Band: Assassin
Titel: Combat Cathedral
Label: SPV/Steamhammer
VÖ: 20.05.16
Genre: Thrash Metal
Bewertung: 4/5
Written by: Robert

Wer es bis dato noch nicht wusste und sich als Thrash Maniac betitelt. Nebst den genannten Acts des deutschen Thrash Gestirns Sodom, Kreator, Destruction und Sodom, gibt es noch immer zwei Acts, welche durchaus als deutsche Urgesteine genannte werden müssen, aber im Gegensatz zu ihren Kollegen etwas ins Hintertreffen geraten sind. Paradox wären hier eine Truppe und auch die Formation Assassin. Letztere blicken auf eine 35 jährige Erfahrung mit Pause zurück. Ab 1982 fiel der Startschuss, damals noch unter dem Deckmantel Satanica. Erst ab 1983 wurde der Name gewechselt. Ende der Achtziger wurde die Band auf Eis gelegt. Die Rückkehr erfolgte mit dem Album „The Club“, gefolgt von dem 2011er Release „Breaking Silence“, bevor erneut Ruhe einkehrte. Nach gut fünf Jahren stehen die German Thrasher wieder mit einem neuen Album auf der Matte. „Combat Cathedral“ nennt sich das Werk und ist ein durchaus thrashiges Exekutionskommando.

Im Gegensatz zu den alten Kollegen, legen die Jungs von Assassin eher die deutsche Thrash Thematik, wie auch Charly Steinhauer und seine Paradox in eine Ecknische. Ihr Material klingt eben deutlich amerikanischer. Dennoch ist es aber nie eine deutsche Abform des Bay Area geworden. Das macht auch nichts, denn so hat man seinen persönlichen Thrash Charme. Im Falle von Assassin finde ich vor allem die sehr Megadeth lastigen Gitarrenlinien der Frühphase von Dave Mustain richtig animierend. Man kommt sich vor wie im Zeitalter von „Rust in Peace“ bzw. „Peace Sells… but Who’s Buying?“. Heißt aber nicht, dass wir hier eine deutsche Megadeth Version mit dem neuen Album bekommen.

Würde zwar auch nichts machen, denn es würde im Falle von Assassin sicherlich frisch klingen. Dennoch bietet man eben ein großes Potpourri des Thrash Metal. Die Ozean verbindende Thrash Thematik ist einfach gewaltig. Man klingt nicht eben wie eine Vielzahl der aufkeimenden Thrash Flut. Ist auch im Falle der doch lang agierenden Truppe keine Frage, sondern Gesetz und dennoch gibt es viele alte Bands, bei welchen der Charme bzw. die Kraft gewichen ist. Die Düsseldorfer sind da aber ein Act, welche nach wie vor eine fein gereifte Thrash Runde bieten. Alte Traditionen, wie kleinere frische Einlagen sind eine Melange die man sich als Thrash Maniac auf der Zunge zergehen lassen sollte.

Durch die Bank wird ein sehr kerniges Thrash Brett geboten. Die immer wieder wechselnden Roots zwischen Amerika und Deutschland sind sehr stimmig und heben sie gegenüber anderen Acts hinweg. Dies gewaltige, geballte Ladung Thrash ist einfach göttlich. Es ist sicherlich schade dass man nicht schon viel früher zu Weltruhm gelangt ist, dürfte aber mit dem neuen Werk sicherlich keine Schwierigkeit sein.

Fazit: Thrash until Death ist hier angesagt. Fein gemischt zwischen den beiden Kontinenten und den Einflüssen des German Thrash, wie auch Bay Area. Man merkt sicherlich dass die Jungs schon lange im Geschehen sind, aber sie klingen nach wie vor sehr frisch und die Vibes sind ein amtliches Thrash Blut lecken. All Horns Up!!!!

Tracklist:

01. Back from the Dead 03:56
02. Frozen Before Impact 02:28
03. Undying Mortality 05:08
04. Servant of Fear 05:26
05. Slave of Time 04:31
06. Whoremonger 05:48
07. Cross the Line 05:47
08. What Doesn’t Kill Me Makes Me Stronger 04:10
09. Ambush 04:41
10. Word 03:26
11. Sanity from the Insane 03:28
12. Red Alert 05:27

Besetzung:

Ingo Bajonczak (voc)
Michael „Micha“ Hoffmann (guit)
Jürgen „Scholli“ Scholz (guit)
Joachim Kremer (bass)
Björn „Burn“ Sondermann (drums)

Internet:

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About Author

Funkender sich als Chefredakteur bemühender Metalverrückter. Passion und Leidenschaft wurden fusioniert in der Verwirklichung dieses Magazins.

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