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Torment – Tormentizer

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Band: Torment
Titel: Tormentizer
Label: Pain Inc.
VÖ: 2009
Spielart: Thrash Metal
Bewertung: 4/5
Written by: Robert

Pünktlich zum 25 jährigen Bandjubiläum ist das deutsche Kettensägen Thrashkommando Torment mit „Tormentizer“ da. Dieser pure, unverfälschte Thrash n‘ Roll der von Jörn Rüter (voc), Tom Ramone (bass) Carsten Overbeck (guit) und Chris ‚X‘ Gripp (drums) schon jahrelang zelebriert wurde, ist auch beim 7. Full Length Album wieder ein großer Bestandteil und selbiges wird am 17.07.09 für einen Sommertanz bei den Thrash Fans sorgen. Somit hat man sich selbst, als auch den Fans mit diesem Silberling ein Geburtstagsgeschenk gemacht. Na denn, alles Gute und genau aufgepasst die Kettensäge startet.

Im dreckigsten Thrash n‘ Roll Stil wird gleich Track Nummer Uno einem vor den Latz geknallt und dabei versprüht das Quartett viel rotz und dreckige Härte. „Tormentizer“ ist ein ordentlicher Appetizer was uns noch von den Hamburgern erwartet. Im stampfenden Tempo wird hier durchwegs musiziert und nur zu einigen Energieausbrüchen lässt man sich öfters hinreisen. Somit reiht sich dieses Thrash Kommando eindeutig in die Riege des Pure Old School German Thrash Metal ein und da steht man den Kollegen und Kolleginnen in nichts nach. Weiter geht es mit dem noch dreckiger gezockten „Let´s Get Extreme“ und dieser Bier bzw. Thrash Saufsong hat viel Hymnencharakter für sich gepachtet. Ein richtiger Partyhit ist den Burschen hier gelungen. Hier blinzelt man wohl mit geschwelter Brust Richtung Tankard. Wie auch immer viel Fun macht dieser Song und dürfte bei einem Saufgelage einer Party für viel Stimmung, als auch Bewegung sorgen. Etwas klarer und mit dominierendem Bassspiel geht es nun bei „Nothing To Repent“ weiter. Deutlich melodischer dröhnt dieser Track aus den Boxen und auch einige kleinere Punkallüren sorgen für das gewisse Malocherfeeling. Vor allem das rotzende Organ des Fronters klingt wie ein Schotte der mit einigen Scotch Whiskey sein stell dich ein gibt. Verleiht dem ganze die gewisse Note das muss man schon anmerken. Deutlich rockender geht es mit „Heavy Metal Whorehouse“ weiter. Hier verlässt man etwas mehr die Thrash Richtung und steuert rockige Pfade an. Weiterhin wird in bester Manier gespuckt und gerotzt was das Zeug hergibt und das ist das gewisse etwas was die Nummern von Torment wieder spiegelt. Ein erneuter Kurswechsel steht mit „I Hate The System“ ins Haus. Genau in umgekehrter Reihenfolge wird hier die Korrektur vorgenommen und somit landet man im flotten Thrash Metal Dreieck wo man recht wütend umher springt. Viel Tempo hat man hier gepachtet und dennoch ganz durchgedrückt wird das Pedal nicht um so das Thrash n‘ Roll Feeling zu bewahren. Wunderbare Fusion die man hier für die Hörer geschaffen hat und mit dieser wird man auch für viel Freude sorgen. Fast dachte ich schon man wolle sich mit „Wind Of Change“ ein wenig lustig über den Weichspüler der Scorpions machen. Weit gefehlt hier handelt es sich um eine eigenständige Nummer bei der man viel Rasanz macht und somit zu einem weiteren wilden Reigen einlädt. Lange wird man mit diesem rotzigen Song nicht warten müssen und die Fans werden zu den bretternden Rhythmen ordentlich abgehen. Deutlich groovender findet die Weiterführung mit „Stalker“ statt. Man bewahrt die Trademarks, auch wenn man sich hier deutlich mehr von der moderneren Seite zeigt und dadurch einen Shakersong Par Excellence geschaffen hat. Wie ein dunkles, herbes Ale rinnt dieser Track die Kehle runter. Mit „Temptress Crystal Meth“ hat man eine lustige, herrlich erfrischende Punk Thrash Hommage geschaffen. Die vor allem zu Beginn wie das Bandeigene „Paranoid“ klingt. Dieses typische Riff wird nämlich des Öfteren als Neustart verwendet und verschafft dem Track eine gehörige Portion an Old School Feeling. Durch das herbe Gebräu das man hier auf einen Punkt gebracht hat versprüht viel Charme und dazu kann man sich gerne zum Abshaken einladen lassen. Soviel ist schon mal sicher, kalt wird dieser Rotz – Punk – Thrash – Rocker niemanden lassen. So verlassen wir die Punk Gefilde ein wenig. Zwar kommen dezente Ansätze beim folgenden „We Are The Boys“ ebenfalls zur Anwendung, doch weites gehend rockt man mehr das Haus und steuert immer mehr in einen bretternden, rotzenden Bereich. Weiter geht die wilde Malocherfahrt mit „Politics And Religion“ einem weiteren deutlich, mit viel Punkfeeling angehauchtem Stück das ordentlich dahin brettert. Man schert sich hier einen Dreck auf einen geregelten Tages- bzw. Lebensablauf und dies kristallisiert sich sehr markant bei dieser Nummer durch. Etwas fröhlicher und mit mehr Geschwindigkeit galoppiert nun „The Ones You Love To Hate“ daher und verleitet zum Headbangen bis die Nackenmuskulatur ausgereizt ist. Eine ordentliche Hymne die man hier an die vorletzte Stelle gepackt hat und es vor allem mir durch den Charme den sie versprüht zu meinem persönlichen Favoriten macht. Als Abschluss legt man noch einige Kohlenschippen mit „A Tribute“ nach. Diese kommen in den Thrash Metal Hochofen und werden mit einigen Stahlessenzen aus dem Punk zu einem Stahl geformt der ordentlich dahinröhrt und das in bester und dreckigster Manier wie man es oftmals vergebens sucht.

Fazit: Congratulations zur Bandhistorie die man mit diesem Album bestens ehrt. Thrash Metal Fans sollten einen Blick auf diese Band werfen, sofern sie die Jungs noch nicht kennen. Wer sich selbst Liebhaber des German Thrash Metal schimpft der wird sowieso schon Gratulationskarten Richtung Torment verschickt haben und sich das Veröffentlichungsdatum dick und rot im Kalender angestrichen haben.

Tracklist:

01. Tormentizer 3:48
02. Let´s Get Extreme 3:47
03. Nothing To Repent 3:15
04. Heavy Metal Whorehouse 3:49
05. I Hate The System 3:54
06. Wind Of Change 2:52
07. Stalker 3:15
08. Temptress Crystal Meth 3:30
09. We Are The Boys 2:41
10. Politics And Religion 4:52
11. The Ones You Love To Hate 3:25
12. A Tribute 4:44

Besetzung:

Jörn Rüter (voc)
Tom Ramone (bass)
Carsten Overbeck (guit)
Chris ‚X‘ Gripp (drums)

Internet:

Torment Website

Torment @ MySpace

Amorphead – Psychotic

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Band: Amorphead
Titel: Chaos Expression
Label: Selfreleased
VÖ: 2009
Genre: Death Metal/Thrash Metal
Bewertung: 3,5/5
Written by: Robert

Vor kurzem meldeten sich die italienischen Death/Thrasher Amorphead bei uns und hinterließen uns ihr erstes Lebenszeichen „Psychotic“ zum Rezensieren. Kurz zur Entstehungsgeschichte die Truppe wurde 2007 von Giorgio Faini (drums) und Luigi Randazzini’s (bass) ins Leben gerufen und lange brauchte man nach anderen Mitgliedern nicht suchen. Diese fand man recht schnell in Form von Emiliano Iozzo (voc) und Alessio Gagliardi (guit) stießen hinzu und fortan wurde an eigenen Songs gefeilt die nun in Form einer 6 Track Eigenproduktion vor mir liegen. Melodie, Härte und kleine moderne Raffinessen hat man mit traditionellen Elementen aus dem Death/Thrash auf einen Konsens gebracht und so dürfte für Jung und Alt etwas dabei sein.

