Powerrage – Beast - Artwork

Band: Powerrage 🇨🇦
Titel: Beast
Label: High Roller Records
VÖ: 24/04/26
Genre: Blackend Speed/Thrash/Heavy Metal

Tracklist

01. Dark Wings
02. Cremation Damnation
03. Dragon Man
04. Haunted Hell
05. I Torture I Kill
06. The Devil is Screaming
07. Damned and Cursed
08. The Black Mass

Besetzung

Jacques Bélanger – Gesang
John Ricci – Gitarren
Todd Pilon – Bass
Lucas Dery – Schlagzeug

Bewertung: 3/5

60%

Exciter – Urgestein John Ricci hat mit siebzig Jahren immer noch Bock und wird in Form seiner neuen Band POWERRAGE vorstellig. Sowohl der Bandname als auch der Albumtitel »Beast« sind Programm, was vor allem am ebenfalls ehemaligen Exciter – Mitglied und Sänger Jacques Bélanger liegt. Dieser überzeugt hier auch als Einziger auf ganzer Linie.

»Beast« ist zwiespältig.

Zum einen wissen vor allem »Haunted Hell« und »The Black Mass« richtig zu überzeugen. Die Melanche aus einem schleppenden, sehr fiesen Hauptriff und dem zwischen King Diamond und Harry Conklin befindlichen Vocals funktioniert im erstgenannten Lied ebenso perfekt wie der Umschwung vom traditionell intonierten Chaos hinzu zur pechschwarzen Doomorgie im zweiten Anspieltipp.

Dass »Beast« kein Exciter – Abklatsch ist, hört man schon am Eröffnungsstück und dem darauffolgenden »Cremation Damnation«, welches sich eher wie eine Huldigung an Satan`s Host anhört. Diese Reminiszenz betrifft auch die sterile Produktion, mit der man aber durchaus leben kann.

Was allerdings schade ist, sind die vielen eher durchschnittlichen Songs. Und die sind mit dem unaufgeregten, zumeist sehr monoton dahinplätschernden »Dragon Man« sowie den beiden sehr ähnlich aufgebauten »I Torture I Kill«
– welches aber immerhin mit einem göttlichen King Diamond – Worshipping seitens Bélanger gegen Ende ausgestattet ist –
und »The Devil Is Screaming« mit gut einem Drittel des Materials leider nicht wenige.

Fazit:

POWERRAGE legen ein Debüt vor, das mit nur zwei wirklich sehr starken Kompositionen aufwarten kann, die übrigen schwanken zwischen solide und gut.
Auf »Beast« überzeugt nur der Gesang vollends und die Produktion könnte etwas fetter aus den Boxen knallen. All das aber sollte weder den Exciter -, noch den Black Thrash – oder Speed Metal – Fan tangieren.
Die bekommen hier genug reichhaltiges Futter nach ihrem Gusto. Der Rest, insbesondere der Satan`s Host – und King Diamond – Feinschmecker (der es auch mal derber mag), sollte sich erst einmal einen Probehappen gönnen. Es wird so einigen munden.

Internet

POWERRAGE - Beast

Vorheriger ArtikelDyecrest – Defying Gravity