Band: Lord Of The Grave
Titel: Green Vapour
Label: The Church Within Records
VÖ: 2012
Genre: Stoner/Doom Metal
Bewertung: 4/5
Written by: Robert

Wenn man auf das Cover Artwork von Green Vapour dem Zweitlingswerk der Schweizer Lord of the Grave blickt, würde man nie erahnen dass sich dahinter Doom Metal versteckt. Eher hätte ich noch gesagt es handle sich um eine Old School Death Metal Band. Tja so kann man sich irren. Was hört man sogleich beim ersten Lauschangriff? Ganz klar typische Black Sabbath Beats, welche man vollends dem Tieftöner bzw. dem Gitarristen zuschreiben muss. Denn die Sounds der Gitarre wurden dermaßen runter getriggert das man glaubt es handle sich um einen Bass. Dadurch hat das Ganze deutlich einen 70er Schlag welcher unbändig röhrt und die Bude zum Beben bringt. Potential? Hochgefährlich denn für den Doom Metal Fan ist diese Schweizer Formation und ihr präsentiertes Material absolutes Suchtmittel für die schnöden Tage im Winter. Schwerfällig und ordentlich runter ziehend wird der Doom Hammer ordentlich geschwungen. Dadurch zaubert man eine erstklassige Stimmung für die der Genre Fan sein letztes Hemd hergeben würde. Demnach passt sich der Fronter an und diese schlägt noch zusätzlich zum infernalen Gitarrensound zu. Knarzig und äußerst rau röhrt er ins Mikro als wolle er Gischt und Galle loswerden. Manko? Leider ist die Gitarre dermaßen laut und in den Vordergrund gestellt, sodass die Vocals etwas untergehen. Schade, denn das Potential hätte der Sänger locker, ohne dass ihn dabei der Bass abwürgen würde. Wie auch immer man ist superb am Werken und liefert feinsten Doom der Frühschule. Sehr Old School lastigt und ohne Wenn und Aber, somit für jene die auf Neuerungen stehen absolut die falsche Baustelle. Zäh wie alter Kaugummi zieht man seine Bahnen und das liebt man als Fan des Genres einfach. Kenne selten so derbe Bands gleicher Machart, lediglich Ahab sind von einer ähnlichen Kerbung, doch ihrer Stilrichtung geht in eine andere Richtung. Die Liestaler sind einfach astrein dem Doom der Frühschule zugetan und offerieren uns eine Lehrstunde, wie alter Doom geklungen hat bzw. noch immer klingen muss. Sehr adrett und mit kleineren Solieinlagen wird eine Stimmung geschaffen, welche Bände spricht. Groovig und finster-nihilistisch geht es quer durchs Album und bis auf das Manko mit dem Sänger wüsste ich nicht was ich beim Album zu bemäkeln hätte. Eher im Gegenteil die gezauberte Gänsehaut durch den dröhnenden Sound wird man so schnell nicht los und das ist auch gut so.

Fazit: Derbster Doom Metal der Frühschule. Suchtpotential für das Doom Klientel sehr hoch!!!

Tracklist:

01. Raping Zombies
02. Green Vapour
03. Horsepuncher
04. Mountain Rites
05. 00/15

Besetzung:

Sam Wart (drums)
Rob Grave (guit & voc)

Internet:

Lord of the Grave @ Facebook

Lord of the Grave @ MySpace

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About Author

Funkender sich als Chefredakteur bemühender Metalverrückter. Passion und Leidenschaft wurden fusioniert in der Verwirklichung dieses Magazins.

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