Band: The Night Flight Orchestra
Titel: Amber Galactic
Label: Nuclear Blast Records
VÖ: 19.05.17
Genre: Classic Rock
Bewertung: 4,5/5
Written by: Robert

The Night Flight Orchestra - Amber Galactic album artwork, The Night Flight Orchestra - Amber Galactic album cover, The Night Flight Orchestra - Amber Galactic cover artwork, The Night Flight Orchestra - Amber Galactic cd coverTHE NIGHT FLIGHT ORCHESTRA? Richtig das neue Rock-Projekt des Soilwork Sängers Björn Strid, welcher gemeinsam mit David Andersson (guit), Sharlee D’Angelo (bass), Jonas Källsbäck (drums), Sebastian Forslund (guit & percussion) und Richard Larsson (keys) seinen Classic Rock Fable auslebt. Das von einem Sänger, welcher eher den Göteborg Metal forciert hatte? Ja stimmt selbstverständlich, meine Wenigkeit war desgleichen etwas erschrocken und wollte schon Zeter und Mordio aussprechen. Dennoch sollte man die Zügel ruhig straffer halten und nicht gleich los galoppieren, denn was sich hier klanglich hinter dem neuen Projekt verbirgt ist wahrliche Rockkunst. Gut der astreine Götgeborg Fan, kann getrost alte Scheiben von Soilwork oder In Flames auflegen, im Endeffekt ist dieser Klang für den gewiss nichts. Der klassische Rockfan kommt hier allerdings komplett in den Genuss einer Umsetzung die man so wirklich nicht erwartet hätte.

Der Debütschlag führt zurück in eine Zeitreise als Thin Lizzy und Konsorten noch das ZDF Abend-fernsehen zum Rocken brachten. Ja der gute Ilja Richter hätte damals seinen Anzug vom Leib gerissen und wäre wohl komplett aus dem „Häusl“ gewesen. Genau im Bereich zwischen der Ära der Spät-siebziger und Früh-achtziger ist das Material angesiedelt worden und klingt von vorne bis hinten äußerst shakig. Keine Disco-Rock-Musik, sondern ausgefeilte Klänge die eine Hommage an alte Hasen sind. Wenn man nun glaubt, man versuche sich nur im Fährwasser dieser Vorväter, dann irrt man, weil es der gute Bjrön und seine Mitstreiter verstehen mit Spaß in den Backen und einem guten Händchen für ehrlichen Rock die Bude ordentlich zum Kochen zu bringen. Dies tut man authentisch und mit sehr innovativen Ansätzen.

Tja, niemals hätte man vermutlich gedacht, dass man dies der Weise hinbekommen könnte, doch dieses Projekt versteht es wahrlich, massive Rockargumente aus dem Hemdsärmel zu schütteln und dies mit viel Wiedererkennungswert. Die unwiderstehlichen Rockmelodien die man am laufenden Band abfeuert zeugen von einem guten Verstand und Können. Ästhetik und leicht spacig-abgefahrene Klangspielereien sind ein weiterer Bestandteil, welcher gelungen ins Gehör donnert.

Fazit: So eine Classic Attitüde locker hervorzuzaubern verlangt fürwahr viel und dies muss man wahrlich dem neuen Projekt hoch anrechnen. Ein Phil Lynott wäre von solchen Jüngern wahrhaftig begeistert gewesen.

Tracklist:

01. Midnight Flyer 6:07
02. Star Of Rio 4:34
03. Gemini 4:17
04. Sad State Of Affairs 4:50
05. Jennie 4:32
06. Domino 5:00
07. Josephine 4:41
08. Space Whisperer 4:34
09. Something Mysterious 4:10
10. Saturn In Velvet 7:26

Besetzung:

Björn Strid (voc)
David Andersson (guit)
Sharlee D’Angelo (bass)
Jonas Källsbäck (drums)
Sebastian Forslund (guit & percussion)
Richard Larsson (keys)

Internet:

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Funkender sich als Chefredakteur bemühender Metalverrückter. Passion und Leidenschaft wurden fusioniert in der Verwirklichung dieses Magazins.