Mit dem Intro „Dreaming“ wird dem Titel entsprechend das Eisen eingeläutet. Ruhige und beschauliche Klänge der melodiösen, als auch melancholischen Form geben sich hier ein Stell dich ein und bescheren eine etwas langatmige Entfaltung die sehr interessant klingt. „Psychotic“ ist nun der erste reguläre Track, welcher sehr verspielt daher kommt. Mit vielen Einflüssen und Elementen wird hier jongliert, doch während bei anderen hier schon das Damoklesschwert darüber schweben würde, schaffen es diese italienischen Burschen mit einer guten Portion an Ausgewähltheit und Einfallsreichtum dies in andere Bahnen zu lenken. Ein goldenes Händchen haben die Jungs und dadurch wirkt hier nichts verzogen oder man verzettelt sich nicht selbst. Gutes technisches Stück, das mit vielen wilden Elementen bezaubert und zeigt dass auch technische, aufwendige Kost sich leicht ins Gehör spielen kann, zumindest Amorphead wissen wie es geht. Die Eröffnung von „I’m Unreal“ ist etwas verspielter ausgefallen, doch hier haben die Burschen eine wutentbrannte Nummer geschaffen die enorm aufstachelt. Wer hier nicht gut aufgewärmt ist wird unter einer Lawine begraben. Gute kantige Groove Elemente paart man gekonnt mit messerscharfen Thrash Attacken und diese Haupteinflüsse hat man zu einem stattlichen Gebräu vermischt zu dem man komplett ausflippen kann. Hier wird viel fürs Gehör, als auch für die Bewegung geboten und das mit einer gut aussortierten Spielweise die weder zu altbacken, als auch zu modern klingt. „Rabhead“ knüpft hier nahtlos an den Vorgänger an, auch wenn man sich etwas mehr auf technische Kost konzentriert. Im gemäßigten Groovestyle wird uns dies hier schön verpackt und das Packet explodiert wie eine Bombe immer wieder durch kurze Initialzündungen der speedigen Art und Weise. Sehr facettenreich und interessant was uns hier fürs Gehör geboten wird. „Critical Mind“ ist hier wieder ein ganz anderes Kaliber, welches nach einer etwas längeren Eröffnung im melodischen – orientalischen Spielstil sich erst nach und nach entfaltet. Sehr doomig geht es also bis etwa einer Minute weiter, doch dann geht man komplett auf Angriffskurs und die Dampfwalzentechnik die man hier ansetzt kommt zum richtigen Zeitpunk und lädt ein sich zu den groovigen Klängen der flotten Art sich mit anderen im Pit zu duellieren. Das gewisse Etwas bieten die vielen melodischen Ergänzungen die mal mehr von einer klassischen dann wieder von einer orientalischen Spieltechnik geboten werden. Durch all diese Einflüsse bietet man in sehr kurzer Spielzeit sehr viel was laut aufhorchen lässt. Das Album wurde ruhig eingeläutet und so lässt man es auch mit dem Outro „Awakening“ wieder ausklingen. Ruhig, melancholisch, was mit einer kleinen Messerspitze an Melodieriffs aufgewertet wird.

Fazit: Die Jungs von Amorphead zeigen uns auf ihrem ersten Lebenszeichen das auch technisch ausgeklügelte Kost sehr wohl leicht ins Gehör gehen kann. Gut und ausgewogen zelebrieren die Jungs ein Programm das Jung und Alt begeistert wird.

Tracklist:

01. Dreaming (Intro)
02. Psychotic
03. I’m Unreal
04. Rabhead
05. Critical Mind
06. Awakening (Outro)

Besetzung:

Master (voc)
Mlex (guit)
Paul (guit)
Kronos (drums)
Greg (bass)

Internet:

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Omission – Thrash Metal is Violence

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Band: Omission
Titel: Thrash Metal is Violence
Label: Satanicspeed Records
VÖ: 2009
Genre: Thrash Metal
Bewertung: 4/5
Written by: Robert

Räudiger Thrash Metal der ganz besonderen Art steht heute am Speiseplan und zwar mit den Herrschaften von Omission. Die Jungs dürften in hiesigen Gefilden nur wenigen etwas sagen und auch ich konnte erst einmal mit dem Namen nicht viel anfangen. Wohl aber wenn man sich das Line Up durchliest. Die ehemaligen Muro und Crienium Compadres Miguel A. Hernanz „Patillas“ (voc & guit) und Julio Rico „Julito“ (bass) haben sich hier auf ein Packet zusammen getan um fortan mit neuem Banner in der Metal Welt für Furore zu sorgen. Aufgrund des kompletten Backkatalogs von Muro der sich in meinem Besitz befindet war ich recht gespannt was man mit der neuen Band aus der Taufe gehoben hat. Eines ist fix mit „Thrash Metal is Violence“ besticht man zwar weiterhin im alten Flair, wobei man dies aber zusammen mit Marco Marouco (guit) und Juanjo Rico (drums) sehr brachial und amtlich mit dreckigem Thrash getan hat.

Mit einem lauten Rülpser wird das Intro „Bestial Blech“ durch die Boxen gejagt, welches gleich unvermindert vom dreckigen Speedknaller „God Bring You Down“ abgelöst wird. Wie eine Dampfwalze auf voller Amokfahrt machen die Jungs aus Spanien keine Gefangenen. Der Thrashanteil ist zwar ganz stark vorhanden, doch hier haben wir es dennoch eher mit einem Speed Metal Kracher der rotzigen Sorte zu tun. Der Frontmann rotzt sich sein Organ mit viel Wut und Hass von der Seele. Guter Beginn und bestens für die Fans des alten Stahls a la Venom bzw. Sarcofago zu recht gemacht. Dennoch ganz so Düster machen es die Amigos hier nicht und offerieren uns hier ihren persönlichen Black/Thrash der gut ins Gehör geht. „Traitor“ wurde nun deutlich mehr mit Thrash Metal gespickt, vor allem alte Slayer Glanztaten kommen hier ganz markant zum Vorschein. Grooviger Track trotz des doch eher dreckigen Sounds, dafür sorgt hier die Rhythmusfraktion die uns mit ihren Riffs und Breaks etwas mehr groovende Beats liefert. Mehr Melodie scheint beim folgenden „Legions of Youth“ Einfluss genommen zu haben. Zwar zählen auch hier viele dreckige Thrash Trademarks als Zutat, wobei man etliche Melodielinien aus dem Old School Power Bereich als Zusatz verwendet hat. Das herbe Gebräu rattert mit vielen scharfen Ecken und Kanten aus den Boxen und rüttelt ganz schön auf. So heißt es auch hier „Kuttenträger bangt eure Rübe bis zur Genickstarre“. Besser könnte man den Stil gar nicht beschreiben, wie mit dem folgenden Titel „Satanicspeed Thrash Metal“. Denn genau selbiges Feeling wird hier offeriert und dabei soliert sich der Saitenakrobat die Finger wund. Harter Brocken mit vielen Wechseln hin und her, dennoch wird man nicht durch viel zu überladene Soundfragmente überrollt. Dafür haben die Jungs ein Händchen um es Kompakt in eine Nummer zu geben und unterm Strich dennoch verdaulicher klingen zu lassen. Sehr Basslastig startet nun „Primitive Instinct“ und gleich nach etlichen Sekunden macht sich das Satanic Thrash Metal Kommando auf um alle zum Dämonen tanz zu versklaven. Dabei rotz der Frontamann wieder herrlich und passend daher und dabei versprühen, trotz der dunklen Thematik die Herrschaften viel Charme. Bestes Speed Thrash Kraftfutter welches uns hier mit einem gehörigen Härtegrad vor den Latz geknallt wird. Eine gute, wenn auch etwas groovendere Weiterführung findet nun in Form von „Pure Fucking Hate“ statt. Guter Shaker Track der uns hier von den Herrschaften geboten wird. Vor allem alte Slayer Fans dürften hier viel Gefallen an dem Stück finden. Old School Schätze wo man nur hinblickt und dabei wirkt kein Golddukaten etwa abgegriffen. Nein, denn Omission wissen wie man mit viel Eigenständigkeit sich sein eigenes, bemerkenswertes Lebenszeichen setzt. Zwar kommen Parallelen auf, dennoch wird das eigene Ding kompromisslos durchgezogen. Ein kurzer Thrasheinschlag der besonders dunklen Seite wird uns nun mit „Questions*“ geboten. Deutlich europäischere Pfade aus den alten Thrash Tagen werden hier eingeschlagen und dabei macht es genau das dunkle Flair aus das man hier quer durch die Bank versprüht. Auch vom Gesamtsound klingt das Stück etwas roher und ungeschliffener, was dem ganzen noch die Krone aufsetzt. Deutlich klarer und ausgereifter strukturiert wird uns nun „Satanic Feelings“ in den Rachen geschoben. Gute Thrashgranate mit vielen Wechseln im Tempobereich. So tendiert man hier immer wieder hin und her zwischen galoppierenden und stampfenden Gefilden und der Spalt wird nahtlos mit einigen Melodieschüben verknüpft. Zum Schluss gibt es mit dem Circle Pit Track „V.P.A.“ noch einmal komplett Schmackes für die Fanschaar. Ordentlich, mit viel Tempo angereicherte Thrash Metal Granate die immer wieder mit ganz kurzen Stopps versehen wurde, bevor man dem geneigten Hörer in den Allerwertesten tritt.

