Arrayan Path – The Marble Gates To Apeiron

Arrayan Path - The Marble Gates To Apeiron - album cover

Band: Arrayan Path
Titel: The Marble Gates To Apeiron
Label: Pitch Black Records
VÖ: 27. November 2020
Genre: Epic Power Metal
Bewertung: 3.5/5

Der sehr theatralische Stil des in Zypern ansässigen Quartetts ist ohne Zweifel eine reine Geschmackssache und birgt stets die Gefahr, vom schmalen Grad zwischen Epos und Kitsch abzurutschen.
Mit dem Vorgänger Archegonoi vor zwei Jahren ist eben dies passiert,
und auch beim neuen Werk THE MARBLE GATES TO APEIRON hat man beim zuvor veröffentlichtem Titel- und Eröffnungsstück,
zumindest die ersten 24 Sekunden, die Befürchtung,
dass die Band immer noch im Sumpf überbordender Dramatik steckt.

Eine Empfindung, welche sich dann jedoch lediglich als ein Nachhall des
(von mir immer noch als enttäuschend zu bewertetenden) Vorgängers erweist,
denn dann geben ARRAYAN PATH dem Hörer wieder ihre typischen Merkmale preis.
Diese bestehen aus leicht progressive Elementen, welche an KAMELOT denken lassen,
epischen, hauptsächlich von WARLORD beeinflussten Elementen und energiegeladenem Power Metal.

Die Scheibe wirkt weniger verkrampft als der Vorgänger und bietet sehr viel Abwechslung.
Metamorphis beginnt eher gediegen symphonisch, enthält im Fortgang allerdings (für Bandverhältnisse) sehr harte Gitarren.
Virus brettert hingegen heftig und schleppend in den Strophen, während man im Refrain das Tempo anzieht und die Keys in den Vordergrund rückt.

So abwechslungsreich das Album ist, so sehr schwankt  jedoch leider auch das Niveau.
The Mourning Ghosts und To Live Another Day entpuppen sich mit ihren Euro Power Metal – Anleihen schon beim ersten Hören als Lückenfüller.
Ebenso durchschnittlich ist das an die noch erträgliche Mitt-/Endneunzigerphase von MANOWAR (R.I.P.) erinnernde The Mask Of Sanity.

Das Abschlusstrio hingegen zeigt auf, wozu die Mannen um Nicolas Leptos eigentlich imstande sind.
The Cardinal Order und A Silent Masquerade sind,
mit der leicht vertrackten Rythmusarbeit, den zwingenden Riffs sowie der sehr anspruchsvollen Melodieführung weder zu fordernd für den Zuhörer noch haben sie ein Verfallsdatum.

THE MARBLE GATES TO APEIRON ist an sich ein starkes Album.
Denn auch wenn es in der Mitte etwas durchhängt, führt es ARRAYAN PATH spätestens mit dem, mit sehr düster untermaltem Chor versehenen, Black Sails ( The Nemean Ode), endgültig wieder zu alter Stärke zurück.
Wer Archegonoi abgefeiert hat, kann hier locker zugreifen, wer die Werke davor zu schätzen weiß, dürfte zumindest zufrieden sein.

Tracklist

01. The Marble Gates to Apeiron
02. Metamorphosis
03. Virus
04. The Mourning Ghost
05. To Live Another Day

06. The Mask of Sanity
07. The Cardinal Order
08. A Silent Masquerade
09. Black Sails (The Nemean Ode)

Besetzung

Nicholas Leptos – Gesang
Christofors Gavriel – Gitarren
Socrates Leptos – Gitarren
Miguel Trapezaris – Bass

Internet

Arrayan Path – The Marble Gates To Apeiron CD Review

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