Band: Nuclear Holocaust
Titel: Overkill Commando
Label: Selfmadegod Records
VÖ: 27. Juni 2016
Genre: Grindcore
Bewertung: 4,5/5
Written by: Lazer

Obacht! – ein polnisches Killerkommando ist im Anmarsch. Nuclear Holocaust stellen uns ihr Debütalbum „Overkill Commando“ vor. Seit ihrer Gründung im Vorjahr, herrschte schon reges Treiben. Nuclear Holocaust warfen zuerst ein Demo, gefolgt von einer Split-CD (mit Cemetery Whore, Hell United, Necrosodomistical Slaughter) raus und wollen nun ihr erstes Jahr mit ihrem Debütbaby „Overkill Commando“ gebührend feiern.

Ganz im typischen Grindcore-Stil, presst die Truppe 20 Songs auf die Scheibe. Dass die Spieldauer einzelner Tracks zwischen 22 Sekunden und 1:59 Minuten liegt, muss hier ja nicht weiter erläutert werden. Dass die Texte sich standesgemäß um töten, Tod, Föten, Tod, Gott, atomaren Selbstmord, Sex, Kotzen, Blut, Tod, Paranoia und Terror handeln, bedarf eigentlich auch keiner weitern Erklärungen.

Musikalisch gesehen ist „Overkill Commando“ ein richtiger Schlag in die Fresse. Von der ersten bis zur letzten Sekunde – immerhin ganze 27 Minuten lang bitte – geben die Polen Vollgas. Und zwar ohne Unterlass. Es gibt keine einzige Sekunde zum Verschnaufen.
Hier wird gedroschen und geshreddert ohne Ende. Die Riffs sind einfach dafür aber räudig und rau. Schlagzeugtechnisch gibt man sich auch genretypisch im Uptempo, ohne unnötigen Schnickschnack. Der Bass vibriert dem Hörer ordentlich die Plomben aus den kaputten Zähnen – falls noch welche vorrätig sind. Die Intonierung erfolgt mindestens genauso räudig und schmutzig wie das Gitarrenspiel. Jedoch variieren Nuclear Holocaust damit ein klein wenig und schaffen somit eine schön würzige Abwechslung.

Nuclear Holocaust machen genau das, was man von einer Grindcore Band erwartet. Sie fegen drauf los, ohne Erbarmen zertrümmern sie nicht nur ihre Umgebung, sondern auch so manche romantische Vorstellung von Blümchen-Sex. Drauf geschissen – denn hier gibt es Hardcore-Sex ohne Tabus.
Noch eine Sache verstehen Nuclear Holocaust hervorragend – sie machen nicht mehr aus der Sache, als sie eigentlich ist. Wer hier ein Melodiespektakel erwartet oder mit ausgefeilten Arrangements geliebäugelt hätte, wird zum Glück maßlos enttäuscht (wenn man sich unter dem Genre Grindcore schon nichts vorstellen konnte). Das ist Grindcore. Man darf sich hierzu gerne noch einmal an die Urväter von Napalm Death und Konsorten erinnern.

Mein Fazit: Nuclear Holocaust setzen mit ihrem Debütalbum „Overkill Commando“ ein erstes richtiges Ausrufezeichen. Puren Grindcore, so räudig, rau, schmutzig und unverfälscht, bekommt man heute leider viel zu selten vorgelegt. Die Truppe aus Polen hat es aber dennoch geschafft, in einem Genre, dass im Moment wieder glaubt, mehr raus zu holen, als nötig, richtig geilen Grindcore auf die Platte zu pressen. Sehr geniales Album.

Tracklist:

01. Abominations Of Annihilation
02. Overkill Commando
03. Epicentre Of Terror
04. Cryptic Stench Of Radioactive Foetuses
05. Power-Hungry Paranoia
06. Religious Mutation
07. Deathbringer Of Death
08. Toxic Whore
09. Mashed With A Club
10. Only Cockroaches Will Survive
11. Vomiting Blood
12. Queen Of Sodomy
13. Pulverized
14. Nuclear Waste Repository
15. Frostbitten By The Radioactive Fullmoon
16. Disciples Of The Flesh
17. We Are The Batpeople
18. Gore Cult
19. God Is Undead
20. Atomic Suicide

Besetzung:

Bloodseeker – Vocals
XXX-Bomber – Guitars
Doomtrigger – Bass
Overkiller – Drums

Internet:

Nuclear Holocaust @ Facebook

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