Tracklist
01. Intro
02. Before Your Awaken
03. Death’s Ashes Upon
04. Contemptus Mundi
05. Fragments of Mirror
06. Thoughts of a Falling Man
07. Bodyless
08. The Reaping of the Scythe
09. Beyond the Void
Besetzung
Riccardo Pirozzi – Vocals
Stefano D’Angelo – Guitars
Federico Ignini – Guitars
Francesco D’Elia – Bass
Eric Di Donato – Drums
DUST, bestehend aus Riccardo Pirozzi (Vocals), Stefano D’Angelo, Federico Ignini (Guitars), Francesco D’Elia (Bass) und Eric Di Donato (Drums), präsentieren mit »Thoughts of A Falling Man« ein Album, das in der Szene durchaus bekannt ist, aber kaum aus der Masse hervorsticht. Die Band versucht, düstere Atmosphäre und harte Riffs zu vereinen, bleibt dabei aber oftmals im Mittelmaß stecken.
Aufbau und Sound
Das Album setzt auf bekannte Genre-Formeln, ohne wirklich neue Akzente zu setzen. Die Riffs sind meist simpel und vorhersehbar, die Songstrukturen wenig inspirierend. Besonders bei den schnellen Passagen fehlt die nötige Präzision, um wirklich zu überzeugen. Der Einsatz von Groove wirkt aufgesetzt und wird durch monotonen Rhythmus wiederholt, ohne die nötige Abwechslung oder kreative Ideen. Die Vocals sind rau, passen zum Sound, können aber auf Dauer monoton wirken, wenn sie sich durch das Album ziehen.
Der Rundling beginnt mit einem längeren »Intro«, das atmosphärisch, aber nicht besonders einprägsam ist. Es dient als Auftakt, um die folgenden neun Tracks einzuleiten. Bereits der zweite Track, »Before Your Awaken«, zeigt die Intention der Band, harte Riffs, wuchtige Drums und aggressive Vocals von Pirozzi, die im Metalcore-typischen Wechsel zwischen Growls und Screams variieren. Die Produktion ist sauber, doch es fehlt an Dynamik, die das Hörerlebnis nachhaltig prägt.
»Death’s Ashes Upon Me« und »Contemptus Mundi« setzen die klassische Kombination aus Groove-Metal-Riffs und Metalcore-typischer Rhythmik fort. Technisch sind die Gitarrenarbeit von D’Angelo und Ignini solide, ebenso die präzisen Drums von Di Donato. Dennoch entstehen keine Momente, die aus der Masse herausstechen. Der Sound wirkt streckenweise austauschbar, und die Songs gleichen sich in Struktur und Energie zu stark.
Höhepunkte und kritische Punkte
Ein Lichtblick ist der Titeltrack »Thoughts of A Falling Man«. Hier zeigen DUST, dass sie Atmosphäre erzeugen können. Die Vocals tragen emotionale Tiefe, während die Instrumentalpassagen den Song begleiten, ohne ihn zu überladen. Auch »Fragments of Mirror« überzeugt stellenweise durch melodische Einlagen, die einen Kontrast zu den harten Riffs bieten.
Allerdings bleiben solche Momente die Ausnahme. Tracks wie »Bodyless« und »The Reaping of the Scythe« wirken vorhersehbar, ohne Überraschungen oder besondere Hooks. Der Groove Metal-Anteil ist konstant, doch das Album verpasst es, das Genre auf kreative Weise auszuschöpfen. Die Songs verschmelzen zu einem homogenen, aber kaum erinnerungswürdigen Block.
Abschluss und Bewertung
»Beyond the Void« schließt das Album ab, ohne einen bleibenden Eindruck zu hinterlassen. Die Instrumentalleistung ist durchweg ordentlich, das Spiel technisch einwandfrei, doch der Funke, der das Album unverwechselbar machen könnte, fehlt. Für Fans des Genres bietet »Thoughts of A Falling Man« solide Unterhaltung, aber keine Innovation.
»Thoughts of A Falling Man« zeigt eine Band, die zwar handwerklich solide ist, aber kaum das Zeug hat, sich im Genre wirklich zu behaupten. Es mangelt an Originalität, Energie und einer durchdachten Produktion. Das Album wirkt wie eine Aneinanderreihung von Standard-Songs, die kaum Eindruck hinterlassen. Die Bewertung spiegelt das wider: 2 von 5 Punkten.
Fazit: DUST liefern mit »Thoughts of A Falling Man« ein Werk ab, das genretypisch ist, aber kaum etwas Neues bringt.