Fazit: Guter Thrash Metal Happen mit vielen Erweiterungen. Old School Freaks und Kuttenträger müssen das Teil haben und werden zu den Klängen wie von der Tarantel gestochen abgehen.

Tracklist:

01. Bestial Blech 00:04
02. God Bring You Down 03:43
03. Traitor 04:46
04. Legions of Youth 06:32
05. Satanicspeed Thrash Metal 03:01
06. Primitive Instinct 04:07
07. Pure Fucking Hate 05:17
08. Questions* 02:59
09. Satanic Feelings 05:24
10. V.P.A. 05:59

Besetzung:

Miguel A. Hernanz „Patillas“ (voc & guit)
Marco Marouco (guit)
ulio Rico „Julito“ (bass)
Juanjo Rico (drums)

Internet:

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The Project Hate MCMXCIX – Lustrate Process

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Band: The Project Hate MCMXCIX
Titel: Lustrate Process
Label: Vic Records
VÖ: 2009
Spielart: Industrial Death Metal
Bewertung: 4/5
Written by: Robert

Diabolischen Industrial Death Metal habe ich heute mit The Project Hate MCMXCIX aus Schweden für euch parat. Für all jene die mit christlichem Schnick Schnack kein auskommen haben, werden mit dieser Truppe ihre helle oder besser gesagt dunkle Freude haben. Jörgen Sandström (vco), Jonna Enckell (voc), Lord K. Philipson (guit, bass, programming), Anders Bertilsson (guit) und Thomas Ohlsson (drums) ballern uns mit ihrem antichristlichen Death Metal einen gehörigen Bolzen um die Ohren, welcher mit etlichen Beschwichtigungen seitens Jonna bzw. etlichen Arrangements verfeinert wurde. „Lustrate Process“ nennt sich das nunmehr siebte Langeisen welches via Vic Records zu haben ist.

Recht monumental wird das Album mit „Descend Into The Pits Of Eternal Possession“ eröffnet. Satte 12:55 Minuten Spielzeit hat man sich hier eingeräumt die man vollends ausnützt. Wenn man vielleicht glauben mag bei so einer langen Spielzeit vergeht die Zeit langsam der Irrt. Durch viele Ideen und Experimente die man immer wieder brutal auseinandernimmt klingt die erste Nummer äußerst interessant und man fragt sich immer was wohl als nächstes an der Reihe ist. Somit ist diese dunkle Death Metal Oper ein wahrer Hörgenuss den man Note für Note genießen sollte. Mit „You Come To Me Through Hell“ schiebt man uns gleich den nächsten Härtebolzen in den Rachen. Wohlgemerkt hat man hier mehr den härteren Bereich für sich entdeckt und dieser wird mit erstklassigen Riffs und Solis verfeinert. Die sanften Unterbrechungen mit der Frontdame gehen einem nicht auf die Eier, vor allem weil Mrs Enckell nicht einen auf Soprano oder Singnachtigall macht. Nein eher im mittleren Bereich zeigt sie hier ihre Gesangskünste und versüßt uns so unser Düsterherz. Deutlich orchestraler und bombastischer geht es nun mit „See The Filth Become Flames In This Furnace“ weiter. Die Frontdame dominiert hier weites gehend das Geschehen und wird von ihren männlichen Kollegen im besten Bretterstil begleitet. Doch auch der Grunzkamerad darf hier wieder sein böses Spiel treiben. Das gewisse etwas sind die geilen Doomriffs die man immer wieder vom Stapel lässt. Eine durchwegs breitgefächerte Linie wird hier geboten und so kommen alle zum Zuge gemäßigte, als auch bretternde Rhythmusfreaks bekommen hier ein sehr leckeres Menü geboten, welches man mit etlichen Synthy als auch bombastischen Arrangements angereichert hat. Sehr düster und schaurig, mit klassischem Klavierspiel dient bei „Our Wrath Will Rain Down From The Sky“ als Eröffnung. Doch nach etlichen Sekunden steuert man, wenn auch kurzzeitig gemäßigte Tempogewässer an. Im sehr groovigen Bretterstil wird hier weiter musiziert und die klassischen Bombastarrangements hat man hier fast komplett über Bord geworfen. Somit klingt das ganze etwas ungeschliffener und wird nur durch einige Verzerrungen, mit einem gewissen progressiven Touch lückenlos geschlossen. Superbe Mischung mit vielen Rhythmuswechseln die uns hier die Schweden vorsetzen, doch solle man sich hüten den Jungs einen überladenen Sound unterzujubeln. Zu keinem Zeitpunk wird der Bogen überspannt. Auch wenn man niemals unter eine Spielzeit von unter sieben Minuten kommt. Mit einer Solieröffnung wird uns nun „The Locust Principles“ in den Rachen gestopft, welches eine donnernde, galoppierende Speednummer ist, welche man mit etlichen Thrash als auch Bombastanleihen verfeinert hat. Vor allem durch die guten Thrash Metal Rhythmen die man hier nahtlos mit dem herkömmlichen Gesamtsound verbunden und durch die Bombastschiene entpuppt sich dieser Hammerschlag zu meinem persönlichen Favoriten. Wie ein startendes Triebwerk geht es nun mit „Arise To His World Of Infamy“ erst nach und nach zündet man die Stufen und die Thrashigen Gefilde und die Soundausrichtung vom Vorgänger hat man fast ähnlich, wenn auch rauer beibehalten. Dadurch klingt der Track etwas roher und ungeschliffener und macht ebenfalls viel Laune. Das besondere etwas sind auch hier die Brücken die man Nahtlos zwischen lieblichen Soundspielereien, Thrash Metal und Death Metal geschaffen hat. Zu guter letzt steht noch „The Burial Of Gods“ auf dem Speiseplan, welches mit einer Industrial – modernen Sounderöffnung versehen wurde, bei der die Frontdame erst einmal das Geschehen dominiert. Etwas mehr in die Göteborgschiene versucht man im Anschluss zu drängen, obwohl man hier nicht von einer eindeutigen Ausrichtung sprechen sollte. Dennoch sind doch einige Eckpfeiler diese Death Metal Sounds zu erkennen. Freunde von Herrn Van Drunen (Asyphyx und Hail of Bullets) wird sein Gastspiel hier erfreuen, bevor man nach dem melodischen Mittelteil zum finalen Endschlag ansetzt.

Fazit: Geiler Opus den man sich mal zu Gemüte führen sollte, jedoch beim Reinhören sollte man sich viel Zeit lassen, denn fürs schnelle Gehör sind diese schwedischen Vertreter nicht gedacht. Unbedingte Anspieltipps sind Track Nr. 5 und 6, bei denen man die Anlage vollends aufdrehen sollte.

