Band: Shakra
Titel: Back On Track
Label: AFM Records
VÖ: 2011
Genre: Heavy Metal/Hard Rock
Bewertung: 4,5/5
Written by: Robert

Emotioneller Hard Rock Made in Switzerland wird schon jahrelang durch die beiden Speerspitzen Gothard, Krokus und Shakra vertreten. Letztere melden sich mit dem neuesten Release „Back on Track“ zurück. Da fragt man sich ob man wirklich zurück zu alten Wurzeln kehrt. Mark Fox wurde durch den neuen Mann hinterm Mikro John Prakesh ersetzt und so darf man ebenfalls gespannt sein, wie denn wohl sein Nachfolger seine Arbeit erledigen wird. Fakt ist, der indisch Schweizer stämmige Sänger hat ein schweres Erbe anzutreten, doch man stellt sofort fest, dass dieser die ideale Nachbesetzung von Mark ist.

Mit viel Schwung wie eine Dampflok die volle Fahrt aufnimmt prescht man mit „B True B You“ dahin. Gute Kombination aus traditionellen Rockelementen, welche man mit einigen, modernen Soundvibes angereichert hat. Das gewisse hymnische Flair bereichert das tolle Stück ungemein und dabei kommt man stets im groovenden, als auch shakenden Wechselspiel daher, was ein weiterer Anreiz bei dem Song ist. Toller Start bei dem man viel Staub aufwirbelt.

Durchaus trauriger wirkt der Anfang von „I’ll Be“. Vermehrt drängt man etwas mehr in die hymnische Richtung. Allerdings ändert man dies um einige Nuancen und somit ist den Schweizern eine gute Midtempo Nummer gelungen. Sicher man holt bei einigen Passagen das hymnische Flair zurück, allerdings besteht der restliche Teil des Songs aus knackigen, teils sehr erdig – modernen Soundfragmenten.

Deutlich fetziger wird nun als Nachfolge mit „Crazy“ weiter gemacht. Rotzrockiger Song, den man mit etwas mehr Sleaze aufgewertet hat. Weiterhin offeriert uns die Mannschaft ein sehr kraftvolles Spiel das sehr beeindruckt. Etwas mehr in Richtung shakiges Gewässer wird bis zur Mitte hin gedrängt und so entpuppt sich dieser Track als flotter, tanzbarer Song.

Nicht minder mit wenig Geschwindigkeit, wenn nicht mit noch mehr Tempo rattert nun „Back On Track“ daher. Das Titelstück weißt deutlich viele Grooveanleihen auf, welcher nur ganz leicht mit clear Sounds abgeschliffen wurden. Vor allem die dröhnende Axtfraktion überzeugt durch dieses dreckig wirkende Spiel vollends.

Durch „When I See You“ hält man erst einmal ein Päuschen ab. Das besonnene, teils balladeske Stück erinnert mich, was auch wohl an den akustischen Gitarrenlinien liegt, stark an Bon Jovi. Allerdings und das muss man sogleich sagen, bahnen sich die Schweizer hier nicht den Weg auf eine dumme, kommerzielle Weiße. Nein auf keinen Fall, denn man klingt auch hier nicht zu brav oder sinnlos der Massentauglichkeit angetan. Superber Ruhepol, den man entspannt genießen kann. Bemerkenswerte Ballade die nicht vor Kitsch trieft, so wie es in der Vergangenheit viele Szenekollegen gemacht haben.

Als ideale Ablöse erweist sich „MMTWGR“. Dieser groovende, teils stampfende Kraftakt geht ordentlich unter die Haut. Durch einige klarere Melodien, als auch hymnische Beigaben wird das nötige Maß an Abwechslung geboten.

„Yesterday’s Gone“ ist der nächste besonnene Song auf diesem Album. Auch hier bewahrt man sich ein gutes, nicht zu schmalziges Spiel. Ein weiteres Mal erschließt sich so einem eine sehr gelungene, ruhigere Nummer mit vielen verträumten Linien.

Zeitgerecht wird gleich wieder der Weckruf durch „Someday“. Bei diesem Song zeigt man sich von einer sehr modernen Spielweise und ich wage es auch zu behaupten, dass man sehr an Disturbed erinnert und das nicht zu knapp. Vor allem der Frontmann weißt hier eine ähnliche Gesangslinie auf. Durch diese Stilvermischung aus alten und neuen Elementen zeigt man viel Qualität. Mein absoluter Favorit auf diesem Album und auch jüngere Fans werden viel gefallen an dem Stück haben.

Um Ecken kuscheliger wird es mit „Lonesomeness“. Sehr warmherziger Song der noch mehr in die Balladenecke drängt, als die beiden vorangegangen Nummern. Zwar weißt man hier sehr liebliche Züge auf, jedoch die Burschen vermögen auch mit solchen vollends zu überzeugen.

Ein leichter orientalisch wirkender Soundeinstand wird uns im Anschluss bei „Unspoken Truth“ geboten. Toller Eingang der in der Fortsetzung bemerkenswert ausgebaut wird. Teils etwas bombastischer wirkend und mit viel Groove angereichert drängt man wieder verstärkter ins Disturbed Lager. Gut und abwechslungsreich wird quer durch alte als auch neue Soundelemente durchgewechselt und so steht auch schon der nächste Favorit mit diesem Track fest. Muss schon sagen die Jungs haben durch diese Zusätze neue Bahnen bestritten und versinken eben nicht in der ewig gestrigen Belanglosigkeit wie viele ihrer Kollegen.

Geradliniger, als auch treibender wird mit „Brand New Day“ weiter gemacht. Weiterhin bewahrt man sich die schon im Vorgänger bewahrte Spiellinie, allerdings begibt man sich oftmals deutlich stärker, als auch länger ins traditionelle Eck.

Fehlt nur mehr das Schlusslicht und dabei serviert man uns mit „Stronger Than Ever“ die bestens geeignete Abgehmucke par excellence. Noch einmal greifen die Suisse Rocker tief in die Trickkiste und servieren uns eine perfekt aufeinander abgestimmte Melange aus Tradition und Moderne.

Fazit: Perfekt in Szene gesetztes Rockalbum und da kann man sich von den Schweizern nur ganz tief verneigen. Pfiffig und erfrischend bahnt man sich moderne Wege und hievt so den Rocksound ohne Übertreibung ins nächste Jahrhundert.

Tracklist:

01. B True B You 3:56
02. I’ll Be 3:35
03. Crazy 3:42
04. Back On Track 3:30
05. When I See You 4:00
06. MMTWGR 3:34
07. Yesterday’s Gone 5:01
08. Someday 4:05
09. Lonesomeness 3:37
10. Unspoken Truth 4:45
11. Brand New Day 3:53
12. Stronger Than Ever 4:29

Besetzung:

John Prakesh (voc)
Thom Blunier (guit)
Thomas Muster (guit)
Dominik Pfister (bass)
Roger Tanner (drums)

Internet:

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About Author

Funkender sich als Chefredakteur bemühender Metalverrückter. Passion und Leidenschaft wurden fusioniert in der Verwirklichung dieses Magazins.

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