Band: Battlelore
Titel: Doombound
Label: Napalm Records
VÖ: 2011
Genre: Folk Metal, Power Metal, Symphonic / Epic Metal
Bewertung: 4,5/5
Written by: Robert

Die Herr der Ringe Freaks Battlelore haben wieder etwas für die Fangemeinde auf einen Silberling gebannt. In kontinuierlichen Zügen kann man die Schaffensphase der Finnen nachverfolgen. Dabei ist man sich dabei steht’s treu geblieben. Egal welche Unkenrufe laut wurden, niemals ließ man sich beirren und hielt am begonnen Kurs fest. Album Nummero sechs steht nun für alle Krieger aus dem Ork bzw. Elbenland bereit gehört bzw. gekauft zu werden. „Doombound” steht seinen Vorreitern in nichts nach und bietet genau das was die Fangemeinde von Kaisa Jouhki (voc), Tomi Mykkänen (voc), Jussi Rautio (guit), Jyri Vahvanen (guit), Timo Honkanen (bass), Henri Vahvanen (drums) und Maria Honkanen (keys) ihnen wünscht, als auch erwartet.

Ruhig und etwas zarter wird der Opener „Bloodstained“ angestimmt, dabei wird aber auch sogleich wieder umgeschichtet und auf geht’s zu etwas epochaleren Klängen. Alles in allem ist das Opening etwas schwerfälliger ausgefallen. Für einen Liebhaber der ersten Alben etwas gewöhnungsbedürftig aber durchaus nachvollziehbar. Durch den sehr schwermütigen Sound dem man diesem Stück verpasst hat kann man sehr gute Akzente setzten und niemand wird enttäuscht.

Deutlich druckvoller setzt die finnische Schar mit „Iron Of Death“ nach. Epische Beisteuerungen gibt es auch hier zu Hauf, allerdings etwas zarter eingearbeitet und der vorherrschende, bretternde Sound weiß sehr zu gefallen und zum Rübe schütteln zu animieren. Ein dreckiger – rauer Touch kommt dem ganzen nur zu Gute und wertet das Stück immens auf. Dabei kann man so richtig schöne seine Fantasien spielen lassen.

In der Mischform aus Folklore, und schretternden, treibenden Rhythmus wird bei „Bow And Helm“ weiter gemacht. Der erst genannte Einfluss weiß durchaus zu begeistern und verhindert sofort jeden Gedanken an sinnlosem Gedudel. Weiters prescht man mit Blast Beat Attacken durchs Geschehen damit es nicht zu handsam wirkt. Guter Effekt der das Ganze immer wieder gelungen abrundet. Auch die epischeren Klänge kommen nicht zu knapp zum Einsatz und hat man gekonnt dem restlichen Sound angepasst.

Sehr ruhig und beschaulich erschließt sich einem der Start von „Enchanted“. Dabei beschwichtig man mit einer sehr warmherzigen Spielerei. Dennoch, man verbleibt nicht lange bzw. ganz astrein in diesem Eck. Mit einem deutlichen hymnischen Einschlag wird fortgesetzt, doch man kehrt immer wieder in ruhigere Gewässer zurück. Gute Mischform die uns im ausgewogenen Klang vorgeführt wird. Solche Hymnen wissen zu begeistern, aber nur wenn sie nicht zu überzogen daher kommen. Das die Finnen ein Händchen dafür haben ist unumstritten und auch dieses Mal glänzen sie auf ganzer Linie.

Nach dem sehr fantasievollen Vorgänger, bestreitet man mit „Kärmessurma“ etwas kernigere Wege. Die Truppe strotzt nur so vor treibender Kraft und dabei hat man die Arrangements ganz stark in den Hintergrund gedrängt. Gute Abgehnummer, welche noch mit tollen Melodielinien verfeinert wurde.

Noch um Ecken zackiger setzt man bei „Olden Gods“ zum nächsten Angriff an. Bemerkenswertes Tempo das man hierbei präsentiert. Zwischen diesen schretternden Blast Beat Attacken bremst man sich etwas ein und zeigt sich kurzzeitig von einer etwas idyllischeren Seite.

Wieder zu folkloristisch – wirkende Gefilde kehrt man mit „Fate Of The Betrayed“ zurück. Deutlich idyllischerer Einschlag der hier größtenteils im Stück überwiegt. Doch auch auf harscher Vibes braucht der Fan nicht verzichten und diese kommen zeitgerecht immer wieder als Unterbrechung bzw. Erweiterung.

Treibend, groovend und sehr dreckig bolzt nun „Men As Wolves“ als Ablöse daher. Ein guter Schritt den man mit satten Bombastarrangements verstärkt. Gute Mischung aus beiden Elementen die man einerseits zusammenfasst, aber auch andererseits wieder auf aufeinander prallen lässt. Ein bemerkenswertes Soundgefecht wurde hierbei geschaffen das ordentlich auf die Trommelfelle hämmert.

Deutlich mehr Bombast und fantasievolle, symphonische Sounds stehen bei „Last Of The Lords“ im Vordergrund. Diesem Grundsound tritt immer wieder der raue Einschlag zum Battle gegenüber und verdrängt den erst genannten Einfluss nur kurzzeitig. Durch dieses Wechselspiel hat man es einmal mehr geschafft eine reichhaltige, interessante Kost zu bieten, die man sich auf der Zunge zergehen lassen muss.

„Doombound“ wird sehr schwerfällig und satt doomig begonnen. Die harsch klingenden Gitarren verleihen einem eine Gänsehaut. Kraftstampfender Bolzen der weiterhin mit einem gemäßigten Tempo für Aufsehen sorgt. Zwischendurch beschwichtig die Frontlady, doch schon drängt ihr männlicher Kollege nach vorne und dreht den Spieß wieder um. Erneut baut man auf etwas komplexer wirkende Wechselstrukturen, diese sind aber nicht überladen bzw. überfordern einen. Nein im guten Einklang kann man dem Stück locker wie einem roten Faden hindurch folgen.

Das kurze „Kielo“ steht als Schlusslicht zur Verfügung und wird uns mit einem sehr heroischen Sound ins Ohr gedrückt. Dabei kommt viel Kriegerepos auf und somit beendet man das Album amtlich, besser hätte man es wirklich nicht machen können.

Fazit: Kraftfutter für alle Lebewesen aus dem metallischen Mittelerde. Nahtlos hält man auch beim sechsten Album an der bei „…Where the Shadows Lie“ begonnenen Linie fest und das wird die Fans der Truppe sehr freuen.

Tracklist:

01. Bloodstained 4:34
02. Iron Of Death 4:43
03. Bow And Helm 3:56
04. Enchanted 5:40
05. Kärmessurma 4:24
06. Olden Gods 4:21
07. Fate Of The Betrayed 5:08
08. Men As Wolves 4:38
09. Last Of The Lords 5:43
10. Doombound 8:02
11. Kielo 2:57

Besetzung:

Kaisa Jouhki (voc)
Tomi Mykkänen (voc)
Jussi Rautio (guit)
Jyri Vahvanen (guit)
Timo Honkanen (bass)
Henri Vahvanen (drums)
Maria Honkanen (keys)

Internet:

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About Author

Funkender sich als Chefredakteur bemühender Metalverrückter. Passion und Leidenschaft wurden fusioniert in der Verwirklichung dieses Magazins.

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