Tracklist:

01. Descend Into The Pits Of Eternal Possession 12:55
02. You Come To Me Through Hell 08:55
03. See The Filth Become Flames In This Furnace 08:20
04. Our Wrath Will Rain Down From The Sky 08:36
05. The Locust Principles 09:09
06. Arise To His World Of Infamy 09:41
07. The Burial Of Gods 07:01

Besetzung:

Jörgen Sandström (voc)
Jonna Enckell (voc)
Lord K. Philipson (guit, bass, programming)
Anders Bertilsson (guit) und Thomas Ohlsson (drums)

Internet:

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MACBETH – Gotteskrieger

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Band: MACBETH 
Titel: Gotteskrieger
Label: Massacre Records
VÖ: 2009
Genre: Heavy Metal
Bewertung: 4/5
Written by: Robert

Da haben sich die Herrschaften von Massacre Records ein gehörig altes Eisen ins Boot gezogen. Macbeth fungieren mit ihrer Musik ja schon etwa seit 1985. Mag auf der einen Seite unspektakulär klingen, doch wenn man sich mit der Geschichte im Heavy Metal genauer befasst wird man feststellen das die Herrschaften aus Thüringen keinen einfachen Start hatten und bereits unter dem wachsamen Auge des MFS (Ministerum für Staatssicherheit) mit ihrer Musik gegen das Establishment der DDR angekämpft hatten. Nach dem Fall des eisernen Vorhanges war es etwas ruhiger geworden um die Herrschaften und nur ein Full Length Album aus dem Jahre 2006 lies dich Burschen nicht vollends vom Bildschirm verschwinden. Nun ist es soweit mit 24.07.09 steht das zweite Lebenszeichen mit dem Namen „Gotteskrieger“ in den Startlöchern. Olli Hippauf (voc), Ralf Klein (guit), Alexander Kopp (guit) und Hanjo Papst (bass) und Patrick W. Engel (drums) zelebrieren auch diesmal räudigen Heavy Metal mit einer raueren Thrash Kante und dazu gibt es noch deutsche Lyrics. Findet man so bzw. in dieser Genreschublade doch eher selten.

Mit der Schnittmenge grooviger, shakiger Thrash Musik wird das Album mit „Unter Dem Beil“ gestartet. Recht bretterndes Stück das uns hier geboten wird und die deutschen Lyrics passen hierzu wirklich außerordentlich gut. Kürzer rockt man im rauen Bereich, bevor man immer wieder als temporäre Weiterführung deutlich mehr an Fahrt hinzu gewinnt. „Hunde wollt ihr ewig leben“ ist ja für Geschichtsinteressierte nicht unbekannt, dieser Ausspruch stammt ja von einer gewissen Person während des zweiten Weltkriegs. Wie auch immer an zweiter Stelle ackert der Trupp hier sehr räudig und rotzig. Man tingelt immer wieder vom durchwegs bretternden Gesamtsound kurzerhand in etwas heroischere Refraingefilde hin und her und zu den Texten kann man sich sehr gut an den Film von Frank Wisbar aus dem Jahr 1959 erinnern. Die Thematik Krieg, Leid, Tod und menschenverachtende Gefühle hat man hier wirklich sauber, musikalische in Szene gesetzt. Ruhig und dennoch mit einem gewissen Düsterfeeling wird nun „Das Boot“ eingeläutet, welches kurzerhand mit einer ordentlichen Doomwand weiter geführt wird. Die Filmmusik zum gleichnamigen Film dürfte wohl jedem bekannt sein und diese Fragmente dienen diesem Stück öfters als Hintergrundsound. Sehr satt und rau wird aber im Vordergrund dahin gedonnert was das Zeug hält. Auch hier wird sehr viel Hass versprüht, wobei auch einige Ängste der damaligen U-Boot Besatzungsmitgliedern wieder gespiegelt werden. So tendiert man des Öfteren in einen kürzeren Black Metal Gitarrenbreak, bevor die Mannschaft aus den Tiefen der Ozeane wieder vorstößt und zu einem neuen Angriff startet. Gutes Gebräu aus Black, Thrash und teils melancholischen Soundfragmenten welche sehr druckvoll aus den Boxen dröhnen. Rech düster und beschaulich ist auch die Einleitung von „Golgatha“ ausgefallen, wobei es der Titel schon erahnen lässt geht es hier sehr orientalische zu. Dies wird auch beim deutlich flotteren Nachschub klar weiter gefahren. Dadurch hat man eine sehr stampfende, hasserfüllte Nummer geschaffen die durch ihre groovenden Breaks ordentlich in die Magengegend vorstößt. Auch hier kommt wieder die Geschichte den Vorzug, wobei man aber hier das Rad der Zeit deutlich weiter und zwar zurück in die Antike dreht. Noch um Ecken verhaltener wird nun „Vater“ nachgeschoben. Dieses kürzere Instrumentalstück verschafft kurzerhand etwas Zeit für einen Soundgenuss in entspannter Lage. Mit „Gotteskrieger“ beehrt man uns mit einem Song, welcher von den Lyrics her up to date ist. Vom Tempo rotieren die German Heavy/Thrasher wieder deutlich speediger daher und verlassen die Bretterschiene nur kurz für den Chorlastigen Refrainteil, der einmal mehr wieder sehr heroisch ausgefallen ist. Als Zugabe soliert die Gitarrenfraktion und bietet noch etwas mehr für den Melodieschub. Mit „Maikäfer flieg“ geht es nun weiter und man galoppiert hier sauber und flott dahin und nur für einige lieblichere Ausbrecher wird dies abgelöst. Der Titel sagt es schon aus, hier hat man das alte Volkslied aus dem dreißigjährigen Krieg mit eigenen Texten komplettiert und das klingt räudig und dadurch röhrt der Trupp hier ordentlich dahin. Superbe Vermengung von alten Songtexten des Stücks und eigenen Ideen die man zu einer facettenreichen Mischung zusammengefasst hat. Mit einer ordentlichen Doom Gitarrenwand wird nun „Mein kleiner Soldat“ eingeläutet doch gleich im Anschluss prescht man wieder deutlich flotter dahin. Hier fasst die Mannschaft die Thematik Kindersoldaten und die Verbrecher die Kinder zu solchen Taten anstiften sehr gut auf. Sehr menschenverachtend und streckenweise sehr melancholisch wird dies musikalisch umgesetzt und so hüpft die Formation hier ständig hin und her von brettenden in kürzere schleppende Breaks. Wieder deutlich in der Zeit zurück geht es nun mit „Totentanz“, wobei man hier durchwegs im doomig, stampfenden Gefilden verbleibt und nur kürzer ausbricht. Hier allerdings wird ordentlich Stoff gemacht und da rotieren die Thüringer ordentlich dahin. Abgerundet wird das Machwerk mit der sehr eisigen Nummer „Am Grab“. Viele düstere Gefühle setzt man hier musikalisch um und das mit einer brachialen Gitarrenarbeit die einige parallelen zu manchen Black Metal Sachen aufkommen lassen. Dennoch man bleibt der Linie durchwegs treu und nur durch die Gitarrenarbeit kommt eben das beschriebene Feeling auf.

Fazit: Herrlich, erfrischendes Material das uns hier aus dem Osten Deutschlandes geboten wird. Die deutschen Lyrics lassen laut aufhorchen und dabei bekommen vor allem viele Neugierige bzw. Geschichtsinteressierte eine musikalische Reise geboten. Sauber kann man dazu nur sagen und sollte man sich zu Gemüte führen. Diese Herrschaften haben dadurch eigene Wege eingeschlagen und dazu kann man den Burschen von Macbeth nur gratulieren.

Tracklist:

01. Unter Dem Beil
02. Hunde wollt ihr ewig leben
03. Das Boot
04. Golgatha
05. Vater
06. Gotteskrieger
07. Maikäfer flieg
08. Mein kleiner Soldat
09. Totentanz
10. Am Grab

Besetzung:

Olli Hippauf (voc)
Ralf Klein (guit)
Alexander Kopp (guit)
Hanjo Papst (bass)
Patrick W. Engel (drums)

Internet:

MACBETH Website

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Narnia – Course of a generation

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Band: Narnia
Titel: Course of a generation
Label: Massacre Records
VÖ: 2009
Genre: Power Metal
Bewertung: 4/5
Written by: Robert

Viel Wasser ist den Bach runter geflossen seit die Schweden Narnia das letzte Mal vorstellig geworden sind, um der Metal Welt ihren christlichen Power – Neoclassical Metal zu offerieren. Seit „Enter the Gate“ sind fast vier Jahre verstrichen und nun sind German Pascual (voc), Carljohan Grimmark (guit), Andreas Olsson (bass) und Andreas Johansson (drums) wieder da und haben mit 24.07.09 „Course of a Generation“ für die Fanschar parat. Wer die Schwedenjungs kennt weis, dass man auch hier die satte Vollbedienung in Sachen vollendeten Melodiegenuss serviert bekommt.

