Band: U.D.O.
Titel: Dominator
Label: AFM Records
VÖ: 2009
Genre: Heavy Metal
Bewertung: 4/5
Written by: Robert

Sehnsüchtigst hat die Szene auf das neue Langeisen von der wohl bekanntesten Metal Stimme Deutschlands gewartet. Herr Udo Dirkschneider war wohl all die Jahre über mit seinen Alben wegweisend für viele junge Nachwuchskapellen. Nun ist es wieder soweit, pünktlich bevor der Sommer zu Ende geht steht „Dominator“ am 21. August via AFM Records in den Läden. Währendessen seine ehemaligen Kollegen von Accept auf eine Reunion hinarbeiten ist der gute Udo seiner Linie treu geblieben und das muss man ihm auch noch zu gute halten, wirkt bei diesem Unsinn nicht mit. Gemeinsam mit Igor Gianola (guit), Stefan Kaufmann (guit), Fitty Wienhold (bass) und Francesco Jovino (drums) wurde der „Infected“ Nachleger eingespielt. Also all ihr True Metal Liebhaber und Power Metal Freaks eure Stunde hat geschlagen kratzt die Kohle zusammen die vom Urlaub bzw. Festivals übrig geblieben ist und auf zum nächsten Händler eures Vertrauens um euch das Teil zu sichern.

Mit einer orchestralen Eröffnung, welche viel Düsternis versprüht wird „The Bogeyman“ eröffnet. Passend zum Titel würde ich hier mal anmerken geht es auch weiter. Mit düsteren Lyrics und hämmernden Rhythmen schallt dieser Stampfende Rocker aus den Boxen. Guter groovender Shaker der hier an die erste Stelle gerückt wurde. Nach all den Jahren hat Herr Dirkschneider nichts von seinem gesanglichen Charme verloren und auch 2009 krächzt er sich durchs Programm so wie wir in Lieben und Verehren gleichermaßen. Etwas bretternd ist nun der Nachbrenner „Dominator“ ausgefallen. Das gleichnamige Titelstück ist eine ordentlich sägende Röhre die mit viel Tempo aufwartet. Zurück geht es hier auf eine Reise zu den ersten Alben von U.D.O., denn genau auf diesen könnte der Track durchaus stehen. Somit heißt es nun Old School mit einer rauen, sägenden Breitseite zum Headbangen. Kuttenträger werden hier in Freudentränen ausbrechen. Recht schleppend, mit langatmigen Riffs schiebt man uns nun das stampfende „Black And White“ in den Rachen. Etwas moderner wurde nun der Sound in Szene gesetzt und eine große Portion haben hier einige Vocalpassagen abgekommen. Recht spritzig und erfrischend wirkt dies und bevor man den Bogen mit modernen Sachen überspannt prescht man wieder aus Reserve um dieses Wechselspiel quer durchs Gemüsebeet durchzuführen. Eine erdige, flotte Rockeinleitung gefolgt von einem Speed Bolzen ist nun „Infected“ geworden. Die Formation liefert uns hier einen klaren Old School Headbangertrack wie man ihn liebt. Fäuste recken mitgrölen heißt es hier, vor allem beim Refrainteil, der mit einer solchen Passage ausgestattet wurde. Mit einem Trommelwirbel ruft man nun zum „Heavy Metal Heaven“ auf. Stampfende Aufmarschmusik, das eine recht doomige Gitarrenbreitseite mit sich bringt schlägt hier ein. Die stampfenden Gefilde werden kurzzeitig um einige Nuancen gebremst, bevor man nun im hymnischen Gewässer weiter werkt. Eine Hymen wie sie eben nur von Udo und Co stammen kann und das im alten Stil ohne modernes Schnick Schnack. Die Fortsetzung mit „Doom Ride“ ist nach einer kurzen, verhaltenen Einleitung deutlich flotter ausgefallen. Flotte Midtemporhythmen schallen hier aus den Speakern die einmal mehr für ein geneigtes Bangen, als auch Fäusterecken gleichermaßen geschaffen ist. Doomig ist hier nur manches Mal der Gesang, denn im Prinzip behält man den beschriebenen Rhythmus durchwegs bei, welchen man nur für ganz kurze Stopps verlässt. Mit einer klassischen Klaviereröffnung und einem bombastischen Hintergrundsound wartet man nun beim folgenden „Stillness Of Time“ für uns auf. Keine Angst es geht gleich flotter weiter, auch wenn wir hier keinen Nackenbrecher bekommen. Eher eine hymnische Midtemponummer mit so viel Flair das es für 5 reichen könnte. Dieser monumentale Track klingt wie die Aufmarschmusik von Wrestlern bzw. Boxern und genau dieses Feeling versprüht man quer durch die Palette. Ständige Nachjustierungen garantieren für einen satten Hörgenuss und als zusätzlichen Bonus wurden einige Flamenco Gitarrenspielereien mit eingearbeitet, die sich nahtlos in das Stück einfügen. Ein flotter Rocker mit viel Funk unterm Hintern ist nun „Devil’s Rendezvous“. Auch einige blusige Anleihen haben hier Verwendung gefunden. Mag für Fanatiker ein Frevel sein, doch mit diesem fröhlich rockenden Stück sprängt man alle Ketten und weis uns mit vielen Neuerungen zu verwöhnen. Besinnlich stimmt man alte Krieger mit dem folgenden, teutonischen Kracher „Bleeding Heart“. Man jagt die Fanschar mit viel Geschwindigkeit vor sich her. Guter Bangertrack wie er im Buche steht und mit etlichen sägenden Melodieriffs komplettiert wurde. Ruhig und besinnlich ist nun der Abschluss bei „Pleasure In The Darkroom“ ausgefallen. Sehr monumentales Stück das man hier als Rausschmeißer für uns parat hat. Doch balladesk würde ich dies nicht bezeichnen, auch wenn man gediegene Midtempogewässer nicht verlässt.

Fazit: Liebe True und Power Metaller euer Stündchen hat geschlagen. Pflichtkauf und die Songs mit jeder Note aufsogen bis zum kompletten goldenen Gehörsturz.

Tracklist:

01. The Bogeyman
02. Dominator
03. Black And White
04. Infected
05. Heavy Metal Heaven
06. Doom Ride
07. Stillness Of Time
08. Devil’s Rendezvous
09. Bleeding Heart
10. Pleasure In The Darkroom

Besetzung:

Udo Dirkschneider (voc)
Igor Gianola (guit)
Stefan Kaufmann (guit)
Fitty Wienhold (bass)
Francesco Jovino (drums)

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Funkender sich als Chefredakteur bemühender Metalverrückter. Passion und Leidenschaft wurden fusioniert in der Verwirklichung dieses Magazins.

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