Band: Under Destrucion
Titel: Vanguard
Label: Selfreleased
VÖ: 20.03.15
Genre: Melodic Death Metal
Bewertung: 5/5
Written by: Robert

Under Destruction kehren nach fast zwei Jahren mit ihrer Ep „Vanguard“ zurück. Erneut greifen die Jungs dieser Melodic Death Metal Institution ordentlich in die Trickkiste. Gereifter kommt man nun daher und vermehrt blickt man abermals in die Göteborg Metal Ecke. Wer die Truppe kennt, weiß, dass hier aber nicht ein lauwarmer Aufguss hervorgezaubert wird, nein man serviert uns eine stattliche, sehr eigenständige Melange. Leichtere Brisen aus dem polnischen Death Metal Eck sind ins neue Songwriting geflossen und das verstärkt den Style der Formation ungemein. Gnadenlos lassen die Burschen ihre Death Metal Peitsche auf uns hernieder prasseln und die sehr düster veranschlagte Produktion lässt diese Ep sehr knackig schallen. Dies heißt es fehlt niemals am gehörigen Wums, aber auch nicht an gut ausgefeilten Melodien. Die Jungs zeigen sich hier und da leicht progressiver, doch den Großteil erledigt man mit einem druckvollen Schlaghammer, welcher alles in Schutt und Asche schrämt. Leichtere Attribute hauchzarter eingefädelten Materien orchestraler – bombastischen Verknüpfungen hieven die Jungs noch etliche Etagen höher. Es ist einfach unglaublich mit welcher Vielfalt man hier neuen Schwung bzw. einen Sturm ins Geschehen bringt. Das steht eben für die Combo. Sie waren zwar dafür bekannt, dass sie nicht schäbiges Mittelmaß bieten, aber mit dieser EP hat man sich wahrlich selber gemausert. Die Flagge des gereiften Melodic Death Metal Made in Austria wird eisern hochgehalten und das darf man durchaus mit Stolz geschwelgter Brust tun. Selten erlebt man solch eine Ausgewogenheit in diesem Genre. Frisch und frei von allen Trends wird eben die Innovation und eigene Kreativität in den Vordergrund gestellt und dafür haben sich die Steirer Melodic Deather alle Daumen nach oben verdient. Da heißt es für viele Genrekollegen gut festschnallen den Under Destruction sind auf der Überholspur und dies mit einem mächtigen Gefährt unterm Hintern.

Fazit: Megageile EP die uns hier aus der grünen Mark ereilte. Zwar hofft man inständig auf eine baldige Full Length Runde, aber mit dem gut strotzenden 6 Tracker hat man eine Nachfolge angetreten die man so nicht erahnen hätte können. Innovation und Eigenständigkeit stehen nach wie vor an erster Linie.

Tracklist:

01. Son Of Sam
02. The Vanguard
03. Solanum
04. Storm (Guardians Part III)
05. A.D.
06. Tide (Guardians Part IV)

Besetzung:

Daniel (voc)
David (guit)
Christopher (guit)
Stefan (bass)
Stefan (drums)

Internet:

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Funkender sich als Chefredakteur bemühender Metalverrückter. Passion und Leidenschaft wurden fusioniert in der Verwirklichung dieses Magazins.

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