„Sail around the world“ wird gleich ohne Kompromisse durch die Boxen gejagt. Wobei ich hier erstaunt feststelle dass die Burschen aus dem Wasaland wieder einen deutlich, härteren Zacken zugelegt haben. Passt den Jungs sehr gut und man gewinnt spätestens nach etlichen Sekunden an ordentliche Fahrt und galoppiert dann durchwegs dahin, um sich nur durch einige Melodieschübe kürzer von der besänftigenden Seite zu zeigen. Im raueren, groovigen Rockstil wird nun „When the stars are falling“ nachgeschoben. Der raue Rocktrack mit etlichen melancholischen Schüben röhrt ordentlich und diese Mischung wird mit satten Melodielinien verstärkt und somit bekommt der Melodic Fan die volle Breitseite vorgesetzt und trotzdem zeigt man sich hier von der deutlich groovigeren Seite. Die stampfenden Gewässer werden dann kurzerhand mit „Curse of a generation“ verlassen und man schippert hier im schretternden Power Metal Stil dahin. Melodielinien gibt es auch hier am laufenden Band, wobei aber die speedigen Power Metal Trademarks mehr die Oberhand gewinnen und diese auch fest, dominieren. Nach dem flotten Vorgänger begibt man sich mit „Scared“ etwas mehr auf besonnenere Pfade und dort verweilt man auch fast durchgehend. Nur durch einige groovende Gitarrensachen wird verhindert dass man es hier mit einer kompletten Ballade zu tun hat. Durch die moderne Soundausrichtung hat man ein dezenteres Stück mit vielen rauen Ecken und Kanten auf den Silberling gepackt und damit versprüht man viel Charme. Die ruhigen Gewässer bombardiert man mit dem folgenden „Kings will come“. Dieser flotte Kracher den man uns hier vorsetzt macht viel Dampf und wirbelt ordentlich Staub auf. Raue, erdige Linien werden hier mit schönen Melodiestrukturen fusioniert. Gute Schnittmenge zum Headbangen zu denen man auch die Melodielinien vollends genießen kann. Deutlich herber ist die Weiterführung bei „Rain“ ausgefallen. Dieser raue, flotte Rocktrack wurde zwar auch mit satten Melodien angereichert, wobei diese aber dezenter eingesetzt wurden und der rohe Gesamtsound die Zügel fest im Griff hat und man hier eine gehörige Röhre auf das Langeisen gestanzt hat welcher mit viel Groove daher kommt. Von der Machart recht ähnlich ist nun „Armageddon“ ausgefallen wobei man hier auf das Erfolgsrezept oftmaliger Wechsel zurück greift und dadurch einen breiten Grat zwischen donnernder Härte und sanften Pausen verbindet. Die Zugabe wird uns mit etlichen Chorrefrainpassagen geboten die sehr amtlich und druckvoll aus den Lautsprechern dröhnen. Sanft geht die Reise nun mit „One way to freedom“ weiter. Die Einleitung ist wie ein warmer Herbstwind und wird von viel Synthysound begleitet. Die sanften Gewässer werden auch nicht wirklich verlassen, auch wenn man etwas mehr Tempo hinzugefügt hat. Somit servieren uns Narnia hier eine recht homogene Halbballade. Passend wird nun mit „Miles away“ deutlich mehr druck gemacht und man verlässt die sanften Gefilde um fortan wieder flotter zu werken. Wobei man aber auch weiterhin auf lieblichere Melodien nicht verzichten will und dadurch ein flottes Melodic Stück geschaffen hat, welches nur durch erdige Gitarrenausbrüche komplettiert wird. Mit einem Gewitter und lieblich, klassischem Klavierintermezzo läutet man den Rausschmeißer „Behind the curtain“ ein. Selbiger entpuppt sich aber nach spätestens nach etlichen als gute Mischung im flotteren Melodic Rock und dieser Linie bleibt man durchwegs treu und offeriert uns den gewissen Härtegrad nur durch einige bis dato bekannter eingesetzte Gitarrenelemente, welche mit einigen bombastischen Soundarrangements auf einen Nenner gebracht wurden.

Faizt: Narnia haben es wieder einmal geschafft die Melodic Metal bzw. Power Metal Fans gleichermaßen zu bezaubern. Wer auf satte Melodien, mit vielen raueren Bereicherungen steht sollte sich den Releasetermin gleich vormerken. Durch etliche Einfälle klingt man herrlich erfrischend und sticht dadurch aus der breiten Masse der Bands locker raus.

Tracklist:

01. Sail around the world 3:40
02. When the stars are falling 4:22
03. Curse of a generation 3:55
04. Scared 3:35
05. Kings will come 4:02
06. Rain 4:17
07. Armageddon 4:11
08. One way to freedom 4:19
09. Miles away 4:48
10. Behind the curtain 5:03

Besetzung:

German Pascual (voc)
Carljohan Grimmark (guit)
Andreas Olsson (bass)
Andreas Johansson (drums)

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Butcher – Iron Tiger

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Band: Butcher
Titel: Iron Tiger
Label: Selfreleased
VÖ: 1996
Genre: Heavy/Power/Epic Metal
Bewertung: 4/5
Written by: Robert

Die neue Frontdame der amerikanischen Band Butcher hat sich bei uns gemeldet und uns das erste Werk ihrer neuen Kollegen zugesandt. Das Machwerk „Iron Tiger“ ist zwar schon älteren Datums, dürfte aber in unseren Breitengraden eher wenigen was sagen. Herber Doom/Power Metal wird hier von Stoneage (bass & voc), Joel Myers (guit), C.T. Fritts (guit) und Gary Sheehan (drums) praktiziert. Bevor nun das erste Machwerk mit Lil Tang als Sängerin rauskommt, werde ich diesen Output mal genauer durchleuchten.

