Estate – Mirrorland

Band: Estate
Titel: Mirrorland
Label: Mighty Music
VÖ: 20/04/2018
Genre: Symphonic Power Metal/ Euro Power Metal
Bewertung: 3/5
Written by: Lex

estate-mirrorland-album-artworkPrinzipiell finde ich nichts falsch am jedes Soundloch zustopfenden, manchmal hypomanisch ausgeprägten, mit viel Mut zu Pomp und Klischee ausgestatteten (Symphonic)Power Metal europäischer Prägung.

Dementsprechend hoch ist meine Verehrung vor allem für die schwedische Konkurrenz von Twilight Force, deren bisherige zwei Alben ich in Dauerschleifen verschlungen habe. Vergleicht man aber eben das Songwriting besagter Konkurrenz mit dem Material der Russen, fallen die auch auf dem zweiten Album der Russen nach wie vor vorhandenen Schwächen umso deutlicher ins Auge.

Eine gewisse Steigerung gegenüber dem Debut lässt sich zwar durchaus bemerken (ok, „Silvery Skies“ geizt mal wieder nicht mit Cheese, aber das gehört ja dazu) , vor allem ein Rückgang richtig peinlicher Dancefloor-Gedächtnis-Momente, aber alleine die überwältigende Zahl der deutlich stärkeren Aprilreleases dieses Jahres im Heavy/Power-Bereich ist schon erdrückend, sodass „Mirrorland“ jetzt schon angesichts dieser Übermacht in Trümmern liegt.

Trotz aller berechtigten Kritik am vergleichsweise zur Konkurrenz schwachen Songwritings soll hier aber auch deutlich festgemacht werden, dass es entscheidend schwächere Releases in diesem Genre gibt. Ich glaube immer noch, dass diese Band keineswegs hoffnungslos im ewigen Mittelfeld gefangen ist, sondern bereits unverkennbar Fortschritte im Vergleich zum zu Unrecht als völlig grauenhaft verschrienen Debut gemacht hat und auch weiter machen wird. Schlüssel wäre das Schreiben wirklich prägnanter Refrains und Bridges, die hier noch deutlich zu generisch geraten sind. Dass freilich talentiertere Bands rätselhafterweise ohne Labeldeal dastehen, ist eine andere Sache, und kann man Estate ja schlecht vorwerfen.

Tracklist:

01. Mirrorland
02. The Ghoul
03. Stolen Heart
04. Winter Kingdom
05. Storm of the Age
06. Knight of Hope
07. Lady Wind
08. Silvery Skies
09. Matter of Time
10. Springtime
11. Knight of Hope (Mark Boals version)
12. Matter of Time (Mats Leven version)

Besetzung:

Iliand Ferro (Guitar)
Peter Filevsky (Vocals)
Vadim Lalayan (Bass)
Dmitriy «Mauzer» Efimov (Keys)

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Wenn mir irgendwas von Manowar nicht gefällt, konsumiere ich es solange, bis ich endlich nach mehreren Durchläufen erkenne, welche Großtat die New Yorker wieder geleistet haben. Leider habe ich diese Geduld nicht bei anderen Bands, tut mir leid für euch.

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