Band: Death Over Threat
Titel: Sangre
Label: Xtreem Music
VÖ: 2009
Genre: Thrash Metal
Bewertung: 4,5/5
Written by: Robert

Eine weitere aufstrebende Band in der Riege des immer stärker werdenden Thrash Metal Booms sind die aus Valencia stammenden Spanier Death Over Threat. Die Truppe selbst gibt es bereits seit 2002 aber erst mit „Sangre“ hat man dieses Jahr das erste Machwerk veröffentlicht. Technisch feinster Thrash Metal steht bei ihnen am Speiseplan und hätte ich es nicht besser gewusst, hätte ich fast geglaubt unser guter alter Freund Charly Steinhauer wäre hier zu Werke gewesen. Denn wie seine alten Sachen klingt nämlich das Material von Sacha (voc & guit), Mister (guit), Pio (bass) und Toni (drums). Doch auch etliche andere Thrash Metal Veteranen haben hier Pate für das erste Lebenszeichen gestanden. Dieses Album ist aber nicht nur ein reinrassiger Thrasher, nein auch einige Feinheiten aus dem Power Metal Bereich sind in das Material der Spanier geflossen.

Die Eröffnung von „Under Moon with Wolf“ klingt wie die Filmmusik zu Roman Polanskis Tanz der Vampire, doch nach dieser geht es dann ans eingemachte und herrlicher Thrash Stahl weht im speedigen Tempo einem um die Ohren und dabei legen die Herrschaften ein gehöriges Tempo an den Tag. Wie schon eingangs erwähnt klingt das Material stark von Paradox beeinflusst, was auch an dem Organ des Fronters liegt, der wie der kleine Bruder von Charly Steinhauer ins Mikro röhrt. Etliche Power Metal Roots der temporeichen Gangart werten die Nummer zusätzlich auf. Mit Trompeten, Kling, Klang und Gloria geht es nun nahtlos über zu „Infamy Legacy“ bei dem der Trupp deutlich rauer und eleganter im Thrash Metal verbleibt und diesen nur mit einigen Verzerrungen etwas moderner erscheinen lässt. Die Nummer wird einmal mehr mit Power Metal Roots a la Iced Earth aufgewertet, was vor allem den Refrain Teil mit hymnischen Chören sehr amtlich aus den Boxen dröhnen lässt. Doch im Großen und Ganzen bleiben die thrashigen Trademarks im Vordergrund und bestimmen das Geschehen. „Einmal ist keinmal“ ist der nächste Song im Bunde und hier schlagen die Spanier sehr stampfende und sägende Power Metal Trademarks mit einem kleinen Schuss an Teutonen Stahl ein. Mit viel Judas Priest im Blut geht es nun bei „Feel Hate“ weiter. Schöne Rifforgie die uns die Herrschaften zu Beginn bescheren. Doch nach etwa 40 Sekunden ist man mit der Spielerei am Ende und donnert ordentlich daher. Im besten Thrash Metal Gewand der Marke Exodus trifft auf Testament und komplettiert wird das Ganze noch mit Paradox Anleihen. Nach den recht temporeichen Vorgängern hält man erst bei „New Idols Leading Rats“ das erste mal eine kurzzeitige Pause ein, doch lange sollte man nicht versuchen sich zu erholen, denn schon setzen die Jungs zum nächsten Angriff an, dieser wird aber immer wieder durch kurze ruhende Parts unterbrochen, bevor man wieder erneut flotter ansetzt. Ordentlich wird nun bei „Blood and Tears“ geschrettert was das Zeug hergibt. Wie von der Trantel gestochen geht die Formation hier ab und begibt sich unvermindert auf eine speedige Reise, bei der man ordentlich rotiert und den geneigten Fan somit eine herrliche Moshpit Nummer bietet, die noch zusätzlich mit etlichen Growl Parts ausgestattet wurde. Dadurch wirken vor allem diese Parts sehr düster und rau. Wie verrückt, wie es der Titel „Insane“ schon aussagt, werkeln Death Over Threat hier weiter. Vom Tempo her hat man noch etliche Zahnräder nachjustiert und galoppiert hier mit viel Feuer unterm Hintern dahin. Raue Growl – Shouts Einlagen versüßt man mit etlichen alten Iced Earth Trademarks. Mit Windgeheul und einem besonnen Bassbeitrag wird nun „Burial Tears“ eingeläutet. Dieses ruhige Stück verschafft das erste Mal eine wenig Zeit zum Verschnaufen. Ruhige Chorparts begleiten hier ein besänftigendes Bassspiel. Man kann nur hoffen dass sich die Hörerschaft genügend erholt hat, denn mit „Deathreat“ setzt man nun zum letzten Todesstoß an. Zum Ende hin wird noch einmal eine Lawine losgetreten die alles unter sich begräbt.

Fazit: Hammertightes Teil was uns hier die Spanier beschert haben. Wer auf eine gediegene Mischung aus Paradox, Testament, Exodus und Iced Earth steht, für den ist dieses Album das absolut richtige.

Tracklist:

01. Under Moon with Wolf 06:25
02. Infamy Legacy 04:39
03. Einmal ist keinmal 06:51
04. Feel Hate 06:06
05. New Idols Leading Rats 06:28
06. Blood and Tears 05:34
07. Insane 05:27
08. Burial Tears 03:24
09. Deathreat 04:09

Besetzung:

Sacha (voc & guit)
Mister (guit)
Pio (bass)
Toni (drums)

Internet:

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Funkender sich als Chefredakteur bemühender Metalverrückter. Passion und Leidenschaft wurden fusioniert in der Verwirklichung dieses Magazins.

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