Unter dröhnenden Panzergeräuschen erschallt auch schon der erste Track Namens „Iron Tiger“. Eine flotte, galoppierende Nummer mit etlichen Doom Anleihen, welche man kompakt und nicht zu zäh vermengt hat. Durch diese Mixtur hat man einen doch recht flotten, dreckigen Bangertrack geschaffen. Mr. Stonage rotzt hier ordentlich ins Mikro und wird immer wieder durch rotzende Solieinschübe unterbrochen, bevor die Amis mit dem Panzer wieder dahin brettern und etliche Riff Geschosse abfeuern. Mit einer Drumeinlage, die einem Aufmarsch gleichkommt dröhnt von ähnlichem Kaliber wie der Vorgänger „I Am You“ aus den Boxen. Die Doomanleihen hat man nun noch mehr in den Hintergrund gestellt, dafür gibt es nun eine rotzend, schleppende Nummer mit vielen rauen Ecken und Kanten, die des Öfteren durch flottere Ausbrecher abgelöst werden. Deutlich härter fungiert hier der Fronter und streckenweise brüllt er gewaltig ins Mikro dass man schon Angst bekommen könnte. Auch klarere Solieinschübe hat man hier verwerkt die passend als Abwechslung fungieren. Sehr klar erschallt nun „Steal Your Soul“, bei dem man eindeutig klarere Wege bestreitet. Erinnert mich persönlich an alte Tracks der Alben Iron Maiden und Killers. Auch der Doomfaktor wurde hier wieder deutlich nach oben gedrückt, obwohl man selbigem nicht vollends frönt. Lediglich einige Anleihen hat man hier dem Gesamtsound beigemengt und die daraus resultierende Mischung hat es ordentlich in sich. Noch mehr an alte NWOBHM Legenden angelehnt ist nun „Covergirl Rocker“ und als Zusatz kommen kleinere Brisen aus dem Punk Bereich. Mit einem recht beachtlichen Tempo wird hier gewerkt und auch für die Fäustereckfraktion gibt es im Chorrefrainteil etwas zu entdecken. Schöner Rotzrocker, mit einigen punkigen Anleihen und zum Rhythmus kann man amtlich abshaken was das Zeug hergibt. Mit „Razor Eater“ wird erst einmal die Notbremse gezogen und es wird hier deutlich schleppender gezockt. Diese Kurskorrektur geht bis tief in die Magengegend und wühlt dort ordentlich auf. Vor allem der Gitarrensound ist einfach genial auf den Punkt gebracht. Die Herrschaften haben einfach ein Händchen wie man tiefer getrimmte Gitarren amtlich klingen lassen muss. Ruhig, beschaulich im klaren Gitarrensound ertönt nun „Frankenstein“. In der ruhigen Ecke verharrt man auch erst einmal länger und das erinnert mich ein wenig an Uriah Heep und andere Old School Rockhasen. Im klaren traditionellen, ruhigen Rocksound wird auch weiterhin gute Kost geboten die man in entspannter Lage genießen kann. Lediglich wird man halt immer wieder durch kurze Ausreißer dem beschaulichen zuhören entrissen. Wie ein Messerstoß dröhnt nun „When Darkness Calls“ durch die Boxen. Eine brachiale Gewalt im Doomsound der schnelleren Art, bei der sich der Frontmann immer wieder das innerste rausbrüllt. Durch den durchwegs analogen Sound klingt man sehr Old Schoolig, wobei man sich aber hüten sollte zu glauben es handelt sich hier um eine altbackene Truppe. Nein dies nicht, jedoch frönt man recht gerne alten Traditionen. Mit einem recht beachtlichen Tempo blasen uns Butcher nun „Knight Of The Wulf“ durch die Gehörgänge. Flottes Doomrock Nümmerchen, welches mit einigen Chorrefrains komplettiert wurde. Gute Nummer um seine Rübe durchzuschütteln. Vor allem der 80er Sound macht das Album zu einer wahren Perle und da denkt man wirklich es handle sich hier um einen Output aus den frühen Achtzigern. Mit viel Gestöhne wird nun „Total Submission“ eröffnet. Danach gibt es wieder die Vollbedienung. Dem Vorgänger etwas ähnelnd, wobei man aber hier das Tempo deutlich gedrosselt hat und hier im dreckig, rauen, flotten Midtempogefilde weiter fungiert. Immer wieder gibt es einige druckvolle Passagen wo man glaubt, jetzt gibt es ein Donnerwetter. Dennoch fest hält man auch weiterhin am bereits eingeschlagenen Weg fest. Genau zum richtigen Zeitpunkt schiebt man nun „B.O.H.I.C.A.“ nach. Eine rotzfreche, mit viel Geschwindigkeit ausgestattete Nummer die man hier an die zehnte Stelle gerückt hat. Auch hier kommen etliche Einflüsse eindeutig aus der NWOBHM Szene und diese hat man mit einigen Elementen aus dem traditionellen, amerikanischen Metalbereich verbunden. Dies dürfte vor allem alte Kuttenträger erfreuen und man wird zu dem Track ordentlich abgehen. Die Schiene verlässt man auch bei „Tempter“ nicht und man ähnelt hier der Vorgängernummer sehr verdächtig. Wobei man hier als Abänderung etwas mehr das Tempo gesteigert hat und immer wieder hin und her wechselt. So gibt es auf der einen Seite gute Elemente aus dem NWOBHM Bereich, den man immer wieder durch viele amerikanische Metal Elemente aus den 80ies und zusätzlich einige Doom Anleihen auf einen Nenner gebracht hat. Das zeugt von viel Können und Potential und vor so einer Leistung kann man sich nur verneigen. Bei den ersten Tönen von „Ground Zero Child“ dachte ich schon es handle sich um den Led Zeppelin Gassenhauer „Stairway to Heaven“. Nein dies nicht, wobei man es hier sehr ähnlich angeht. Auch wenn dieser Track deutlich rotzender aus den Boxen schallt verbleibt man hier auf der Altrockschiene. Bei mehrmaligem durchhören entpuppt sich der Song als absolutes Schmankerl und man startet immer wieder einen erneuten Lauschangriff. Wie eine Running Wild Nummer aus alten Tagen wird im besten Stile „Follow Me“ nachgeschoben. Vor allem durch den sehr rauen Old School Gesamtsound macht man hier von sich reden. Erinnert einen dann sehr stark an Alben wie „Gates of Purgatory“ bzw. „Branded & Exciled“. „Dark Season“ ist da von einem ganz anderen Kaliber. Zum Schluss verlässt man noch einmal die alte Schiene und begibt sich erst einmal auf einen klareren Pfad. Doch auch weiterhin klingt jede Nummer der Amis wie eine ungeschliffene Perle. Wenn man es hier auch deutlich klarer anpackt als man es bei einigen anderen Songs des Albums getan hat.

Fazit: Wow ganz schön beeindruckend was die Burschen von Butcher hier abgeliefert haben. Mit einer guten Portion Motivation haben diese Jungs es geschafft alte Traditionen in die Jetztzeit zu befördern und dennoch klingt das Ganze nicht zu altbacken. Somit dürfen wir schon richtig gespannt sein wie es mit der neuen Fronterin weitergeht. Wenn man es weiterhin so anpackt wie auf diesem Album, wird man sich in kürzester Zeit bei vielen True Metallern einen guten Platz erspielen können.

Tracklist:

01. Iron Tiger
02. I Am You
03. Steal Your Soul
04. Covergirl Rocker
05. Razor Eater
06. Frankenstein
07. When Darkness Calls
08. Knight Of The Wulf
09. Total Submission
10. B.O.H.I.C.A.
11. Tempter
12. Ground Zero Child
13. Follow Me
14. Dark Season

Besetzung:

Stoneage (bass & voc)
Joel Myers (guit)
C.T. Fritts (guit)
Gary Sheehan (drums)

Internet:

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Butcher @ Facebook

Butcher @ MySpace

P.A.I.N. Management – Lobotomy

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Band: P.A.I.N. Management
Titel: Lobotomy
Label: STF Records
VÖ: 2009
Genre: Metal/Rock
Bewertung: 4,5/5
Written by: Robert

Treibender, grooviger Unique Metal steht heute zur Rezension an. Die Truppe nennt sich P.A.I.N. Management und werkelt schon seit 2007 zusammen. Herbe knackige Groove Anleihen vermischen die Schwelmer recht gekonnt mit satten Synthy Sounds. Streckenweise kommt das Gemisch von Patrick (guit), Andre (bass), Christian (drums), Andreas (keys & sampling) und Markus (voc) wie eine moderne Power Metal Schlagseite daher, doch einfach in diese Schublade zu stecken wäre für die Spielart zu wenig. „Lobotomy“ ist also für all jene die auf einen guten Querschnitt des Modern Power Metal stehen, welcher aber noch reichhaltig ergänzt wurde.

Mit einem elektronischen Anfang warten die German Boys bei „I Disagree“ auf. Sehr modern und experimenteller Beginn der sehr interessant und verspielt klingt. Doch gleich darauf springen die Jungs in die Presche und zocken wesentlich herber und grooviger. Das Tempo passt man dieser Technik sehr gut an und das Mischergebnis klingt trotz der Synthy und Tastenspielereien sehr rau und schroff. Gut durchdachtes Stück mit vielen scharfen Ecken und Kanten und streckenweise hobelt man sehr flott dahin und bei diesen Parts kann man geneigt die Rübe schütteln.

„Weak“ beginnt sehr düster und man macht hier nicht das was der Titel aussagt. Eher im Gegenteil die bekannten Roots fährt man weiterhin stark und dabei lässt man es hier erst nach und nach krachen. Schlussendlich ist man aber bei einer Linie angelangt die einem den Atem raubt und diese ist sehr stampfend ausgefallen. Die Burschen wissen wie verspielte Songs klingen müssen und trotzdem sehr ausgewogen klingen müssen. Man steigert hier sehr gekonnt das Interesse mit vielen Breaks und Eckpfeilern die man gekonnt mit einem breiten Spagat verbindet.

Mit einer komplett flotten Maschinerie wartet man gleich im Anschluss bei „Serious“ auf. Tolle Geschütze die aus allen Rohren feuern. Zwar legt man einen richtig gehenden Speed Start hin, trotzdem ballert man hier nicht stupide dahin. Durch eben diese leichten Hänge zu wechselnden Power, Progressive und Thrash Rhythmen erinnert mich das Ganze ganz leicht an Stygma IV.

