Angband – Rising from Apadana

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Band: Angband
Titel: Rising from Apadana
Label: Pure Steel Records
VÖ: 2008
Genre: Power/Progressive Metal
Bewertung: 3/5
Written by: Robert

Wie hat es Kobi Farhi von Orphaned Land mal in einem Interview ausgedrückt, der Nahe Osten hat eine gesunde Szene und vor allem die Metaller haben eine gute Freundschaft, egal ob Juden oder Islamisten. Eine Band die mir aus den Nachrichten bekannt ist sind die Iraner Angband. Denke bzw. weis von einer Dokumentation das diese Trupp unter genauer Beobachtung der Sittenwächter der Ayatollah ist. Habe es schon mal angekündigt diese Fundmentalisten sollten sich mehr Metal anhören und wären mit Sicherheit etwas lockerer. Seit 2004 arbeiten nun die Theraner an ihrem Material und nun ist es endlich soweit, die übrige Metal Welt macht man nun mit „Rising from Apadana“ auf sich aufmerksam. Ashkan Yazdani (voc), Mahyar Dean (guit) M. Halaji (bass) und Ramin Rahimi (drums) frönen hier eindeutig den Sittenwächtern verhassten Amerikanern Iced Earth mit einem ordentlichen orientalischen Einschlag. Sicher die Produktion ist jetzt nicht so sauber wie man es sonst gewohnt ist, davon sollte man aber wirklich hinwegsehen, wenn man weis unter welcher Gefahr und mit welchen Mitteln diese Truppe arbeitet.

Den Beginn macht man mit „Incarnation of Truth“ und die Truppe ackert solide und mit einer gehörigen dreckigen Härte. Viele parallelen mit Iced Earth in ihren Anfangstagen sind erkennbar und dennoch bestechen die Iraner hier mit viel Potential und einer gehörigen Portion Eigenständigkeit. Der melancholische Faktor der hier immer wieder durchblickt ist eine Wucht und wird durch düstere Klänge verfeinert. Die orientalischen Riffs die man an und ab abliefert sind ein Genuss und unterstreichen das Potential welches die Truppe besitzt. Frontmann Ashkan klingt wie eine Mischung aus John Greely und Mathew Barlow. Recht kräftig shoutet und singt er die Vocals und beweist viel Bandbreite. „Lighter Days“ brettert ordentlich speedig und hart aus den Boxen. Der Melancholiefaktor kommt auch hier zum Tragen und verfeinert das Ganze um Ecken. Kann mir nicht helfen trotz der Produktion bestechen die Herrschaften mit viel Flair und Können. Weiters legen die Jungs aus dem Nahen Osten eine Spielfreude an den Tag, den sich viele Underground Bands aus hiesigen Gefilden zu Herzen nehmen sollten. Dieser Truppe geht es noch um die Musik und nicht ums Kohle scheffeln. Viele Power Metal Riffs gibt es auch hier als geballtes Bangerkraftfutter und laden zum Bangen ein. Zwar finden hier immer wieder und sehr oft deutliche Kurskorrekturen statt, diese wurden aber sehr ausgewogen eingesetzt. Ein kurzes Zwischenintro in Form von „The Eyes“ hat man nun parat. Liebliche Akustikgitarrenklänge leiten nun nahtlos über zu „Flaming Sight“. Eine recht thrashige, bretterharte Nummer die ich bereits aus dem Beitrag eines Nachrichtensenders kannte. Geiles Stück, das zum Bangen und Abhotten einlädt. Die Chorvocals passen wie die Faust aufs Auge. Dieser Track könnte ebenfalls auf dem Album „Iced Earth“ oder gar „Night of the Stormrider“ stehen. Der Wechsel in die melancholische, ruhige Ecke ab der Mitte ist eine Wucht und auch in besonnenen Gefilden strotzen die Herrschaften nur so vor Kraft. Etwas mehr für die Power Metal Fraktion ist nun „Before the End of Time“. Hier höre ich einige parallelen zu Orphaned Land raus. Zwar hat dies mit dem Power Metal nicht viel zu tun, aber die orientalischen und düsteren Elemente die hier immer wieder zum Tragen kommen erinnern an die Israelis. Im Großen und Ganzen besticht man aber mit viel souveränen gespielten Power Metal, der mit vielen Soundideen angereichert wurde. An vorletzter Stelle hat man nun das thrashig/doomige Stück „Look Into the Abyss“ gepackt. Ein Doomgewitter jagt das nächste und die werden immer wieder durch Thrash Metal Blitze unterbrochen. Superbe Mischung die man hier für uns parat hat. Zum Ende hin wird ordentlich Druck gemacht und da kann ich mir vorstellen, dass die kleine iranische Metalszene ordentlich abgeht. Zu guter letzt schiebt man noch „The King’s Command“ nach. Einem recht netten Instrumental mit viel Düsterflair. Zwar vermisse ich ein wenig die Vocals, aber auch so macht dieser Track richtig Laune. Vor allem weil man hier einige Ideen kredenzt bekommt die laut aufhorchen lassen.

Fazit: Supported den iranischen Metalunderground und legt euch dieses Teil zu. Power Metal Fans kommen hier allemal auf ihre Kosten, auch wenn jetzt der Sound nicht so gut ausgefallen ist. Fuck the Sittenwächter & the Ayatollahs. ANGBAND for President of the Republik of Iran. Herr Mahmud Ahmadinedschad sollte sich mehr dieser Truppe zuwenden und die Musik unterstützen, anstatt mit Atombomben zu jonglieren. METAL MUSIC FROM IRAN RULES!!!

Tracklist
01 Incarnation of Truth
02 Lighter Days
03 The Eyes
04 Flaming Sight
05 Before the End of Time
06 Look Into the Abyss
07 The King’s Command

Besetzung
Ashkan Yazdani (voc)
Mahyar Dean (guit)
M. Halaji (bass)
Ramin Rahimi (drums)

Internet
Angband Official Website
Angband @ MySpace

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Funkender sich als Chefredakteur bemühender Metalverrückter. Passion und Leidenschaft wurden fusioniert in der Verwirklichung dieses Magazins.

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