Firewind – Immortals

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Published on Januar 20, 2017 with No Comments

Band: Firewind
Titel: Immortals
Label: Century Media Records
VÖ: 20.01.17
Genre: Melodic/Power Metal
Bewertung: 4,5/5
Written by: Robert

Firewind - Immortals album artwork, Firewind - Immortals album cover, Firewind - Immortals cover artwork, Firewind - Immortals cd coverWurden Firewind bei der Gründung, sowie den ersten beiden Releases als Side-Projekt abgetan, hat man vorliegend über die Jahre sich zu einer harten Konkurrenzband im Bereich des Power Metal gemausert. Mittlerweile steht mit „Immortals“ der achte Lonplayer ins Haus. Abermals hat sich das Team rund um den Gitarrenhexer und Workaholic Gus G. merklich ins Zeug gelegt. Mit dem neuen Release erscheint der neue Sänger und Ersatz für Apollo Papathanasio. Henning Basse, welcher bereits bei Metalium und Brainstorm für Furore sorgen konnte, tritt in die Fußstapfen von Apollo. Folglich stellt sich außerdem die Frage, auch wenn Henning im Power Metal Bereich angesiedelt ist, kann er die Lücke des aussagekräftigen Vorgängers schließen? Wie erwähnt, bei Brainstorm und Metalium hatte Henning eine tighte Gesangsarbeit über die Jahre abgeliefert, passt diese Gesangstechnik ebenso bei Firewind. Die griechische Combo und deren musikalisches Potpourri ist anmutig, weitaus technischer und progressiver angesiedelt, was nicht heißen will, dass die Vorgängerbands von Mr. Henning schlapp oder zu einfältig waren. Überhaupt nicht, indes ist es im Kontrast dazu bei Firewind so, diese Band hat eben eine ganz andere Technik des Power Metal drauf und dazu muss ein Sänger einfach passen, ansonsten wird man einigermaßen vor den Kopf gestoßen. Weiters ist es für Neuzugänge, vor allem am Gesangsposten immer schwierig, wenn der Vorgänger über einen langen Zeitraum eine sehr aussagekräftige und Band prägende Arbeit abgeliefert hat.

Zur Stimme von Henning darf man gleich sagen, sie passt genau zu den Songs. Gut angepasst servieren die Griechen, mit ihrem deutschen Gesangsakrobaten dementsprechend die Aussagekraft, dass Firewind mit neuem Sänger nach wie vor für Begeisterung im Power Metal sorgen können. Stilistisch hat man sich in nichts verändert. Der griechische Power Metal Act steht nach wie vor für feinsten melodisch verfeinerten Power Metal. Dazwischen sinnvolles Gitarrengefrickel der hochwertigen, technischen Art.

Der Band gelingt wiederholt mit viel melodischer Zauberei die eigene Glanzleistung nicht nur zu wiederholen. Nein man kann sogar noch etliche Schippen nachlegen. Die abgöttisch flotten Tracks sorgen einerseits für viel Bangerromantik, sind im gegebenen Klang nicht zu schlicht. Bekannt sicherlich, dennoch sind leichte Messerspitzen der Steigerung ein guter Bestandteil für eine fesselnde Rhythmik. Bedeutet, Firewind kredenzen uns ein facettenreiches Spielprogramm zwischen Power, Melodic und Progressive Metal. Letzter Anteil ist zugegeben merkbar von den dominanten, erst genannten Genreansätzen in den Hintergrund gedrängt, indes sind diese Unterwanderungen lediglich als Erweiterung im sauberen, druckvollen Power/Melodic Metal Klang zu sehen. Mach das Ganze allerdings leidenschaftlich frisch und geht durchwegs grenzgenial ins Gehör.

Aufgrund des Neuzuganges klingt vieles wie eine neue Band, kann alte Fans etwas irritieren, dagegen stehen Firewind nach wie vor für feinsten Power Stahl, welcher unter die Haut geht. Viel Abwechslung wird durch viele stimmungsvolle und episch arrangierten Hymnen geboten, diese duellieren sich gekonnt mit steifen Abgehthematiken. Klingt nicht bloß bunt, nein es ist einfache eine frische Brise, welche viele Ohrwürmer beinhaltet.

Bei solchen Klangfacetten blüht das Power Metal Herz richtiggehend auf. Normalerweise ist hier nicht unbeträchtlich noch das Keyboard eine Gefahr, das Ganze zusehends zu gekleistert wirken zu lassen. Verspürt man im Gegensatz dazu gar nichts, denn ebenfalls außerordentlich ausgereift hat man diese Passagen in den Gesamtsound eingebaut. So ist „Immortals“ ein harmonisches Album geworden, und Durchhänger sind keine vorhanden. Eher im Gegenteil, jeder gottverdammte Track bohrt sich wie ein Virus bis tief in die Gehörgänge.

Reichhaltig ist es wieder, dass Spielfeld der Griechen. Man bietet superben, knackigen Melodic Power Metal der Oberliga. Es stellt sich abschließend eigentlich uneingeschränkt eine Frage, wie werden die Fans den Neuzugang aufnehmen. Von meiner Seite hoffe ich gut, da die Leistung ist gekonnt und passt zu Firewind wie die Faust aufs Auge, selbst ich hätte das vorab nicht gedacht.

Fazit: Mit frischem Klang-Potpourri agieren die Griechen im neuen Jahr. Für den Genrebereich haben wir es wirklich mit einem enormen Masterpiece zu tun.

Tracklist:

01. Hands of Time 04:51
02. We Defy 03:54
03. Ode to Leonidas 06:01
04. Back on the Throne 04:05
05. Live and Die by the Sword 06:14
06. Wars of Ages 04:07
07. Lady of 1000 Sorrows 04:44
08. Immortals 01:57
09. Warriors and Saints 04:11
10. Rise from the Ashes 04:32

Besetzung:

Henning Basse (voc)
Gus G. (guit)
Petros Christo (bass)
Bob Katsionis (keys & guit)
Jo Nunez (drums)

Internet:

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About Robert

Funkender sich als Chefredakteur bemühender Metalverrückter. Passion und Leidenschaft wurden fusioniert in der Verwirklichung dieses Magazins.

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