Band: Vehemenz
Titel: Vehemenz
Label: MDD
VÖ: 2014
Genre: Black Metal
Bewertung: 3,5/5
Written by: Daniel

Tatsache Nummer eins: Das kleine MDD Label hat schon immer einen guten Riecher für gute Nachwuchsbands gehabt, eine Tatsache die Vehemenz mit diesem Album untermauern. Tatsache Nummer zwei: Ich mag es nicht wenn an sich eigenständig klingende, junge Bands mit bekannteren Bands ihres Genre verglichen werden, aber wie zum Henker soll der Rezensent dem interessierten Leser die famose Scheiblette denn sonst näher bringen? Halbwegs vernünftige Querverweise sind daher das einzig probate Mittel, eine Tatsache die die folgenden Zeilen untermauern. Die mit gleich drei Gitarristen ausgestatteten Black Metaller begeistern vor allem durch die goldrichtig platzierten ruhigen Momente und die im Rhythmusbereich groovend bis jazzig wirkenden Passagen in den längeren Songs „Bote des Nichts“, „Fragment I“ und „Der Traum … im Chaos vereint“. (Da sind Eisregen zu Krebskolonie – Zeiten nicht weit weg.) Was die Atmosphäre sowie das spielen mit unterschiedlichen Stimmungen angeht fühlt man sich zum Teil an Thränenkind und Nocte Obducta erinnert, vom fiesen und bitterbösen Riffing her bin ich dann mit meinen Gedanken eher bei den grandiosen Helrunar. Das man genauso wie diese betörend melodisch als auch bitterböse zu Werke gehen kann beweisen Vehemenz besonders bei „Fragment I“, das einen von der musikalischen Dramaturgie her gefangen nimmt wie man es selten erlebt. Ebenso beeindruckend ist es wie man bei „Stille um mich“ mit dem Tempo spielt und wunderbare Gitarrenharmonien einbaut um die Spannung hoch zu halten. Wo andere vergleichbare Bands versuchen sich mit Keyboards oder Female Vocals von der Masse abzugrenzen und somit versagen setzen die Newcomer auf melodische, atmosphärische Metalparts, eine konsequente Lösung die sehr gut funktioniert. Musikalisch gibt es bei den fünf Songs rein gar nichts zu beanstanden, doch lyrisch ist so manche Zeile noch im Argen. Sachen wie “ In der Tiefe verlieren, im Dasein erfrieren “  oder “ Vergessen, versessen, vergessen ist der Traum “ sind sicher noch verbesserungswürdig, dennoch schlummert in dieser Band großes Potenzial. Dieses voll auszuschöpfen wird die Zielsetzung für kommende Alben sein und ich bin mir sicher dass es gelingt, bis dahin wird sich dieser gelungene Einstand sicher auf vielen Einkaufszettel wieder finden.

Tracklist:

01. Bote des Nichts
02. Leben gleich Nebel
03. Fragment I
04. Stille um mich
05. Der Traum … im Chaos vereint

Besetzung:

Inclusus (voc)
Monolith Aversion (guit, voc)
Letharg (guit, voc)
Aquarius Igneus (guit)
Furor (drums)

Internet:

Vehemenz @ Facebook

Vehemenz @ Last FM

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