BARBARIC OATH – Sword, Sorcery, Vengeance

cover artwork BARBARIC OATH Sword, Sorcery, Vengeance

Band: BARBARIC OATH 🇩🇪
Titel: Sword, Sorcery, Vengeance (EP)
Label: Caligari Records
VÖ: 27/03/26
Genre: Black/Death Metal

Tracklist

01. Crom Cult
02. Sword and Sorcerer
03. Bestial Witchery
04. Dragon Lord
05. For Victory (The Warrior Path)

Besetzung

G. – Bass, Vocals
L. – Guitars

Bewertung:

2/5

BARBARIC OATHs Aufmachung ist ziemlich verwirrend – sie präsentieren sich wie eine Band aus anderen Genres, mit Schwertern und von Rittertum inspirierten Themen, aber ihre Musik ist in Black Metal verwurzelt. Ihr Debütalbum, ein EP, folgt derselben Ästhetik, heißt ‚Sword, Sorcery, Vengeance‚, bringt aber dissonante und aggressive Sounds.

Kindische Ritter-Inszenierung trifft chaotischen Lärm

Nach einer kurzen gesprochenen Passage, die ihren heroisch-epischen Ansatz unterstreicht, kommt „Crom Cult“ ziemlich unerwartet – roh und aggressiv, dissonanter Black Metal mit kurzen Raserei-Ausbrüchen, permanent alternierend langsame und schnelle Tempos, knurrende und gesprochene Vocals. Überhaupt nicht melodisch, pure Demonstration von Dissonanz und aggressiver Musik, und immer wiederkehrende cinematische Sequenzen, klingend wie Kavalier-Reden, Imagination mittelalterlicher Dialoge oder Monologe.

BARBARIC OATH kommen aus Marburg, Hessen, und der Black Metal Tradition folgend ist nicht viel über sie bekannt – das Duo wird gebildet von G. (Into Coffin, Nekus, Putridarium, Seltsame Erden (live), ex-Omnivore) für Bass und Vocals, und L. (Nekus, Putridarium, Seltsame Erden, Cloudbreaker) an Gitarren.

Und die folgenden Songs gehen in dieselbe Richtung – „Sword and Sorcerer“ bringt rastloses, frenetisches Drumming und verzweifelte Schreie, eine Soundmauer, die volle Raserei zeigt und ziemlich brutale Musik. Nicht wirklich fesselnd, mehr wie eine Übung im Kreieren disparater Geräusche, die kaum als Musik betrachtet werden können.

Theatralische Passagen klingen falsch und erzwungen

Und „Bestial Witchery“ kehrt zu gesprochenen Passagen zurück, sehr theatralisch, aber klingt so falsch und erzwungen. All diese Passagen fühlen sich kindisch und unreif an. Und die Musik selbst bleibt in disharmonischer Zone – eine Tremolo-gepickte Gitarre versucht, den Fuzz zu durchdringen, ein kurzer Moment, wo sie versuchten, ein bisschen Melodie zu bringen, aber chaotische Instrumentierung hält die Dominanz über den Sound.

Die Produktion ist roh und chaotisch wie die Musik. Alle Instrumente sehr dicht im Mix, ohne Klarheit oder kohärenten Ansatz, laut und am Ende ziemlich unprofessionell. Drums werden disruptiv, wenn in voller Demonstration, aber das Gefühl ist, dass diese etwas anderes spielen als der Rest der Band. Jedenfalls nicht viel Kohärenz in ihrer Musik, mit Instrumenten, die alle separate Dinge spielen, mit nur Aggressivität als gemeinsames Element.

Ein Bass mit schweren Effekten eröffnet „Dragon Lord„, aber die Individualität ist nicht hier, um zu bleiben – all das löst sich bald im Meer von Chaos und zusammenhanglosen Sounds auf. Und wieder eine gesprochene Passage und Musik, die an einen Film erinnert – scheint, als wäre diese heroische Vision das einzig Kohärente auf dem Album. Außer diesem bringt „For Victory (The Warrior Path)“ nichts – dasselbe Chaos und wiederholte Geräusche. Sie wurden langsamer und weniger dissonant für einen Teil des Songs, aber nichts Interessantes oder zeigt eine durchdachte Komposition.

Fantasielosigkeit langweilt schnell

Es gibt sehr kurze Momente auf dem Album, wo sie einer Richtung folgen oder eine Struktur im Song haben, ansonsten nur pures Chaos. Nicht wirklich interessant oder fesselnd – der Hörer wird bald gelangweilt durch den Mangel an Fantasie. Aber für jeden, der Chaos und Aggression schätzt, sollte es funktionieren.

Unterdurchschnittlich als Musik, repetitiv und uninspiriert – die Tatsache, dass sie die heroische mittelalterliche Idee als roten Faden brachten, reflektiert nichts in der Musik selbst. Diese Verbindung bleibt erzwungen und unnatürlich. Der Kontrast, den sie mit den cinematischen Passagen bringen, bekommt zu viel Gewicht auf dem Album, hat aber null Relevanz musikalisch, und wenn normalerweise solche Einschübe mit atmosphärischem Impact kommen, gibt es hier absolut keine Verbindung mit den Songs. Uninspiriert, unangenehm und irrelevant.

Fazit: BARBARIC OATH scheitern mit „Sword, Sorcery, Vengeance“ – erzwungene Ritter-Inszenierung ohne Bezug zur chaotischen Musik.

Internet

BARBARIC OATH - Sword, Sorcery, Vengeance

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