Ein klassisches Klavierstück begrüßt den Hörer bei „Bleed Forgiveness“. Sehr leidend und schleppend vollzieht man hier den Weitergang. Durch Grooves und Synthy Einflüsse arbeitet man sich bis in das letzte Eck des Gehörganges vor und dort hämmert das Mischergebnis enorm.

„Arpeggio“ wird kurz experimentell begonnen, weiter geht es aber wesentlich simpler. Sicher behält man es sich vor gewisse Seitenhiebe zu setzen. Doch alles in allem klingt das im Gegensatz zu den Vorgängerstücken einfacher gestrickt.

Wesentlich bombastischer schallt nun die Einleitung von „Dark Star“. Weiter geht es mit viel Tempo unterm Hintern und eben den zu Beginn bereits verarbeiteten Bombasteinflüssen. Doch die Jungs wissen wie man es weiterhin interessant und abwechslungsreich klingen lassen muss. Sehr vielschichtige Klänge fördert man hier zu Tage. Beeindruckend was uns hier geboten wird und das klingt wie eine Achterbahnfahrt.

Glockenläuten, begleitet von düsterem Synthysound geleitet uns in den Nachfolgesong „Open Knife“ ein. Dieses opening vollzieht man etwas länger und dadurch klingt der Song ganz schön schwarz eingefärbt. Melancholie trifft hier auf tiefgründige, dunkle Gefühle und das hat man glanzvoll klanglich umgesetzt.

Mit einem klassischen Flair startet man nun „Instrumental“. Dabei macht man genau dass was der Titel aussagt. Man wartet hier mit experimentellen Wechseln und verspielten Breaks auf. Gut aber dennoch fehlen mir hier persönlich die ausdrucksstarken Gesangslinien des Frontmannes.
Nahtlos mündet das Instrumental dann in die Folgenummer „Holy Vengeance“. Bretternder Song, der weiterhin mit viel schwarzgefärbter Rhythmik angereichert wurde. Man bleibt der abwechslungsreichen Linie treu und hier wird das mit viel Charme noch etwas breiter ausgebaut.

Ein sägendes Riff eröffnet nun „Massparade“ und hier macht man sich aber auch schon gleich daran kraftvoller und stampfender durchzustarten. Die dunkle Rhythmik etwas ins Abseits gestellt, werkelt man nun wesentlich grooviger und auch streckenweise rockiger. Sehr aufwiegelnder Song den man hier an vorletzter Stelle für uns parat hat.

„God“ steht zum Schluss und wird mit klaren Synthysounds vom Stapel gelassen. Vom Sound her wagt man hier eher den Schritt in klarere Gefilde. Sicher ist ein rauer Anteil noch immer ein Bestandteil, doch dieser wird immer mehr von klaren Momenten dominiert. Immer wieder gibt es herbe Kraftausbrüche und gleich im Anschluss geht man es kurzzeitig etwas besonnener an.

Fazit: Tolle Scheibe die uns hier gegönnt wird. Klangbild der Extraklasse mit einem Hang zu verspielten und experimentellen Erweiter- und Ergänzungen.

Tracklist:

01. I Disagree
02. Weak
03. Serious
04. Bleed Forgiveness
05. Arpeggio
06. Dark Star
07. Open Knife
08. Instrumental
09. Holy Vengeance
10. Massparade
11. God

Besetzung:

Patrick (guit)
Andre (bass)
Christian (drums)
Andreas (keys & sampling)
Markus (voc)

Internet:

P.A.I.N. Management Website

P.A.I.N. Management @ MySpace

Boanerges – Hora Novena

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Band: Boanerges
Titel: Hora Novena
Label: Selfreleased
VÖ: 2009
Genre: Power Metal
Bewertung: 4,5/5
Written by: Chris Egger

Es ist ja wohl nichts Neues, wenn man als Österreicher Bands aus Argentinien nicht kennt. So ist es mir auch bei der Power Metal Band Boanerges, die es doch schon seit fast 20 Jahren gibt, und ihrem neuen Album Hora Novena gegangen.

Nach dem gut 2-minütigen Intro Consumado Es, welches auch gut zu Nightwish passen würde, geht es gleich mit Un Mundo Differente in hohem Tempo los. Leichte Ähnlichkeiten mit Avantasia und auch Stratovarius kann man schon feststellen, ehe der Gesang von Gabriela Sepulveda dann schon eher in Richtung Sinergy geht. Etwas ungewohnt sind natürlich die spanischen Texte, macht den Gesamtsound aber durchaus interessant. Ein guter Start bei dem es überhaupt nichts zu kritisieren gibt. Beim Titelstück Hora Novena geht es dann schon etwas langsamer zur Sache, wobei man natürlich wieder Parallelen zu Sinergy ziehen muss. Etwas schräg klingt hier der Backgroundgesang, wäre wohl besser gewesen, wenn man darauf verzichtet hätte. Der Song kann leider nicht mit dem davor mithalten, trotzdem ist es aber solider Power Metal. Bei Todo Pasa Nadie Sabe tritt dann auch mal das dezent aber sehr gut eingesetzte Keyboard etwas mehr in den Vordergrund. Das Tempo wurde zum Stück vorher kaum verändert. Teilweise klingt man hier auch etwas progressive, eher man dann in der Mitte doch das Tempo etwas erhöht und auch mal ein Keyboard/Gitarren-Solo Duell liefert. Vor allem aber der Erhöhung des Tempos wird ein wirklich starker Power Metal Song daraus. Vidas Marcadas wechselt immer zwischen schnelleren und langsameren Parts und klingt auch in den langsamen Teilen schon relativ poppig. Trotzdem ist das Stück Live sicher sehr gut für die Stimmung. Weiters positiv zu erwähnen sind hier die Gitarrensoli in diesem Song. Mucho Max Por Vivir beginnt mit Klaviertönen, bei denen man schon eine Ballade erwarten kann. Auch nach Einsatz des Gesanges und der restlichen Instrumente wird klar, dass es sich um eine waschechte Power Metal Ballade handelt. Ich bin auch der Meinung, dass das Stück auch nicht schlecht auf ein Avantasia Album passen würde, wirklich sehr gut gelungen. Tierras Liberadas klingt nach kurzem Schlagzeug/Gitarren Intro schon fast nach Lacuna Coil. Hier gibt es schon große Ähnlichkeiten zu den Italienern, und das nicht nur zu Beginn lang (das Gitarrensolo mal ausgenommen). Nicht unbedingt überzeugend, es passt einfach nicht zu dem restlichen bisher gebotenen. Siglo Virtual klingt instrumental wie eine schlechte Nightwish Kopie, bis jedoch durch den Refrain eine nicht so schlechte Power Metal Nummer daraus wird. Kann mich leider nicht überzeugen. Mit Klavier und Streichern geht es dann mit El Valor Del Presidente weiter und wieder wird klar, dass es sich um eine Ballade handelt. Zum ersten Mal werden auch Akustikgitarren verwendet um das Ganze noch etwas ruhiger zu halten. Der Einsatz von Schlagzeug und dem Einbau eines Gitarrensolos ändert auch nichts an der Tatsache, dass es sich doch auch um ein Stück irgendeines Popsternchens handeln könnte. Erst der Einsatz der verzerrten Gitarren und einer kleinen Erhöhung des Tempos lässt dann schon eine Zuordnung zu einer Metalband zu. Extrano Quijote geht dann wieder mit hohem Tempo weiter und lässt hier einen Vergleich mit Sonata Arctica und auch wieder Sinergy zu. Zum ersten Mal kommt auch mal eine männliche Stimme dazu, die aber nur kurz in Erscheinung tritt. Gegen Ende des Stückes kommen noch kleine Stücke Stratovarius dazu, ohne dass das Stück natürlich weiterhin sehr eigenständig klingt. Suena klingt vor allem durch die Keyboards wieder etwas nach Stratovarius, ohne wieder zu stark an die Finnen zu erinnern. Ein solides Power Metal Stück, das uns hier geboten wird, ohne jedoch großartig zu überzeugen. Das akustisch gehaltene La Profecia Complida ist dann eher langweilig und wirkt durch die übertriebenen Akustik-Gitarrensoli nicht unbedingt wie der perfekte Abschluss. Wieder könnte dieses Stück auch von irgendeinem Popsternchen gesungen worden sein.

