ANNIHILATOR – Ballistic, Sadistic

ANNIHILATOR - ballistic sadistic album cover

Band: ANNIHILATOR
Titel: Ballistic, Sadistic
Label: Silver Ligning Music/ Warner ADA
VÖ: 24/01/2020
Genre: Groove/Thrash Metal
Bewertung: 5/5

Jeff Waters und sein Baby ANNIHILATOR sind ein Urgestein des kanadischen Thrash/Speed Metals. Die Scheiben aus der Feder des Gitarrenhexers sind ein Bestandteil der Szene und viel Gitarristen orientieren sich gerne am Spiel des Kanadiers. Seit dem Release „Suicide Society“ hat meine Wenigkeit die Truppe merklich aus den Augen verloren. Dieser Output wollte sich mir gar nicht erschließen. Bereits bei den ersten Soundstücken der Ankündigung für das Album „Ballistic, Sadistic“ stieg das Interesse merklich an. Kehrt Jeff mit seinen Mannen fürwahr zu den alten Wurzeln zurück? Ja, und zwar macht der Mastermind einen Sprung zurück zu den grenz-genialen Songs von Alben der Marke „King Of The Kill“ und „Refresh The Demon“.

Im Jahr 2020 des Thrash Herrn haben ANNIHILATOR erneut Blut geleckt und klingen ungestümer als man es vorab erahnen hätte können. Mit treffsicherer Entschlossenheit werden die Trademarks ausgepackt, mit denen ich damals bei „Alice In Hell“ in den Bann von Jeff Waters und seinen Mitbegleitern gezogen wurde. Knackige Stücke die stets auf meiner persönlichen Playlist anhaltend wieder Platz finden. Amtliches Gebretter und eine Rhythmusfraktion die einen um den Verstand bringt. Warum? Nun, weil die Stücke mit viel fest harkenden Elementen ins Gedächtnis kommen, sodass der Hörer zweifelsohne seine Rübe bis zum Exzess mit beutelt.

Die bei mir nicht unbedingt hoch im Kurs stehenden Egotrips von „Suicide Society“ sind gänzlich verschwunden und ANNIHILATOR trumpfen in geballter Teamdynamik auf. Kann es sein, dass der gute Jeff mehr an seinem Gesang gearbeitet hat? Diese These erschließt sich bei mir nach dem x-ten Durchlauf abermals, denn auf „Ballistic, Sadistic“ zeigt sich Mr. Waters von seiner bisher stärksten Seite. Unglaublich mit welch tollem Shouting er sich und seine Rhythmusfraktion durchs Geschehen hetzt.

Würde sogar so weit gehen zu sagen, dass es aufgrund dieses Auftretens keinen besseren Sänger für ANNIHILATOR gegeben hat wie Mister Waters selbst. Durch diese Trademarks lässt er all seine bisherigen gesanglichen Mitstreiter im Schatten stehen. Merklich aggressiv ansteigendes Spiel und ein guter Schuss der klassischen ANNIHILATOR Rhythmen sind eine perfekte Balance, die den langjährigen Verehrer dieser Band das Höschen ausziehen wird.

Eine technische Raffinesse jagt die nächste und das groovig aufgepeppte Produktionsniveau spricht Bände. Die gewaltigen Soundgranaten schlagen mit Wucht ein und bringen einen dazu die heimische Bude im schweißtreibenden Solo-Moshpit niederzureißen.

Fazit: ANNIHILATOR servieren uns mit „Balistic, Sadistic“ einen grenzgenialen Happen in Sachen wütender Groove/Thrash Thematik!

Tracklist

01. Armed to the Teeth
02. The Attitude
03. Psycho Ward
04. I Am Warfare
05. Out with the Garbage

06. Dressed up for Evil
07. Riot
08. One Wrong Move
09. Lip Service
10. The End of the Lie

Besetzung

Jeff Waters (vocals/guitar)
Rich Hinks (bass)
Aaron Homma (guitar)
Fabio Alessandrini (drums)

Internet

ANNIHILATOR – Ballistic, Sadistic CD Review

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Funkender sich als Chefredakteur bemühender Metalverrückter. Passion und Leidenschaft wurden fusioniert in der Verwirklichung dieses Magazins.

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