Band: METALLICA
Titel: Hardwired… to Self-Destruct
Label: Blackened Recordings
VÖ: 18.11.16
Genre: Rock/Heavy/Thrash Metal
Bewertung: 5/5
Written by: Robert

Lange mussten die Metallica Fans auf ihre Helden warten. Ein sogenannter sich schier endloser hinziehender Prozess ging voraus. Mit „Hardwired … To Self-Destruct“ liefern die sogenannten Urväter des Speed/Thrash Metal ihr neuestes Lebenszeichen ab. Acht Jahre mussten die Liebhaber warten und endlich ist Licht am Ende des Tunnels. Vorab gab es bereits im Netz viele Diskussionen, ob es James Hetfield, Kirk Hammett, Robert Trujillo und Lars Ulrich noch einmal hinbekommen. Vorneweg muss erwähnt werden, „Death Magnetic“ aus dem Jahr 2008 war freilich kein schlechtes Album. Dennoch ein eher lauwarmer Aufguss irgendwo zwischen „…and Justice for All“ und dem „Black“ Album. Beim Side Projekt „Lulu“ hatten wohl viele die Recken aus Kalifornien abgeschrieben. Eine Rückbesinnung zu den Wurzeln? Nein das sicherlich nicht, wenngleich vieles neuerdings dafürspricht, dass man die „Load“, „Reload“ und „St. Anger“ Ära vergessen lassen will! Eine stattliche Gesamtlänge von über 80 Minuten, verteilt auf 2 CD’s wurde vereinnahmt.

Es scheint das Metallica es geschafft haben und amtlich am Blutkelch geleckt haben. Die Songs klingen und dies darf man zuvor verraten, nicht nach einem anderen Album. Vielmehr bieten die Kalifornier ein selbstständiges Album. Man könnte nun einzelnen Songs vergleichen, kommt selbstverständlich dahinter, dass man es mit dem neuen Rundling geschafft hat, eine starke Langrille abzuliefern. Es klingt im Kontrast dazu
nicht wie Album XY, sondern hat einen eigenen Status. Moderne Thrash Allüren mit viel Power ballern die Jungs uns um die Ohren und man sitzt erstaunt da. Befriedigt ist somit erst vorerst die Durststrecke, mit der uns die Herrschaften die letzten Jahre vertröstet haben.

Was gewiss sofort herauszuhören ist, ist die Tatsache, dass man sich mit diesem Silberling von einer durchwegs melodiösen Breitseite zeigt. Die Songs verinnerlichen den Gedanken, dass man nach fast 35 Jahre nach ihrer Gründung nichts an Geschwindigkeit und Härte verloren hat. Produzent Greg Fidelman (Slayer, Black Sabbath, Red Hot Chili Peppers) hat hier indes sein gewisses Quantum an dem tollen Sound beigetragen, also keine Schwächen sind auszumachen. Eher im Gegenteil, die leidenschaftlich sauber polierte Produktion geht schwer in Ordnung und trägt definitiv viel am Gesamterscheinungsprozess bei. Nicht über produziert, aber eben daneben keine Durchhänger. Vielmehr baut man auf eine ausgewogene Mischung und das bohrt sich bis tief in den Gehörgang.

“Hardwired … to Self-Destruct” ist im Großen und Ganzen kein Thrash-Album im herkömmlichen Sing, zugegeben zeigen Hettfield und Konsorten, dass sie es Anno 2016 noch spielend schaffen ein Megaalbum einzutüten. Der Rundling hat durch die Bank seinen Reiz und man geizt nicht mit abgöttisch aufpushenden Ingredienzien. Unwiderruflich schallt dies etwas moderner, wohingegen dominant greift man außerdem in die Trickkiste und offeriert viele klassische Metallica Riffs der nahezu thrashigen Art und Weise. Die Frage die sich einem hier stellt, wann hast du das letzte Mal Metallica gehört ohne dabei zu meckern, oder die Songs mit anderen Alben zu vergleichen? Genau eine Ewigkeit, zumindest bei mir war dies so. Mit dem neuen Silberling zeige ich mich sehr begeistert, denn es ist definitiv nicht nur der Schriftzug Metallica drauf, nein es ist auch Musik der Band drinnen. Kein Fake oder herumexperimentieren. Grundehrlich und voll auf die zwölf orientiert donnern die Helden aus Kalifornien dahin und können abschließend mit einer aufschreienden, jubelnden Masse rechnen.

Die Fans der ersten Stunde und die ewigen Nörgler werden hingegen wieder was finden was sie anstößt, die sollen bleiben, wo der Pfeffer wächst. Jedem kann man es nicht recht machen, allerdings ist mit diesem Album ein wesentlicher Grundstein gelegt, um viele Urfans erneut für sich zu begeistern. Die Mission ist meiner Meinung nach schon jetzt geglückt, da die Tracks lassen keinen Wunsch offen. Keine Mankos und man muss sich jeden Gottverdammten Song verinnerlichen.

Fazit: The Four Horseman sind zurück. Endgültig nicht mit einem astreinen Thrash Metal Album. Dafür immerhin mit einem Ohrwurm durchpflügten Megaalbum. Vergessen sind schwache Gehversuche. Metallica sind Back in Town und das darf man sich nicht entgehen lassen.

Tracklist:

Disc 1
01. Hardwired 03:09
02. Atlas, Rise! 06:28
03. Now That We’re Dead 06:59
04. Moth into Flame 05:50
05. Dream No More 06:55
06. Halo on Fire 08:15

Disc 2
01. Confusion 06:43
02. ManUNkind 07:17
03. Here Comes Revenge 06:30
04. Am I Savage? 06:29
05. Murder One 05:45
06. Spit Out the Bone 07:09

Besetzung:

Lars Ulrich (drums)
James Hetfield (voc & guit)
Kirk Hammett (guit)
Robert Trujillo (bass)

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Funkender sich als Chefredakteur bemühender Metalverrückter. Passion und Leidenschaft wurden fusioniert in der Verwirklichung dieses Magazins.

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