Band: Slaughterra
Titel: Lügenherz
Label: Selfreleased
VÖ: 21.05.16
Genre: Thrash/Death Metal
Bewertung: 4/5
Written by: Robert

Thrashige Rhythmen, einprägsame Melodien, unkonventionelle Riffs und groovige Breakdowns
hämmern gnadenlos und ungebremst in deine Fresse und finden bei vielen Metal-Fans den
direkten Weg in den Gehörgang. Diese Beschreibung findet man auf der FB Seite der Band Slaughterra. Bis dato bei uns ein unbeschriebenes Blatt, schmunzelt man etwas über diese brüstige Beschreibung. Man muss aber auch gleich sagen, es ist trefflich und stimmt was die Jungs da über ihr Material schreiben.

Bedeutet das man zwar im Netz als Death/Thrash Fraktion beschrieben wird, aber deutlich facettenreicher ins Rennen geht. Kenne den Vorgänger noch nicht, aber alleine schon deren neuestes Werk „Lügenherz“ ist so dermaßen stimmig, sodass sie meiner Meinung nach als Vorzeigevisitenkarte fungieren kann. Warum? Nun um ehrlich zu sein und das wissen die Jungs selber auch, neu am Rad drehen wird man nicht, aber es kommt immer darauf an wie der Protagonist sein Material umsetzt. Frischer und mitreißender, wie es die Jungs aus der Rheinland Pfalz es tun, könnte man es sicher nicht tun.

Ob man es mag oder nicht, aufgrund der stimmlichen Parallelen und eben weil die Herrschaften auch vermehrt in den Core Bereich vordringen, sind durchaus Ähnlichkeiten zu Varg zu erkennen. Bevor mich jetzt ein jeder Teert und Federt sollte mal genauer ins Machwerk hören. Schmeißende Fragmente, wie auch dieses wutentbrannte aufbauen ist durchaus ähnlich. Habe sicherlich kein Problem damit, da auch ich die rot-schwarze Fraktion nicht ungern mag.

Das bedeutet aber auch nicht dass die Jungs aus Landau nun zur Fellmützenhoshi Fraktion gehören, tun zwar Varg auch nicht mehr, aber was ich damit mein ist, dass man sehr wohl viel Eigenständigkeit hat. Besonders die Arrangements der bombastischen Art als Einleitung bzw. Unterwanderung finde ich gelungen und bieten durchaus einen eigenen Touch. Rhythmisch wird Querfeldein das Feld aufgeräumt. Thrash, Death und eben modernere Akzente wurden zu einem guten Brei vermengt. Kraftvoll und aggressiv zugleich wird das Programm durchwegs am Brennen gehalten. Was zu Beginn des Albums als kleines Buschfeuer gestartet wurde, entpuppt sich immer mehr als Flächendeckender Brand und dieser ist von nichts und niemanden aufzuhalten.

Die Fraktion aus Süddeutschland weiß genau wie man heutzutage frische Akzente setzen muss und diese sind sehr begeisterungswürdig. Satte Grooves, gute Melodien und spitzfindige Bombastarrangements bieten eine gute Unterhaltung und diese steckt von vorne bis hinten an.

Fazit: Den Varg Vergleich mag man mir vielleicht verzeihen. Für mich sind eben Parallelen erkennbar! Andererseits steht die große Eigenständigkeit der Formation für sich! Gute Vermischungen des Thrash, Modern und Death Metal zu einem fetten, groovigen Brei sind ein Garant dafür das Slaughterra eine breite Fanschaar für sich begeistern können.

Tracklist:

01. Intro 01:32
02. Konstrukt:Mensch 03:59
03. Ikarus 03:20
04. Lügenherz 04:05
05. The Mirror 04:11
06. Mess with the Best (Die Like the Rest) 03:37
07. Oh! Zero! 02:11
08. Peripetie 03:55
09. Erdenleben 04:17
10. Downfall 03:50
11. Guide Me into… 03:45
12. Outro 05:07

Besetzung:

Julian E. (voc)
Chris O. (drums)
Manuel B. (guit)
Fabrice D. (guit)
Simon J. (bass)

Internet:

Slaughterra @ Facebook

Slaughterra @ MySpace

Slaughterra @ Reverbnation

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About Author

Funkender sich als Chefredakteur bemühender Metalverrückter. Passion und Leidenschaft wurden fusioniert in der Verwirklichung dieses Magazins.

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