HATEBREED – Weight Of The False Self

HATEBREED – Weight Of The False Self

Hatebreed - Weight Of The False Self - album cover

Band: HATEBREED
Titel: Weight Of The False Self
Label: Nuclear Blast Records
VÖ: 27/11/20
Genre: Hard-/Metalcore
Bewertung: 5/5

Die aus Bridgeport (Connecticut) stammenden Metalcore-Hardcore Recken HATEBREED haben mir in der Vergangenheit einige Muskelkater und blaue Flecken bei ihren Live-Auftritten beschert. Das zeugt von ihrem Einsatz und vehementen Dynamik auf den Bühnenbrettern, welche wie ein zündender Funke einen Raketenstart bei den Fans verursacht. Desgleichen waren ihre Scheiben stets ein guter Grund die Möbel in den heimischen Wänden beiseite zu schieben, um den heimischen, persönlichen Pit zu starten. Mit „Weight Of The False Self“ steht das bereits neunte Album an und abermals greifen die Jungs aus den Staaten nicht schnöde in die Trickkiste.

Wenngleich der Core merklich an der weltlichen Popularität einbüßen musste, gibt es nach wie vor Acts die nachrücken bzw. die alten Helden neuerlich einen Nackenbrecher für das hungrige Core-Volk nachlegen. Ein Purist erklärte mir mal, diese Stilrichtung ist bloß von kurzer Dauer und längst beim Absterben. Gut das kann jetzt jeder sehen, wie er will, meine Intension hierzu, lassen wir den altbackenen Typen reden und widmen wir uns dem neuen Werk der Amerikaner.

Diese lassen viele Vibes hochleben, welche astrein im New York Hardcore verankert sind und deshalb gehören die Jungs mit SWORN ENEMY zu meinen absoluten Favoriten in diesem Bereich. Beim ersten Song werden keine Gefangenen gemacht und der Trupp agiert wie ein Exekutionskommando und radiert mit den peitschenden Vibes alles nieder, was sich den Amis in den Weg stellt.

Äußerst federnde Klänge, vermischt mit viel Doublebass-Geholze und knackigen Riffs laden ein, seinen müden Körper hoch zu raffen, bevor der shakige Part einsetzt. Dieses bekannte Wechselkonzept von HATEBREED verinnerlicht der Hörer sofort mit den ersten Stücken und wie in Trance lässt er sich von den Klängen weiterhin mit treiben.

Durchwegs sehr aggressiv, sowie es sich für eine Hardcoreband gehört wird dominant die Peitsche geschwungen und dieses manifestiert einmal mehr, weshalb die Bridgeport zu den Legenden des Genres zählen. Viele schnelle Kracher lassen einen aufschnauben, wie wenn man einen 8k Run absolviert hätte und der Schweiß rinnt wie ein Fluss nach einem Gewitter den ganzen Körper runter. Kurze Verschnaufpausen und schon geht es mit weiter einschlagenden Artilleriegeschossen weiter. Ein Paradebeispiel einer schnell runtergezockten Granate ist insbesondere „Dig Your Way Out“, welches vor aufgestauter Wut nur so strotzt.

Die Abwechslung kommt immer von den kurzen auf die Bremse treten, bevor die Jungs bei den darauffolgenden schnellen Parts umso intensiver und brutaler über uns herfallen, wie eine wild gewordene Bestie. Es wird auf jeden unnötigen Firlefanz verzichtet, man serviert der hungrigen Meute was sie hören will. Da braucht es keinen Synthy oder Post Einschlag, die Amerikaner verstehen die Grundlinien ihres Genres und dies halten sie wie einen Kriegsbanner ehern gegen den Wind.

Fazit: HATEBREED zählen nach wie vor zu den Urvätern des Metal-/Hardcore und mit „Weight Of The False Self“ wurde eine neuerliche Granate zum Abgehen für die hungrige Meute arrangiert.

Tracklist

01. Instinctive (Slaughterlust)
02. Let Them All Rot
03. Set It Right (Start With Yourself)
04. Weight Of The False Self
05. Cling To Life
06. A Stroke Of Red

07. Dig Your Way Out
08. This I Earned
09. Wings Of The Vulture
10. The Herd Will Scatter
11. From Gold To Gray
12. Invoking Dominance

Besetzung

Jamey Jasta – Vocals
Wayne Lozinak – Lead Guitars
Chris Beattie – Bass
Frank Novinec – Guitars
Matt Byrne – Drums

Internet

HATEBREED – Weight Of The False Self CD Review

Roberthttps://www.metalunderground.at
Funkender sich als Chefredakteur bemühender Metalverrückter. Passion und Leidenschaft wurden fusioniert in der Verwirklichung dieses Magazins.