ville Valavuo (guit), Markus Hietamies (bass) und Miika Keränen (drums) zelebriert und dabei werden auch einige Farbanstriche aus dem Heavy Metal hergenommen um die Songs etwas facettenreicher klingen zu lassen. Somit sind hier vor allem Saxon und Metallica (Frühphase) die dominanten Einflüsse auf „Raw Deal“, welches am 23.10.09 via High Roller Records veröffentlicht wird. Ein Muss für alle Freaks des schon mit Kultstatus versehenen Schwermetall.

Fast hätte ich schon geglaubt die Ep wird mit einem Cover eröffnet. Zumindest klingt die Einleitung von „Heat of the Battle“ wie der Beginn des legendären „Kill Em All“ Song von Metallica. Doch nur die raue, wilde Thrash Seite wird uns hier nicht zum Bangen vorgeworfen, nein auch einige traditionelle Metal Erweiterungen verschönern das Soundklangbild. Rollt sehr flott daher und ist zum Abhoten und wildem Tanz sehr gut geeignet. Trotz all der traditionellen Einflüsse hat man sich auf eine gediegene Produktion geeinigt, aber man bewahrt dennoch das gewisse Old School Feeling, obwohl man sehr klar den Sound auf den Silberling gepackt hat. Weiter geht es mit „Hell And Thunder“ und hier geht die Wildwasserfahrt unvermindert weiter. Als leckeren Zusatz haben die Finnen viele stampfende, als auch erdige Speedrockbrocken in den Topf geworfen und unterm Strich wird das Tempo zwar ein wenig gedrosselt, dies tut aber beim Bangerfaktor keinen Abbruch, denn auch wenn das Stück deutlich mit gebremster Geschwindigkeit und rockigen Allüren aufwartet, kann man trotzdem ordentlich zu den Klängen abgehen was das Zeug hergibt. Angeknüpft wird an diese Schiene mit dem folgenden „Living Sacrifice“, wenn gleich man auch hier deutlich mehr das Gaspedal tritt. Wirkt dadurch wie eine Hyperblast Rockgranate mit Thrash Initialzündungen und was man hiermit geschaffen hat, wird mit Sicherheit für so manche Nackenverstauchung sorgen. Wie eine wilde Meute jagen die Jungs hier die Hörerschaft vor sich her und als Abwechslung gibt es einige erdige Rocksolis die man wie einen guten Single Malt Whiskey genießen sollte. Mit „Redemption of Might“ verabschiedet man sich nun von den rockigen Einflüssen und lässt es wieder im bretternden Thrash Style krachen. Dazu begibt sich der Trupp auf ein sehr speediges Glatteis und man schlittert wie wild hin und her und versprüht dabei auch einige punkige Allüren am laufenden Band. Superbe Mischung die mit viel Charme überzeugt und einmal mehr zum kompletten Ausrasten animiert. Mit dem folgenden „Warhorse“ schnürt man nun den Sack zu und es wird weiter gebrettert und das im speedigen Style, auch wenn nach und nach wieder deutlich mehr reinrassige Heavy Metal Einflüsse in den Vordergrund geschoben wurden. Dadurch wirkt der Song auch von Sekunde zu Sekunde immer melodischer, was auch an vielen Solieinschüben liegt, die man hier verbrät. Die Vollendung der Ep vollzieht man nun noch mit „Cry of the Raven“, welches sehr an Glanztaten von Kapellen wie Raven und so weiter erinnert. Quer wie eine rote Linie konnte man nirgends die Herkunft der Finnen fest stellen und dies ist doch eher selten der Fall. Denn die skandinavischen Bands haben doch eine sehr ausdruckstarke Art zu musizieren mit der man sofort den Fleck auf der Erde bestimmen kann wo sie herstammen. Das ist einfach so!!! Wie auch immer man verwöhnt eher mit untypischer Metal Musik aus Finnland und diese weiß mit ordentlichem Partycharakter zu animieren und unterhalten gleichermaßen. Muss man haben, zumindest wenn man sich Kuttenträger schimpft.

Fazit: Geiler 80er Thrash/Heavy Metal mit zeitloser und retroklassischer Unterhaltung.

Tracklist:

01. Heat of the Battle 4:45
02. Hell And Thunder 3:53
03. Living Sacrifice 3:03
04. Redemption of Might 3:08
05. Warhorse 2:58
06. Cry of the Raven 4:18

Besetzung:

Jori Sara-Aho (voc)
Ville Valavuo (guit)
Markus Hietamies (bass)
Miika Keränen (drums)

Internet:

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As My World Burns – Letter from Alaska

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Band: As My World Burns
Titel: Letter from Alaska
Label: Noisehead Records
VÖ: 2009
Genre: Hardcore/Metal
Bewertung: 4,5/5
Written by: Robert

Aus Spanien stammen die Herrschaften von As My World Burns und wurde Mitte 2007 gegründet. Nach etwa zwei Jahren war es nun soweit und nach etlichen Gigs war der Zeitpunkt gekommen um das erste Lebenszeichen einzustanzen. Gestärkt mit dem Label Noisehead Records ist es nun am 06.09.09 soweit und „Letters from Alaska“ wird in den Plattenläden stehen. Raul (voc), Txus (guit), Alberto (guit), Miguel (bass) und Alex (drums) haben für die frühen Herbsttage genau die gewisse Portion Core lastigen Metal, mit viel brachialer Gewalt und Wut im Bauch parat.

