Band: Ghouls Come Knockin‘
Titel: Death, Rock, Mayhem
Label: Selfreleased
VÖ: 2012
Genre: Death ’n‘ Roll/Thrash Metal
Bewertung: 4/5
Written by: Robert

Ghouls Come Knockin waren mir bis zum Auftritt bei der November Ausgabe des Metalbunker nur vom Namen her ein Begriff. Demnach interessiert es mich wirklich brennend was hinter dieser Formation steckt. Gut es sind Salzburger und das erfreut mich natürlich wenn man einen neuen Metalstern am Salzburger Metalfirmament begrüßen darf. Nun ja das alleine und weil es eine Salzburger Formation ist darf nicht ausreichen. Sicherlich nicht und so kommen wir gleich was uns hier musikalisch erwartet. Dreckigster Death n‘ Roll in all seinen Variationen und das mit einem Old School Beigeschmack, welcher vor allem die Death Metal liebende Kuttenträgerfraktion wohl sehr erfreuen wird. Eigentlich ist das Wörtchen Old School ja schon von vielen mittlerweile als Schimpfwort tituliert worden. Auch selbst habe ich schon sehr oft gewarnt, wenn man zu Old School artig agiert das es einem vorkommt wie ein ausgelatschter Schuh. Bei dieser Truppe wird aber viel Flair verbreitet und mit „Death, Rock, Mayhem“ legt man einen Output vor, welcher nur so vor Spirit sprüht und dennoch sehr erfrischend rüber gebracht wird. Dies ist es auch was die Kapelle von vielen anderen Szenekollegen abhebt. Es kommt immer darauf an wie einfach die Stücke bzw. das gesamte Material rüber kommt. Live konnte ich mich schon davon überzeugen und auch die gehörten Stücke gehen einem runter wie ein guter Jahrgangswein. Süß und doch mit sehr bitterem Beigeschmack und dies ist nicht negativ zu sehen. Eher im Gegenteil genau solche Sachen sind es, welche einem das Leben abwechslungsreicher machen. Ihr gebotener Death n’ Roll rattert wie eine Panzerkolonne auf dem Siegeszug dahin. Nichts und niemand hält sie davon ab und das ist auch gut so. Vergleiche? Ist mir schon ein Begriff dass man dies nicht oft gerne hört. Dennoch kann man Vergleiche nicht von der Hand weißen. Sie dienen einfach dazu um Fans von ähnelnden Kapellen dazu überreden sich dem Material hinzugeben bzw. solche Truppen neue für sich zu entdecken. Bei den Salzburgern würde ich ganz klar in Richtung early Pungent Stench verweisen. Wie auch die Wiener wird eine ähnliche Schiene gefahren, wenngleich für meinen Geschmack deutlich schwungvoller und erfrischender. Was nichts anderes heißt die Truppe gibt dem Death n‘ Roll eine erfrischende Injektion, welche nicht besser rüber gebracht hätte werden können. Durch die Bank wird einfach komplett das Gaspedal gedrückt und solche Songs wird vor allem die Mattenschüttlerfraktion sehr erfreuen. Doch nur schnöde das Pedal zu drücken wäre den Jungs zu stupide und so sind auch ergreifendere Kraftakte im stampfenden Bereich dabei, welche nicht weniger eine breite Häuserfront zum Einstürzen bringt. Gekonnt serviert man uns einen Einblick in die Früh-Ära dieses Genre, aber ohne dabei den Blick zu verlieren deutlich gereifter zu klingen. Dies wird einfach grenzgenial rüber gebracht und somit schallen die Stücke sehr amtlich und mit einem sehr druckvollen Sound. Hiermit beweisen Ghouls Come Knockin, dass es auch Underground Truppen vermögen das man einen mehr als passablen Sound für einen Silberling bringen kann (für viele zur Nachahmung empfohlen). Polarisierende Riffs, gekonnte Thrash Attitüden, wie auch eine gehörige Portion Death wird mit einem unnachgiebigen Groove zum Kochen gebracht und dieses scharfe Süppchen brodelt ordentlich. Hut ab vor solch einer Varietät in einem sonst doch eher schlichten Genre Style.

Fazit: Meiner Meinung nach das Neueste und Beste Ding aus dem Geburtsort von Mozart. Mozart würde Ghouls Come Knockin lieben, so wie ich es tue und auch die Death Metal Kuttenträgerfraktion wird nicht darüber hinweg kommen sich dem Reigen dieser Hopefulls anzuschließen. Feurig, Leder und Nietengetränktes Material steht hier für den Genuss bereit. Kaufen, supporten und abgehen.

Tracklist:

01. Social Suicide
02. Down Again
03. The Revenant
04. Exiled
05. Return of the Devil
06. Zombie a Go-Go
07. Babylon City

Besetzung:

Sergeant Ghoul (Christoph Stopper) (voc)
Robert Leitl (guit)
Janis Hacek (bass)
Sebastian Hübner (drums)

Internet:

Ghouls Come Knockin‘ @ Facebook

Ghouls Come Knockin‘ @ MySpace

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About Author

Funkender sich als Chefredakteur bemühender Metalverrückter. Passion und Leidenschaft wurden fusioniert in der Verwirklichung dieses Magazins.

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