Band: Wound
Titel: Engrainded
Label: F.D.A. Rekotz
VÖ: 20.01.17
Genre: Black/Death Metal
Bewertung: 2/5
Written by: Robert

Wound - Engrainded album artwork, Wound - Engrainded album cover, Wound - Engrainded cover artwork, Wound - Engrainded cd coverFür die Leute, die ihren Black Metal aus den Restspuren etlicher Old School Death Elemente mögen, könnte man Wound aus Deutschland empfehlen. Was beim Release „Inhale the Void“ aus dem Jahr 2013 noch als guter Old School Death Metal unters Volk gebracht wurde, ist umgeformt worden. Der Reifeprozess, folgendermaßen zumindest muss man es bezeichnen, hat also vier Jahre gedauert. Was erwartet einen von einer Truppe, welche ihre Roots fast gänzlich von Bord wirft und in neuen Gestaden wildert. Mir schwante einfach nichts Gutes!

Hätten Wound dieses Machwerk zu Beginn der 90er Jahre rausgebracht, so würden sie tatsächlich als True Metal Kapelle gelten, welche die Szene beeinflusst hätten. Doch die Wiesbadener Combo existiert erst seit 2011 und giert nach der eher Death Metal Vergangenheit einzustufenden Zunft fortan in einem Bereich, wo man alten Helden nicht wirklich das Wasser reichen kann. Die vorliegende Musik im Schwarzwurzelmetal ist definitiv nicht schlecht, wenngleich man die Roots ausnahmslos klar erkennt und das gleichmäßig von vielen Szenevorreitern in diesem Genrebereich abgekupfert wurde.

Fortschritt ist nicht prinzipiell das Nonplusultra, nach dem eine Band streben sollte, vor allem, wenn man fürwahr starke Death Roots intus hatte. Wieso man nicht diese weiter ausgebaut hat verstehe ich nicht ganz. Somit will man den Hörer eben in den Bann des ungekünstelten Black Metal ziehen, sodass die Stereo-Anlage erzittern. Nun gut selbst der teuflischste Black Metaller ist da schon abgebrüht und hat entweder seine Helden und Roots, oder er stigmatisiert eine Band nach dem Bestand und der Technik. Beides ist gewiss nicht Fisch oder Fleisch bei dieser Combo. Wie erwähnt sicherlich hat man ein gutes Standbein, in diesem ist man aber meiner Meinung nach unprätentiös nicht gut aufgehoben. Diese Entwicklung ist eher ein Schritt nach hinten als nach vorne.

Es wird versucht die geballte Kraft dieses straighten Black Metals unters Volk zu mischen, ob dies nun restlos den astreinen Underground Black Metaller begeistern wird? Ich wage es hinreichend zu bezweifeln, auch wenn die deutschen Herrschaften eine starke Düsterrhythmik beherrschen. Wie angemerkt, mehr Death Metal Roots passen zu diesem Act schlicht besser und das nimmt man ihnen eher ab, als den Black Metal.

Fazit: Fortbestand und Weiterentwicklung unter dem Motto: Lieber einen Schritt zurück. Finde ich etwas schade bzw. verstehe ich nicht, denn der Vorgänger war eine arschgeile Scheibe. „Engrainded“ kann da nicht mal ansatzweise mitmischen bzw. anknüpfen.

Tracklist:

01. I Am Havoc 06:37
02. The Gateway to Madness 05:51
03. Thy Wrath and Fire 05:18
04. Morbid Paradigm 04:08
05. Carrion 03:27
06. Of Non Serviam 05:01
07. The Plague 04:10
08. Engrained 12:25

Besetzung:

Lexow (drums)
Schettler (voc)
Schulz (bass)
Friederichs (guit)
Last (guit)

Internet:

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About Author

Funkender sich als Chefredakteur bemühender Metalverrückter. Passion und Leidenschaft wurden fusioniert in der Verwirklichung dieses Magazins.

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