Band: Minotauro
Titel: Master Of The Sea
Label: Dust on the Tracks Records
VÖ: 2013
Genre: Melodic Power Metal
Bewertung: 3/5
Written by: Robert

Minotauro zelebrieren Orchestraler Melodic Metal, welcher mit einer Power Metal Kerbe verschönert wurde. Nun wo kommen die Jungs dann her? Richtig, Italien, wie sollte es auch anders sein. Die Bands von dort haben wohl einen klaren Fabel für diese Stilrichtung bzw. Ergänzung des allseits bekannten Stils Power Metal meets Melodic Metal. Auch diese Vertreter bieten im Gegensatz zu vielen Kollegen eine recht gute Erscheinung. Denn die Flut der Endneunzigerbands, welche uns gehörige urinale Brechreize geboten haben scheint vorbei zu sein. Auch das hochstrebende Klötengejaule ist vollends ad acta gelegt worden von den Nachwuchskapellen. Übrig geblieben sind nur die qualitativ hochwertigen und auch die Verfolger dieses Genres aus dem Land der Pasta sind nicht minder überzeugend. Die Jungs aus Triest blicken auf eine eher jüngere Erfahrung mit ihrer Band zurück. Demgegenüber bieten sie aber ein sehr gut aufbereitetes, opulentes Mal in dieser Genrenische. Wenngleich man wohl hier nicht die Revolution hervorrufen wird, geht das Material auf der Scheiblette recht gut in die Gehörmuschel. Süßlich abgeschmeckte Melodien und epische Klänge wurden mit kernigeren Ausbrüchen verfeinert und auch der bombastische Kick darf dabei nicht fehlen. Dieser wurde recht ausgediegen eingesetzt, auch wenn es an und ab manchmal für meinen Geschmack zu weit ausufernd wird. Fantasykitsch pur? Ja und nein würde ich sagen. Ann und für sich wurden die Schrauben recht gut gedreht und man muss wirklich ein absoluter Freund des Stils sein, ansonsten wird man hier etwas überfahren. Dies haben halt die Bands dieser Stilrichtung bzw. aus diesem Landstrich Europas einfach an sich. Somit taucht auch immer wieder das Sprichwort auf: Man liebt oder hasst sie. Bin da etwas zweigeteilt, denn das Material an sich ist wirklich gut und geht auch gut rein. Lediglich für eine längere Phase zeigen sich kleinere Abnützungserscheinungen und auch der Sänger ist nicht unbedingt für meinen Geschmack das non plus Ultra. Es gibt bessere, aber auch schlechtere will ich meinen. Somit wird ein passables Fantasy Epos vertont und der Silberling darf sich auch ruhig in der Sammlung von Fans der Bands Rhapsody (mit Luca Turilli wie auch of Fire) und Konsorten verirren.

Fazit: Einige Ecken und Kanten müssen hier sicherlich noch aufbereitet werden. Auch der Gesang könnte deutlich besser ausfallen, dann haben wir es hier durchaus mit einem ernstzunehmenden Konkurrenten von Rhapsody zu tun. Derzeit hinkt man noch etwas nach, bin mir aber sicher dass dies wohl alsbald ausgebessert werden wird.

Tracklist:

01. The Idol 06:44
02. Master of the Sea 05:30
03. Hero 06:26
04. The Day of Redemption 06:51
05. Another Day 04:33
06. Never Loose Your Faith 05:46
07. This Is What We Need 05:14
08. The Taste of Freedom 04:05
09. Devil’s Sign 06:58

Besetzung:

Davor Pavelić (bass)
Peter Pahor (guit)
Roko Smajlagić (guit)
Rudy Berginc (voc)
Ales Lavric (keys)
Emanuele Petrucci (drums)

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Funkender sich als Chefredakteur bemühender Metalverrückter. Passion und Leidenschaft wurden fusioniert in der Verwirklichung dieses Magazins.

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