Fazit: Durchwegs positiv was die Argentinier hier liefern, irgendwie merkt man doch die lange Erfahrung. Leider schweifen sie aber teilweise zu sehr in Richtung Pop ab, oder man klingt teilweise nach anderen Bands die eher nicht in ihrem Genre daheim sind. Trotzdem kann man mit Un Mundo Differente, die Ballade Mucho Max Por Vivir und teilweise auch Todo Pasa Nadie Sabe durchaus Highlights bieten. Leider ist auch mit La Profecia Cumplida ein überhaupt nicht zum Rest passendes Stück dabei.

Tracklist:

01. Consumado Es 02:36
02. Un Mundo Diferente 05:56
03. Hora Novena 04:32
04. Todo Pasa Nadie Sabe 04:47
05. Vidas Marcadas 04:30
06. Mucho mas por Vivir 05:41
07. Tierras Liberadas 07:06
08. Siglo Virtual 04:59
09. El Valor del Presente 06:28
10. Extraño Quijote 05:50
11. Sueña 06:04
12. La Profecia Cumplida (Acoustic)* 05:46

Besetzung:

Marcelo Rodríguez (bass)
Gabriela Sepúlveda (voc)
Gastón Morales (keys)
Walter Estébez (guit)
Javier Fracchia (guit)
Alberto Sabbatini (drums)

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Suzie Cries for Help – Scars of Memory

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Band: Suzie Cries for Help
Titel: Scars of Memory
Label: Terrasound Records
VÖ: 2009
Genre: Alternative Metal
Bewertung: 4,5/5
Written by: Robert

Mit 29.06.09 ist es nun endlich soweit, die österreichische Formation Suzie Cries for Help steht mit dem ersten Langeisen in den Startlöchern. In den legendären Räumlichkeiten des Hinterhof Studios wurde das Machwerk eingespielt. Mit dem Label Terrasound Records gestärkt wird man nun „Scars of Memory“ nun an den Mann/Frau bringen. Die Band selbst gibt es bereits seit 1998 und setzt sich aus Michael S. (g voc & guit), Christoph S. (guit), Bernd G. (drums) und Trojan B. (bass) zusammen. Viel Zeit hat man damit verbracht die Songs in Szene zu setzten und so ist das erste reguläre Lebenszeichen erst jetzt in trockenen Tüchern und reiht sich nahtlos in die Riege der qualitativ hochwertigen Bands aus unserer Alpenrepublik. Rock/Metal/Alternative nennen sie ihre Stilrichtung. Well beim ersten Reinhören werde ich nicht so recht fündig was die Betitelung Alternative wieder spiegelt. Gut vielleicht meint man eine Alternative zu herkömmlichen Power Metal/Rock Bands vielleicht, denn für meinen Eindruck spielen die Wiener Herrschaften streckenweise sehr erdigen Power Metal mit sägenden Gitarrenriffs, als auch groovenden Elementen.

Erstplatzierter Track des Silberlings ist „First Blood“ und von Beginn an offeriert das Quartett eine druckvolle Nummer im Power Metal Bereich. Stimmlich fungiert hier Michael astrein und der Bursche versucht erst gar nicht in ganz hohe Lagen vorzustoßen. Passt auch zu der Nummer besser, wenn er mit seiner eher rauen Stimme in Mikro röhrt. Trotz etlichen Power Metal Trademarks kommt viel Charme auf der das Ganze etwas moderner klingen lässt. Dennoch wird der Bogen nicht überspannt und man hat eine gute Schnittmenge im modernen, als auch traditionellen Soundgewässer gefunden. Im schönsten erdigen Rockgewand wurde nun „The Game“ an die zweite Stelle platziert. Zwar rückt man den Rhythmus an und ab in einen flotteren Bereich, wobei aber die als Eröffnung verwendete Rock – Stampf Adaption deutlich dominierend weiter verfolgt wird. Gerade deswegen kommt viel Groove auf, weiters sind einige gefühlvolle Einschübe verarbeitet worden die den Song sehr breitentauglich machen. Gute Mischung die hier durch die Boxen dröhnt und sich im Gehörgang festsetzt. Sehr einfühlsam schiebt man nun „Between“ nach. Einem verträumten Stück mit etlichen balladesken Soundelementen die, die Rhythmusfraktion sanft zum Besten gibt. Auch der Frontmann beweist dass seine Stimme auch im sanften Eck gut überzeugen kann. Liebevolles Stück das man bestens in entspannter Lage genießen kann, auch die raueren Ausbrüche ändern daran nichts. Die Fortsetzung hat man nun wieder etwas temporeicher mit „Stalker“ auf den Punkt gebracht. Wobei man hier aber den stampfenden Midtempobereich nur für kurze Ausflüge verlässt. Dadurch rotzt die Nummer deutlich mehr und der Rockfaktor der schnelleren Art kommt hier zum Einsatz. Dennoch zum Bangen ist der Song allemal geschaffen, wenn auch im besonnenen Bereich. Im Mittelteil gibt es noch einige Soli Spielereien und genau bei diesen verläst man die erdige Ausrichtung und serviert uns klare Melodiehappen zum herkömmlichen Menü. Die emotionelle Trasse wird nun mit „Deadly First Century“ weiter gefahren, wobei man hier aber nicht unbedingt im Balladenbereich sich nieder gelassen hat. Nein dies nicht, zwar ist der Track ebenfalls sehr sanft, dennoch wird hier zügiger gezockt. Zum Ende hin rockt die Truppe ordentlich flott das Haus und hat dadurch einen sehr guten Ausklang gefunden, der die Anpassung zum farbenbunten Soundklang dick unterstreicht. Nahtlos tischt man uns noch einmal eine ruhige Nummer auf, die sich „Time for Angels“ nennt. Hier allerdings zeigt man sich eindeutiger im besonnenen Bereich und lässt nur an und ab einige Gefühlsausbrüche vom Stapel, bevor man zu den balladesken Geleisen zurückkehrt. Weiter geht es mit dem erdigen Rockkracher „Inside“, bei dem man die erdigen und klaren Strukturen quer durchs Gemüsebeet stark verbindet. Kurze Stopps nutzt man immer wieder um im flotten, erdigen Rockbereich durchzustarten. Vor allem bei diesen Schüben kann man ordentlich aufrütteln. Deutlich mehr zum Shaken ist dieser Song gedacht, wobei man zu den Klängen aber ordentlich abtanzen kann. Mit „Dark Portion of your Life“ ist ihnen im wahrsten Sinne des Wortes eine Rockhymne gelungen. Vor allem die Gitarrenarbeit verleiht dem Ganzen noch einen Schuss in den Hymnenbereich. Zwar ist das Tempo ebenfalls eher im ruhigeren Gewässer angesiedelt, dennoch versprüht man durch die abwechslungsreiche Arbeit viel Hymnenecharakter und der dröhnt amtlich aus den Boxen. Mit „Borderline“ knallt man uns wieder einen schönen Nackenbrecher vor den Latz. Flottes Power Rock/Metal Stück und genau in diesem Genrestyle wechselt man immer wieder hin und her. Die Mischung hat man passgenau auf einen Konsens gebracht. Somit ist hier die Fusion von Rock als auch Metal Klängen sehr gut gelungen und die Chorvocals erinnern mich ein wenig an einige amerikanische, als auch europäische Szene Kollegen. Beendet wird das Machwerk mit „99Reasons“ wieder etwas ruhiger. Keine Ballade, aber etwas sanfter wird hier zum Ende hin noch einmal musiziert. Wobei man aber immer wieder flotter durchbricht. Schöne Abrundung für ein sauber produziertes Album.

Fazit: Schöne Mischung aus Österreich die uns hier von Suzie Cries for Help geboten wird. Mit selbiger kann man sich binnen kurzer Zeit, so bin ich sicher auch bei vielen Fans ins Herz spielen. Superbes erstes Lebenszeichen das muss man den Herrschaften lassen.

Tracklist:

01 First Blood
02 The Game
03 Between
04 Stalker
05 Deadly First Century
06 Time for Angels
07 Inside
08 Dark Portion of your Life
09 Borderline
10 99Reasons

Besetzung:

Michael S.(g voc & guit)
Christoph S. (guit)
Bernd G. (drums)
Trojan B. (bass)

Internet:

Suzie Cries for Help Website

Suzie Cries for Help @ MySpace