Alexi Laiho – „Wildchild“ Gone Forever

Alexi Laiho – „Wildchild“ Gone Forever

Alexi „Wildchild“ Laiho * 8. April 1979 in Espoo; † Ende Dezember 2020 in Helsinki

Alexi „Wildchild“ Laiho (Markku Uula Aleksi Laiho) weilt nicht mehr unter den Lebenden. Abermals hat unseren Planeten eine wahre Metal Legende verlassen. Unfassbar und hinterlässt definitiv in der Metalwelt eine tiefe Lücke. Desgleichen ist über die Gründe nicht wirklich was bekannt, außer dass der ehemalige CHILDREN OF BODOM Gitarrist und Sänger seit Längerem gesundheitlich zu kämpfen gehabt habe!

Geboren am 8. April 1979 in Espoo entpuppte sich bereits Alexi mit 14 Jahren, dass er es ganz nach oben bringen wird. Ein Gitarrenmagier in der Melo Death Szene, welcher mit seinem Spiel und seinen Scheiben, nebst genialen Live-Auftritten viele Nachwuchsmusiker nicht bloß beeindruckt hatte. Nein, darüber hinaus waren seine Songs und Spielweise ein Meilenstein in der Metal-Geschichte.

Als Gitarrist, Sänger und Hauptsongwriter der Band CHILDREN OF BODOM, Gitarrist und Hauptsongwriter bei SINERGY, Gitarrist bei KYLÄHULLUT, bei THE LOCAL BAND sowie Gitarrist, Sänger und Songwriter bei der CHILDREN OF BODOM-Nachfolge-Band BODOM AFTER MIDNIGHT sorgte der gute Alexi für offene Münder. Insbesondere die Gründung von BODOM AFTER MIDNIGHT (nach dem gleichnamigen Song von Follow The Reaper) hätten viele gerne noch in Form von Live-Auftritten und Songs aus der Feder von Laiho gerne gehört.

„Fuck!“

Dieser Ausspruch mit einem ordentlichen Rotzen hinterher, war zeitlebens der Ausruf schlechthin welcher in verschiedenen Facetten und Betonungsnuancen von Alexi Laiho etlicher Statements bzw. Song-Zwischenrufe ordentlich in Mark und Bein übergingen ließ.

Das grundsätzliche Schimpfwort war zeit seines Lebens die Kampfansage eines ganzen Konzerts und hier haben wir alle unsere persönlichen Eindrücke bei Live-Auftritten in Erinnerung. Das Härtegefühl, welches die Band mit Melodien verschönert hatte, war nebst den wahrhaftig in die Annalen der Metalgeschichte eingekehrten Alben grandios.

Der gottbegnadete Gitarrist und Musiker fand sein Glück in seiner Rolle als Stiefvater seiner Patchworkfamilie, ebenso wie als Onkel und Patenonkel. Besonders in den letzten Jahren war seine Familie ein wichtiger Anker und Ausgleich zu seinem Leben und dem Touring. Gerade seiner großen Schwester, seinen Eltern und der Tochter seiner Schwester stand er sehr nahe. Somit hinterlässt Alexi uneingeschränkt eine Lücke in der Metal Welt. Klarerweise eine noch viel größere Lücke in seiner Familie und dem engen Freundeskreis.

„Wir sind vom plötzlichen Tod unseres Freundes und Bandmitstreiters erschüttert. Worte können diesen Schock und die tiefe Trauer, die wir empfinden, nicht erfassen“

, sagen Daniel Freyberg, Mitja Toivonen und Waltteri Väyrynen von BODOM AFTER MIDNIGHT.

Laihos Schwester sagt:

„Wir sind absolut schockiert und am Boden zerstört. Wir bitten um Privatsphäre und Verständnis in diesen schwierigen Zeiten. Das Begräbnis meines kleinen Bruders wird privat stattfinden.“

Der Tod von Alexi Laiho reißt ebenso ein großes Loch in die Mitte seiner Familie in Australien.

„Alexi war der liebevollste und beste Ehemann und Vater. Unsere Herzen sind für immer gebrochen“

, so Kelli Wright-Laiho.

Ruhe in Frieden, Alexi Laiho. 41 ist viel zu jung. Ein Musiker und Erscheinungsbild das eine ganze Generation von Metal-Musikern und Liebhabern überzeugte. Wir zollen Alexi den aller größten Respekt und er wird in der Metal-Welt schmerzlich vermisst werden. Unser Beileid gehen an seine Familie und Freunde.

Bleibt nur noch zu sagen wie es auf einem Hoodie von CoB steht:

„Sleep All Day, Party All Night, Never Grow Old“

Roberthttps://www.metalunderground.at
Funkender sich als Chefredakteur bemühender Metalverrückter. Passion und Leidenschaft wurden fusioniert in der Verwirklichung dieses Magazins.