Band: Ecliptica 
Titel: Impetus
Label: Selfreleased
VÖ: 2008
Genre: Melodic Power Metal
Bewertung: 4,5/5
Written by: Robert

Was sich ewig prüft wird überzeugen. Bei der Wiener Truppe Ecliptica eine absolut zutreffende Aussage. Die Melodic Power Metaller haben nun mit „Impetus“ nach kleinerer Pause den nächsten Rundling parat. Wer dieser Richtung Hold ist hat mit eben dieser Truppe genau das Richtige Vorzeigeobjekt aus unserer Alpenrepublik.

„Impetus“ nennt sich auch das Intro und startet mit schönen warmen Akustikgitarrenklängen. Die Symphonic Arrangements die im Hintergrund eingebaut wurde sind eine Wucht und machen vorab schon mal ein gutes Klangbild. Nahtlos geht es dann auch schon über zu „My Paradise“. Flotte Klänge mit galoppierenden Rhythmen läuten dieses Machwerk der Herrschaften aus unserer Bundeshauptstadt ein. Die Wechselgesänge zwischen Thomas und Elisabeth sind sehr schön und beide können sich gut in Szene setzten. Vor allem die vielen Wechsel sind sehr gut und ausgewogen. Die Düstervocals die an und ab zum Einsatz kommen machen das Stück zusätzlich sehr farbenfroh. „Land Of Silence“ donnert richtig erdig rockend aus den Boxen. Superbe Riffs und Breaks stehen auf dem Speiseplan. Weit weniger fröhlicher als das Vorgängerstück ist dieser Song. Herrliche weibliche Vocals mit denen uns Mrs. Fangmeyer hier verwöhnt. Trotzdem das man immer kurze melancholische Ausreißer eingebaut hat bewegt man sich in der Masse im erdig rockenden Bereich. „Carry On“ ist nun eine richtige Nackenbrechernummer. Schnelle treibende Trademarks sind hier im Vordergrund und lassen einen beim Hören kaum ruhig sitzen. Die Duettgesänge sind superb in Szene gesetzt und beiden Vocalisten haben eine unglaubliche Bandbreite was den Gesang betrifft. Mit einem sehr schönen Klavierintermezzo mit E-Gitarrenunterstützung wird bei „Twilight Hall“ weitergemacht. Zu Beginn driften die Vocals eher in die balladeske, melancholische Ecke. Dies ist aber nur von sehr kurzer Dauer, danach stehen galoppierende Rhythmen im Vordergrund. So ist diese Nummer eine gute und schnellere Midtemponummer. Die tiefer getrimmten Gitarren bereichern den Gesamtsound und lassen sich durch das ganze Album verfolgen und verleihen so jedem Song einen recht modernen Touch. Bei „Turn Away“ steht ebenfalls ein Klavierintermezzo am Anfang. Hier bleibt man aber eher im ruhigen, beschaulichen Bereich. Trotzdem das man eine ruhige Schiene fährt und die Nummer in die Balladenschublade einzustufen ist, läuft man zu keinem Zeitpunkt Gefahr irgendwo in die Kitschecke zu rutschen. Gleich drei Vocalisten gehen hier zu Werke und die Wechsel zwischen ihnen lassen meine Kinnlade vor lauter staunen und entzücken nach unten klappen. Eine richtige Gänsehaut bescheren mir die drei Sänger.

„Old Man’s Memories“ ist nach dieser kurzen Ruhepause wieder eine schnelle Nummer. Das Gaspedal wird ordentlich durchgedrückt und so hat man hier eine gute Bangernummer geschrieben. Viel Fröhlichkeit versprüht dieser Song, auch wenn man an und ab kurz in eine melancholische Ecke driftet. „Watching You“ beginnt etwas düsterer und doomiger. Dennoch man fährt auch hier ein schnelles Geschütz auf dem man nicht entrinnen kann. Superbe Gesänge gepaart mit vielen tiefer getrimmten Gitarrenläufen stehen hier am Speisezettel.

„Jester In The Ballroom“ beginnt zwar dem Vorgänger sehr ähnelnd, dennoch handelt es sich hier um ein eigenständiges Stück mit vielen technischen Raffinessen. Den Abschluss macht nun „Black Swan“ das längste Stück auf „Impetus“. Ruhig und beschaulich mit feinen Gitarrenklängen und Sprechgesängen startet diese Nummer. Im Anschluss wird man mit schönen, ruhigen Vocals verwöhnt. Alles ist auf diesem 08:53 Minuten abschließenden Monumentalwerk vorhanden. Man steuert immer wieder das Boot von harten, schnellen Gefilden hin zu ruhigen, doomigen, als auch erdigen Ufern. So ist es eine sehr Abwechslungsreiche und dennoch gute ausgewogene Nummer die ein doch viele zu frühes Ende einläutet. Tja bleibt mir nur eins: Repeat please!!!!

Fazit: Ecliptica haben sich hier selbst übertroffen und klingen um Kanten reifer und konnten sich weiterentwickeln. Viele neue Ideen wurden eingearbeitet. Pflichtkauf nicht nur für Melodic als auch Symphonic Metal Liebhaber. Bleibt mir nur noch zu sagen Plattenfirmen aufgepasst eine weitere NWOAHM Band ist auf dem Siegeszug die es gilt unter Vertrag zu nehmen.

Tracklist:

01. Impetus
02. My Paradise
03. Land Of Silence
04. Carry On
05. Twilight Hall
06. Turn Away
07. Old Man’s Memories
08. Watching You
09. Jester In The Ballroom
10. Black Swan

Besetzung:

Thomas Tieber (voc)
Elisabeth Fangmeyer (voc)
Markus Winkler (guit)
Bernie Scholz (guit)
Florian Thür (bass)
Roman Klomfar (drums)

Internet:

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Funkender sich als Chefredakteur bemühender Metalverrückter. Passion und Leidenschaft wurden fusioniert in der Verwirklichung dieses Magazins.

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