Band: In December
Titel: In December EP
Label: Selfreleased
VÖ: 2010
Genre: Melodic Death Metal/Metalcore
Bewertung: 4/5
Written by: Robert

Eine frische Kapelle aus deutschen Landen ereilte uns mit ihrer zweiten EP „In December“. Die rotzfrechen Burschen zelebrieren zwar stark angehauchten Alternative Metal, wobei man allerdings gleich sagen muss, dies alleine ist nicht Hauptbestandteil der Songs. Sicherlich vorbereitend und wegweisend, dies schon, aber auch Elemente aus dem Bullet for my Valentine Lager sind genauso dabei, wie eben melodische, als auch punkige Fragmente. Dies alles zu vereinen und unter einem Nenner rennen zu lassen gestaltet sich soweit ich das sehe als äußerst schwierig. Doch locker vom Hocker zocken die Jungs eben eine Mixtur der genannten Einflüsse und Ingredienzien und dabei wirkt man aber niemals überladen. Man führt alle Markierungen auf einen breiten Weg zusammen und mit festem Tritt wird dabei voran geschritten. Besonders die markerschütternden Bretterpart, wie Beispielsweise „With Hearts On Fire“ sind dermaßen an die Waliser angelehnt, sodass es mir wirklich schwer fällt zu sagen, dass dies nicht BFMV sind. Ihre großen Vorreiter haben es ja mittlerweile etwas schwerer, da man ihnen ja den kommerziellen Ausverkauf vorwirft. Ganz im Gegenteil agieren die deutschen Jungspunde hier und unterweise uns, wie es klingen hätte können, wenn die Waliser ihrem Motto getreu im Sinne von „The Poison“ weiter gemacht hätte. Das fünfköpfige Gespann puzzelt aber dermaßen mit einer detailverliebten Genauigkeit ein Soundbild zusammen, das als Ganzes gut rein geht und man sich wie ein langanhaltender Virus im Gehörgang festharkt. Die temporale Aufschichtung gestaltet sich hierbei ebenfalls als gelungen, wie auch die Gefühlstechnischen Veränderungen. So wird eine breite Facette an klanglichen Sounds wieder gegeben und da ist von Wut, Hass, Leid und Traurigkeit so ziemlich alles dabei was man für den Alltag eben benötigt. Die Umsetzung wurde ebenfalls sehr gelungen arrangiert, was man vor allem bei den idyllischeren Einlagen sehr löblich erwähnen muss. Der Strich wurde genau am richtigen Punkt angesetzt und so wirkt man weder verkrampft kitschig noch zu stark den großen der Szene nacheifernd. Erfrischend muss es klingen und dies haben sich die Jungs immer vor Augen gehalten, denn durchwegs überzeugt die Mannschaft mit messerscharfen Tracks, die schon einen starken internationalen Vergleichswettkampf standhalten würden.

Fazit: Sehr gut gelungenes Alternative Härtekraftpacket das sich der Modern Metal Fan, der Marke BFMV und so weiter zulegen sollte. Die deutschen Ombres unterweisen uns, dass auch in diesem Genrebereich härtere Eskapaden durchaus beheimatet sind und man sie gut mit den typischen Alternative Elementen vereinen kann.

Tracklist:

01. Salvation Calling
02. From Darkness Into Light
03. With Hearts On Fire
04. This Oath
05. From Persistance
06. Final Story

Besetzung:

Julian Dick (voc)
Tobias Dick (bass)
Timo Königs (guit)
Ingo Blau (guit)
Andreas Over (drums)
Internet:

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Funkender sich als Chefredakteur bemühender Metalverrückter. Passion und Leidenschaft wurden fusioniert in der Verwirklichung dieses Magazins.

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