Tracklist
01. Beyond the Passing (Intro)
02. My Reality
03. Achlys
04. Basket of Burdens
05. In Memoriam
06. Pain Remains
07. Broken
08. He is Dead
09. Wish You Were Here
10. How Can They
11. I Feel
Besetzung
Alf Kluge – drums
Björn Fuhlendorf – bass
Carsten Geerlings – guitar
Michael Dormann – guitar, vocals
ANASARCA ist eine aufstrebende Death-Metal-Band, die mit ihrer harten, rohen Klangästhetik und intensiven Atmosphäre beeindruckt. Das Line-up besteht aus Alf Kluge am Schlagzeug, Björn Fuhlendorf am Bass, Carsten Geerlings und Michael Dormann an Gitarre sowie Gesang. Die Band verbindet brachiale Riffs mit einer düsteren, atmosphärischen Tiefe und schafft so ein eindrucksvolles Hörerlebnis für Fans des Genres.
Das neueste Album, »Achlys«, wurde im Wretched Noise Studio aufgenommen und abgemischt, wobei Dennis Israel von Clintworks das Mastering übernahm. Die Produktion zeichnet sich durch klare, kraftvolle Klänge aus, die den charakteristischen Death-Metal-Sound unterstreichen.
Das Album beginnt mit »Beyond the Passing«, einem Intro, das sofort die Stimmung setzt, bedrohlich, langsam, fast cinematic. Es wirkt wie ein Vorbote auf das, was folgt, und öffnet die Tür zu einer Welt aus Schwere, Schmerz und musikalischer Präzision. Bereits hier zeigt sich, ANASARCA setzen auf Atmosphäre, nicht auf überbordende Technik.
»My Reality« knüpft daran an und verbindet klassische Death-Metal-Riffs mit melancholischen Zwischenspielen. Die Gitarren von Carsten und Mike wechseln geschickt zwischen aggressiver Härte und melancholischer Melodie, während Alf die Songs mit druckvollem, präzisem Schlagzeug trägt. Björns Basslinien verleihen allem die nötige Tiefe.
Schmerz, Vergänglichkeit, Reflexion
Mit »Achlys« selbst zeigt die Band, dass sie nicht nur Lärm erzeugen will. Der Song ist ein langsamer, drückender Track, der die existenziellen Themen des Albums aufgreift. »Basket of Burdens« fühlt sich wie eine Last auf den Schultern an, während »In Memoriam« eine fast hymnische Ruhepause einlegt, die die Intensität der vorherigen Songs noch stärker spürbar macht.
Harte Stücke wie »Pain Remains« und »Broken« zeigen, dass die Band das Handwerk versteht. Die Wucht ist spürbar, die Riffs sitzen, der Gesang von Mike wechselt zwischen gutturalen Growls und tiefer, fast melancholischer Stimme. »Wish You Were Here« überrascht mit einer Referenz, die zunächst bekannt klingt, sich aber in eine eigenständige Version verwandelt. Am Ende bieten »How Can They« und »I Feel« eine Mischung aus Nachdenklichkeit und dunkler Wucht, ein passender Abschluss für ein Album, das viel Raum für Reflexion lässt.
Der Stil von ANASARCA auf »Achlys« ist geprägt von einem klassischen Death-Metal-Sound, der durch modern anmutende Produktionselemente ergänzt wird. Die Gitarrenarbeit von Carsten und Mike ist prägnant, wobei die Vocals eine Mischung aus gutturalen Growls und schreienden Elementen sind, die die dunkle Atmosphäre perfekt unterstreichen.
Produktion und Klangbild
Das Album wurde in Wretched Noise Studio aufgenommen und sorgfältig gemischt. Die Produktion wirkt klar, druckvoll und doch organisch. Dennis Israel sorgt beim Mastering für ein ausgewogenes Klangbild. Die Gitarren kommen scharf und präsent, Bass und Drums harmonieren, ohne sich zu überlagern, und der Gesang sitzt stets gut im Mix. Für Fans des Genres klingt »Achlys« vertraut, aber nicht austauschbar.
»Achlys« zeigt eine Band, die sich in ihrem Stil gefunden hat, aber noch nicht an ihre Grenzen gestoßen ist. Die Songs sind solide komponiert, die Leistung der Musiker stimmt, und die düstere Atmosphäre zieht sich konsequent durch das Album. Dennoch fehlt dem Werk stellenweise die letzte Überraschung, die es von einem guten zu einem herausragenden Death-Metal-Album machen könnte.
Mit 3 von 5 Punkten ist das Urteil ausgewogen. ANASARCA liefern ein hörenswertes Album für Genre-Fans, das aber keine neuen Maßstäbe setzt. Wer die Mischung aus Melodie, Härte und melancholischer Tiefe schätzt, findet in »Achlys« einen soliden Beitrag zum modernen Death-Metal.
Fazit: ANASARCA’s »Achlys« ist eine kraftvolle Platte, die Fans des Genres anspricht.

