Band: Hinder
Titel: Welcome To The Freakshow
Label: Republic Records
VÖ: 2012
Genre: Alt Rock
Bewertung: 5/5
Written by: Thorsten Jünemann

Es soll ja wirklich Menschen geben, die HINDER (noch) nicht kennen. Schlimm schlimm…üble Bildungslücke für die Fans von erdigem modernem Hardrock.

2004 gegründet, haben die US Rocker bereits 3 erfolgreiche Studio-Alben am Start und erfrischen uns nun mit ihrem 4.Album „Welcome To The Freakshow“, ohne sich in irgendeine andere Richtung zu verlieren, als den Weg zu verfolgen, den sie damals einschlugen. Wohlgemerkt, ohne sich dabei zu verbiegen, sich diversen Trends anzubiedern oder sich selbst zu kopieren. Kurzum: Wo HINDER draufsteht, ist auch HINDER drin.

Gehandelt werden die Jungs als moderne MÖTLEY CRÜE, denn der Sound ist ebenso schwanzorientiert, aber zum Glück hat man im Gegensatz zur CRÜE einen richtigen Sänger mit knackig-kerniger Stimme am Start. Die Gitarren sind leicht tiefer gestimmt als bei den „Dr.Feelgood“-Helden und man hört auch keine Versuche heraus, sich selbst wieder zu reanimieren. Zu den bereits erschienen Alben wurden auch ein Haufen Singles veröffentlicht was den Superstar-Status auf der anderen Seite vom großen Teich untermalt, sind sie doch permanent unterwegs (u.a. mit BLACK STONE CHERRY, THEORY OF A DEADMAN, THE LAST VEGAS, SEETHER, SAVING ABEL,…) und auch bei größeren Sport-Events zu hören und zu sehen (was in den USA für eine Band ein regelrechter Ritterschlag ist).

Lustig in dem Fall ist die Tatsache, dass HINDER nicht nur mit den allseits bekannten Modern Rock Waschlappen tourten und so ziemlich alle aus der Sparte an die Wand spielten sondern auch für die CRÜE die letzte Tour eröffneten und nach wenigen Gigs von der Tour geschmissen wurden, weil sich die 1.Reihen lichteten, als für HINDER nach dem Gig das Licht ausging… Leider, leider haben es aber die großen Label verpasst, auch Europa auf den HINDER-Zug springen zu lassen. Aber das ist ein bitterer Teil der modernen Labelpolitik, die niemand nachvollziehen kann und so entgehen uns leider mehrere starke Acts, bzw. werden sie denjenigen vorenthalten, die nicht wie unsereins regelmäßig diverse Importe ordern und einfach keinen Heulsusenrock a la NICKELBACK ertragen können…

Bei HINDER wird es wohl daran liegen, dass die Jungs einfach straight in die Fresse rocken und nicht wie diverse Labelkollegen das europäische Radio mit Hausfrauen-Balladengedudel überschwemmen. Ja, es gibt auch Balladen, aber der überwiegende Teil auf den Silberlingen enthält schnörkellosen, gut gepielten und produzierten Stadionrock der ALLE Füße mitwippen lässt, und die geneigte Hausfrau nur selten zum schluchzen bringt…auch wenn diesmal 1-2 Balladen mehr vorhanden sind, als auf den Vorgängeralben, aber trotzdem keine Hausfrau schluchzt! Die Musik funktioniert im Stadion, im Rock- und Stripclub, eigentlich auch im Radio und TV, beim Autofahren, und, und, und…

Das ist auch beim aktuellen Output der Fall. Ohne Durchhänger oder Füller wird (auch hier und da balladesk tönend) Vollgas gegeben.

Und das solltet ihr jetzt auch tun: Vollgas geben und kaufen!

Mindestens anchecken ist hier größte Pflicht für alle, die sich Hardrocker nennen, oder wollt Ihr wirklich ewig mit ´ner Bildungslücke leben? Kleiner Tip: Auf der US-Best Buy-Edition gibt es noch diverse Bonüsse…

Tracklist:

01. Save Me
02. Ladies Come First
03. Should Have Known Better
04. Freakshow
05. Talk To Me
06. Get Me Away From You
07. Is It Just Me
08. I Don’t Wanna Believe
09. See You In Hell
10. Anyone But You
11. Wanna Be Rich

Besetzung:

Austin Winkler (voc)
Joe “Blower” Garvey (guit)
Mark King (guit)
Mike Rodden (bass)
Hanson (drums)

Internet:

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