Cannon – Burning Love

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Band: Cannon
Titel: Burning Love
Label: Meantime Music
VÖ: 2012
Genre: Heavy Metal
Bewertung: 5/5
Written by: Robert

Zugegeben, das ich ein Retrokitscher bin gebe ich offen und ehrlich zu. Sei es mit TV Serien oder wie in diesem Falle mit der Musik. Heute habe ich ein Schmankerl parat, welches mir wohl den ganzen September wohl nicht mehr aus den Ohren geht. Es handelt sich um die Truppe Cannon. Gut ein Blick auf das Cover verrät nicht viel und auch bei der Info sind die Jungs bis dato für mich völliges Neuland. Heavy Metal steht da als Genre Info, gut das kann auch viel heißen und auch das Intro lässt mich vorerst etwas stutzig werden. Was danach folgt treibt mir die Tränen vor Rührung in die Augen. Ja was ist denn das geiles. Haben sich all meine alten, aufgelösten Helden vereint. Sprich zur Soundtechnischen Mischung tendiere ich den Burschen eine Mischung aus Risk und X-Wild zu attestieren. Röhrende Judas Priest artige Riffläufe werden hier im Dauerfeuer abgefeuert und das bis zum frickelnden Exzess. Das kauzig, rauchige Organ erinnert mich so dermaßen stark an Mister Frank Knight, sodass ich schon wieder einen Blick auf das Line Up werfen muss. Nein dies ist eine völlig andere Person. Schon hier greift der Rezensent zu den Tempotaschentüchern um sich die Tränen abzuwischen und mit Kaffee und einigen Zigaretten nicht zur Lobhudelei auszubrechen. Dennoch auch beim x-ten Durchlauf finde ich kein einziges Manko. Die teils sehr stark hymnisch ausgebauten Tracks sind einfach so dermaßen True und amtlich das es mir alle Sicherungen raus knallt. Hämmernde Power Metal Riffs erledigen noch den Rest. Nicht zu vergessen, das bereits erwähnte, grenzgeniale Organ von Matthias “Mat-Rein“ Jähnke. Die Vocals passen einfach wie die Faust aufs Auge zu den Power Granaten die hier einfach locker vom Hocker abgefeuert werden. Kitschphase? Wohl kaum, sicher das Material ist nur für reine Power Metal Liebhaber der alten Schule, diese werden aber in einen Rausch ausbrechen und ihre Liebsten mit dem laut hörbaren Album etwas die Nerven strapazieren. Grundsolide verstehen es die Hannoveraner wie straighte Power Metal Nummern auf die zwölf feuern und dabei nur Schutt und Asche hinterlassen. Angesichts der doch sehr starken Neuverwurzelung in diesem Milieu sei gesagt. Alte Sachen sind oftmals etwas sehr stark ausbaufähig, doch diese Truppe überzeugt einfach mit einem traditionellen Sound und Neuerungen wären hier so dermaßen fehl am Platz, wie als Vegetarier in einer Metzgerei Tofu zu bestellen. Biergetränkte Power Songs sind einfach ein Garant für den Kuttenträger sich in Erinnerungen zu baden und dafür ist das Material sicherlich genau das Richtige. Es erstellt sich für mich nur noch die Frage, ist es den Herrschaften wohl hold eine breitere Maße anzusprechen? Hm dies wird ein schwieriges Unterfangen. Auf alte Hasen im Business kann man bauen keine Frage, neue Fans gewinnen, mit jüngerem Alter wird wohl etwas schwieriger. Wie auch immer für meinen Teil ist das Album mein Tipp für den September und wird zum Leider meiner Kollegen wohl rauf und runter laufen J

Fazit: Selten erlebt man so guten Heavy/Power Metal der alten Schule. Wer sich selbst in diesem Genre beheimatet sieht sollte sich vom Cover nicht abschrecken lassen, der Sound ist einfach so dermaßen grenzgenial das der Player vorab schon mal abgekühlt werden muss.

Tracklist:

01. Guardian Pipes
02. Guardian of the Night
03. Burning Love
04. Hold Me, Love Me
05. Heads Up With the Devil
06. Goodbye
07. Life
08. Cold Morning
09. Bachrock
10. Holy Devil
11. Dreamer
12. Run for Your Life

Besetzung:

Steve Carrington (bass)
Walter Müller (drums)
Matthias “Mat-Rein“ Jähnke (voc)
Oliver Krüger (guit)

Internet:

Cannon Website

Cannon @ MySpace

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Funkender sich als Chefredakteur bemühender Metalverrückter. Passion und Leidenschaft wurden fusioniert in der Verwirklichung dieses Magazins.

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