Band: Retribution
Titel: Corpus Antichristi Y3K
Label: Pitch Black Records
VÖ: 2014
Genre: Symphonic Black Metal
Bewertung: 3/5
Written by: Lex

Die Nacht bricht herein, langhaarige Typen in dunklen Latexkostümen hüpfen bizarr posend und kreischend zu finsteren Klängen durch die Gegend, und irgendwo trällert ein in Grabesmieder geschnürtes Weib ihre opernhaften Stimmgesprengesel rein – ja genau, es ist wieder Zeit für symphonischen Black Metal.

Neuere Dimmu Borgir scheinen mir das Vorbild zu sein, was strategisch gut für die Spanier ist: Denn das ehemalige Flaggschiff hat mit „Abrahadabra“ dermaßen verkackt, dass nicht einmal ein gewisser Berliner Rapper sich freiwillig daran bedienen würde. Zumindest den letzten Output der ehemaligen Meister stecken Retribution mit ihrem guten bis besseren Material locker in die Tasche. An deren Klassiker freilich oder gar an neue Meisterbands wie Carach Angren reichen Retribution im (Alp)Traum nicht heran.

Dafür bleiben sie einfach zu stark dem Einmaleins des Genres verhaftet, was für Fans der Sparte zwar solide bis sehr gute Kost garantiert (denn rechnen können sie, die satanisch gewandeten Spanier), aber aus demselben Grund auch das Erklimmen des schlangenumgarnten Finster-Metal-Throns verhindert. Das mit den Musikvideos solltet ihr (vielleicht) auch noch eine Weile sein lassen, wenn ich mir das Corpus Antichristi-Video so ansehe, dessen unfreiwillige Komik wohl kaum gewollt war.

Symphonic Blackies sollten auf jeden Fall reinhören, denn Retribution haben den Stoff, den ihre schwarzen Venen brauchen. Die Krakel-Schrift-Kassettenrecorder-True-Fraktion darf spotten und hassen.

Tracklist:

01. Arcanius Maleficium
02. Opus Serpentis
03. Corpus Antichristi Y3K
04. The One
05. The Promised Land
06. Uinseanns Lullaby
07. Gobekli Tepe
08. The Ark of Annihilation
09. Like a Lamb Among Wolves
10. Trinity a New Start
11. Retribution

Besetzung:

L. Shihan (Lead Vocals)
Itea Benedicto (Soprano)
Zakk Threat (Rhythm Guitars)
Noos (Lead Guitars)
Rhad (Orchestra)
Tagotis (Bass)
Bobine Wizard (Drums)

Internet:

Retribution @ Facebook

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About Author

Wenn mir irgendwas von Manowar nicht gefällt, konsumiere ich es solange, bis ich endlich nach mehreren Durchläufen erkenne, welche Großtat die New Yorker wieder geleistet haben. Leider habe ich diese Geduld nicht bei anderen Bands, tut mir leid für euch.

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