IRDORATH – The Final Sin

irdorath - the final sin album cover

Band: Irdorath
Titel: The Final Sin
Label: Art Gates Records
VÖ: 01/05/20
Genre: Black/Thrash Metal
Bewertung: 4,5/5

Wer hätte gedacht, dass ein Mix aus Thrash und Black Metal so gut funktionieren kann? IRDORATH zeigen mit ihrem fünften Album „The Final Sin“ ein weiteres Mal, dass diesem Genre keine Grenzen gesetzt sind. Nackenbrecherische Riffs, Blastbeats und unchristlich-blasphemische Texte machen die neue CD der Kärntner zu einem Ohrenschmaus der dunklen Sorte.

Seit der Gründung von IRDORATH vor mittlerweile 15 Jahren hat sich die Band immer wieder gewandelt. Während zu Beginn die Texte überwiegend in ihrer Muttersprache Deutsch verfasst worden sind, kann nun jeder, der der englischen Sprache mächtig ist, die Texte interpretieren. Auch musikalisch haben sich IRDORATH weiterentwickelt und gefühlsmäßig vor allem die Geschwindigkeit hochgeschraubt.

The Final Sin“ wirkt sehr stimmig und man bekommt den Eindruck, es handle sich um ein Konzeptalbum. Der Titel, das Cover und alleine die Namen der Lieder vermitteln genau das, worum es sich schließlich handelt: um ein Werk vollgepackt mit Blasphemie, genialen Riffs und unnachgiebiger Härte, das den Hörer in eine düstere Atmosphäre eintauchen lässt.

Die Lieder sind abwechslungsreich und es gibt in jedem mindestens eine Stelle, die das Lied einzigartig macht. Divine Delusion beginnt beispielsweise richtig melodisch und sanft, was man nach den vorherigen drei Liedern wirklich nicht erwarten würde. Es dauert nicht lange, bis das Lied mit Blastbeats und dämonischem Geschrei zerfetzt wird. Zwischendurch gibt es immer wieder ruhigere, melodischere Passagen, die es noch brachialer wirken lassen.

Was für mich klar heraussticht sind die unglaublich geilen Riffs. Wenn die richtig schnellen Stellen abklingen, die mir meistens auf Dauer überdrüssig werden, und man dann ein Riff zu hören bekommt, das einfach nur episch ist – das liebe ich! Gutes Beispiel dafür ist Redeemer of the Heretics, von dem mir die Strophen weniger gut gefallen, dafür der Refrain umso besser: Zu Beginn kreischt sich Markus die Seele aus dem Leib und Thomas zerlegt das Schlagzeug in seine Bestandteile. Sobald Markus verstummt kommt dieses unfassbar gute Riff, bei dem mir der Atem wegbleibt und ich einfach nur headbangen will. Solche Momente gibt es auf „The Final Sin“ reichlich.

Der Mix aus Black und Thrash Metal ist IRDORATH exzellent gelungen. Die Texte, ihr Auftreten und die Vocals sind ziemlich eindeutig dem Black Metal zuzuordnen, während die Musik an sich zwischen den beiden Subgenres wechselt. Die Lieder folgen einer gewissen Dramaturgie und je nachdem, welche Atmosphäre geschaffen oder welches Gefühl vermittelt werden soll, wird die Musik entweder in die eine oder die andere Richtung gelenkt.

Fazit: IRDORATH zeigen mit „The Final Sin“ wie man mit Black Metal-Vocals, thrashigen Riffs und Blastbeats eine einzigartige Atmosphäre schaffen kann, die einen förmlich zum permanenten Headbangen zwingt!

Tracklist

01. Chains of Virtue
02. Debaptized
03. Redeemer of the Heretics
04. Divine Delusion
05. Disgust of Enlightenment

06. The Anthem of the Final Sin
07. The Plague, I Am
08. Shatter of Worlds
09. When the Last Bell Falls Silent

Besetzung

Markus Leitner (Guitar, Vocals)
Craig Hauser (Guitar)
Mario Jackisch (Bass Guitar)
Thomas Leitner (Drums)

Internet

IRDORATH – The Final Sin CD Review

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