Von null auf hundert startet gleich „Jacqueline“, ein recht brachialer Track der wie ein Faustschlag in die Fresse losrotiert. Ohne jeglichen Schnick Schnack wird das Langeisen mit einem Kaltstart begonnen. Somit hat man auch nicht viel Zeit sich einzufinden. Braucht man auch nicht, denn die Spanier prügeln einen schon dorthin. Erst in der Mitte räumt man eine kurze Verschnaufpause ein, bevor noch einmal aus den Vollen geschöpft wird. Die wilde Karussell fahrt nimmt auch mit dem folgenden „Waltz of Masks“ kein Ende. Auch wenn man einige klarere Gesangspassagen dezent durchblicken lässt. Dennoch die brutale Härte steht weiterhin dominierend als Pate und zu diesen Rhythmen kann man einen ordentlichen Moshpit starten. Etwas groovender und weit nicht so roh und ungeschliffen geht es mit „Clocks“ weiter. Zwar heißt auch hier das Erfolgsrezept, eine brutale und wilde Verfolgungsjagd, wobei man aber hier merklich das Tempo etwas vermindert hat. Kurze Verschnaufpausen kommen sehr stampfend aus den Boxen, bevor die Maschinerie auf ein Neues gestartet wird. Auch die klaren Gesangspassagen kommen erneut und stärker zum Einsatz, welche man mit vielen Melodielinien komplettiert hat. Kantiger und ungeschliffener geht es nun mit viel Feuer und Speed unterm Hintern bei „A Bullet and a Farewell“ weiter. Wer sich hier nicht in Deckung bringt wird von der ungehobelten Gewalt des Trupps aus Spanien platt gemacht. Kurze komplette Wutausbrüche treiben das Ganze auf die Spitze, bevor man sich von selbst zurück hält und diesen Wechselangriff erneut durchführt. Im Mittelteil gibt es etwas Zeit zum Verschnaufen, doch lange sollte man sich nicht damit beschäftigen, denn schon stehen wieder As My World Burns auf der Matte und bitten zum wilden Tanz. Deutlich verhaltener schiebt man nun „Now that the City Sleeps“ nach. Etwas langatmig wird hier musiziert, was nach der Wildwasserfahrt allemal berechtigt und erwünscht ist. Sicher haben wir es hier nicht mit einem sanften Stück zu tun, denn auch hier kommen die wilden Brüllorgien des Fronters zum Einsatz und nur seine Rhythmuskollegen versuchen ihn mit melancholischem Wechselspiel der melodischen Art zu besänftigen, was ihnen aber nicht gelingt. Zum Glück, denn dadurch ist eine sehr interessante und komplexe Mischung entstanden. Wie ein wilder Sturm geht es nun mit „Circles“ weiter. Eine komplette Drehung um 180 Grad hat auch durch die Rhythmussektion statt gefunden, die ordentlich in die Saiten greifen um Tempo zu machen. Ganz so wild geht es dann aber nicht von statten, auch wenn man viele Nachbrenner mit diesen ausgestattet hat. Der Hauptanteil wirkt äußerst groovig und weiß durch viele Melodieeinlagen zu bezirzen. Sehr experimentell ist der Beginn von „A Missed Phonecall“, wo man verzerrte Soundfragmente einsetzt, doch binnen etlichen Sekunden geben die Jungs aus Hispania wieder Vollgas und das mit einigen schizoiden, progressiven Gitarrenspielereien die sich heutzutage, bei vielen Acts immer größerer Beliebtheit erfreuen. Was auch verständlich ist, denn durch diese Spielereien kann man die Songs recht gut erweitern und komplexer wirken lassen, ohne dabei aber den Bogen zu überspannen. Wie von der Tarantel gestochen wütete die Truppe hier um und versucht erst gar nicht beschwichtigende Momente einzubauen. So hat man hier erneut viel aufrüttelnde Kost parat, die man eben mit den bereits erwähnten Sounderweiterungen komplettiert hat. Vom Grundgedanken sehr ähnlich geht es nun mit „Black Melancholy and Autumn“ weiter. Dennoch packen des die Herrschaften etwas galoppierender an und auch die Sounderweiterungen hat man gänzlich von Bord geworfen. Somit hat hier die Ablösung durch einen rohen ungeschliffenen Härtebolzen statt gefunden. Kurz und flott Eingängig startet man auch den Zuhörer durch diese Ausrichtung und lange wird sich dieser zum kompletten Ausflippen nicht bitten lassen. Deutlich groovender geht es nun mit „Static Shot“ weiter. Vom Hauptbestandteil begibt man sich immer wieder zu kurzen Ausflügen in Richtung Speed- bzw. kurzen sanften Ufern, bevor wieder ordentlich gewerkt wird. Wie es der Titel schon aussagt, wie ein Erschießungskommando fungiert hier die Band und durch die Pausen wird nur geguckt ob noch jemand steht. Wer dies überlebt hat dem wird nun mit „Letters from Alaska“, dem gleichnamigen Titelstück der finale Todesstoß gegeben. Auch wenn der Beginn des Stücks auf etwas anderes schließen lässt, denn oh welch Wunder hier wird richtig ruhig musiziert. Nach dreißig Sekunden ist aber dann auch schon Schluss mit Lustig und man feuert wieder aus allen Rohren, wenn man dies auch dezenter tut als beim Vorgängerstück.

Fazit: Feinster, roher, ungeschliffener Metal Core mit vielen brachialen Schüben und etlichen Erweiterungen. Wer glaubt dass mit vielen Metal Core Bands schon alles gesagt wurde, dem empfehle ich diese Jungs und ihrer Variation in diesem Genrestyle.

Tracklist:

01. Jacqueline
02. Waltz of Masks
03. Clocks
04. A Bullet and a Farewell
05. Now that the City Sleeps
06. Circles
07. A Missed Phonecall
08. Black Melancholy and Autumn
09. Static Shot
10. Letters from Alaska

Besetzung:

Raul (voc)
Txus (guit)
Alberto (guit)
Miguel (bass)
Alex (drums)

Internet:

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