AETHERIC EXISTENCE – Horrifica

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AETHERIC EXISTENCE – Horrifica

Band: Aetheric Existence
Titel: Horrifica
Label: Self Released
VÖ: 01/01/21
Genre: Symphonic Black Metal
Bewertung: 3,5/5

Die Zwei-Mann-Formation AETHERIC EXISTENCE aus den USA versucht sich an symphonischem Black Metal á la CARACH ANGREN, DIMMU BORGIR und SEPTIC FLESH. Ihr zweites Album „Horrifica“ kann die musikalischen Einflüsse der beiden Amerikaner kaum verbergen. Wer allerdings genauer hinhört, erkennt den individuellen Stil von AETHERIC EXISTENCE, der durch die Noten sickert.

Im Mai 2019 hat die Band ihr Debüt „Aetheric Existence“ veröffentlicht und viel mehr ist über sie nicht herauszufinden, außer, dass die beiden einzigen Mitglieder unter den Pseudonymen Aetheris und Essentia bekannt sind.

Bis auf die offensichtlichen musikalischen Vorbilder verrät „Horrifica“ mit welchen Themen sich die Herren wohl gerne beschäftigen: dem Paranormalen, übersinnlichen Kreaturen, Tod, Krieg, usw. Die Inspiration holen sie sich dabei von eigenen Alpträumen und diversen literarischen Werken wie Legenden.

Als eingefleischter Carach Angren-Fan klingt für mich symphonischer Black Metal von anderen Bands meistens wie eine schlechte Imitation der Horror-Meister aus den Niederlanden. Das war bei „Horrifica“ anfangs genau der Fall, deswegen hat es verdammt viele Durchgänge gebraucht, von diesem Eindruck wegzukommen.

Letzten Endes hat mir das Album ganz gut gefallen, obwohl der bittere Nachgeschmack eines Imitationsversuchs immer noch bei mir aufkommt.

Auf „Horrifica“ sind ein paar Lieder, die sehr gut gelungen sind und viele Parts, bei denen ich innehalten und die Lautstärke lauter drehen muss. Mein persönlicher Favorit ist „A Drowning Reflection“, weil hier die symphonischen Elemente grandios auf die restlichen Instrumente abgestimmt sind und man wunderbar durch die Geschichte geführt wird. Es gibt einen roten Faden, der sich durch den gesamten Song zieht, sowie Höhen und Tiefen, die mitfiebern lassen.

Vielen Liedern fehlt dieser rote Faden. „The Bell“ ist ein Beispiel dafür – bis zur Mitte des Songs ist er wirr und nicht erwähnenswert, der Part mit dem Streichersolo lässt dann aber aufhorchen. Ähnlich geht es mir mit „The Seventh Barn“ und „Wendigo Psychosis“, obwohl beide Lieder Stellen haben, die extrem gut gelungen sind.

Der Stil von AETHERIC EXISTENCE ist düster und makaber. An ihrem Feingefühl für die Abstimmung zwischen Geschichte, Orchestermusik und Black Metal müssen sie noch feilen. Potenzial sehe ich auf jeden Fall in der Band, denn wie bereits erwähnt, bietet „Horrifica“ zahlreiche Momente, in denen man ihre wuchtigen Riffs und Blastbeats in voller Intensität genießen muss.

Fazit: AETHERIC EXISTENCE zeigen mit „Horrifica“ zwar, dass sie symphonischen Black Metal produzieren können, lassen aber noch viel Raum für Verbesserungen.

Tracklist

01. Aboreal Flesh
02. These Fields Once Green
03. Beneath the Wood & Lacquer
04. The Bell
05. Igni
06. The Outsider

07. The Seventh Barn
08. Wendigo Psychosis
09. A Drowning Reflection
10. Castle Houska
11. Within these Walls
12. Naaldlooshii

Besetzung

Essentia (Vocals and Keyboards)
Aetheris (Guitars)
 

Internet

AETHERIC EXISTENCE – Horrifica CD Review

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