Jex Thoth – Blood Moon Rise

Band: Jex Thoth
Titel: Blood Moon Rise
Label: I Hate
VÖ: 2013
Genre: Psychedelic Rock, Doom Metal
Bewertung: 5/5
Written by: Robert

Jex Thoth wurden mir schon mal empfohlen und zwar genau für tiefgründige Momente. Das Debüt ist mir leider nicht bekannt und genau deshalb war ich gespannt was mich da wohl als Zweitwerk der aus Wisconsin stammenden Psychedelic Rock, Doom Metal Formation erwarten würde. Schon beim Einstand kann man gleich sicher sein dass wir hier nicht so ein stupides, zähes Meisterwerk bekommen. Die Melancholie wird zwar sehr groß geschrieben und mit einer breiten Essenz an Grauabstufungen unter das Volk geworfen, jedoch muss man gleich sagen, dass wir nicht von zu argen Schritten überfahren werden. Das Konzept ist meiner Person durchaus bekannt, denn durch den leichten theatralischen, wie auch monumentalen Schlag erinnert man mich an eine schwermütige Version von Zed Yago bzw. Frühsachen, welche von einer gewissen Jutta Weinhold initiiert wurden. Der breite 70er Schlage welcher als psychodelische Schlagseite mit eingestreut wird, beweist dass auch in diesem Bereich noch lange nicht alles durchgekaut wurde. Das man dadurch ein ganz besonderes Flair versprühen kann steht außer Frage, wird aber sicherlich von absoluten Verweigerern weiterhin gemieden werden. Schade eigentlich, denn genau das Flair und den Spirit, welchen die Truppe in die Jetztzeit befördern ist unglaublich wohltuend. Fakt ist, man muss nicht unbedingt ein astreiner Doom oder Psychodelic Musikfan sein, denn die Formation vermag es durch eine sehr erfrischende, breite, wie auch gut abgeschmeckte Melange hier neue Ecken aufzuschlagen. Dem durchaus dienlich und wohl meiner Meinung nach der größte Verdienst geht an die Fronterin, welche an die deutsche Metal Queen sehr stark herankommt, aber deutlich klarer die Stücke mit ihrem Gesang verschönert. Ein gelungener Sludge-Einschlag trifft somit auf Soundfragmente, welche wohl von bahnbrechenden Truppen wie Jefferson Airplane und den The Doors abgekuckt wurden. Demnach müsste man hiermit sehr altbacken klingen. Nun gut den ordentlichen Old School Flair hat man definitiv drauf, überzeugt die Hörerschaft aber mit einer kunterbunten, eben mehr als nur spritzfidelen Mixtur und diese weiß ordentlich zu fesseln. Monumental und streckenweise episch klingend ist dieser Output meiner Meinung nach das was ich mir 2013 aus dieser Richtung erwarte. Die theatralischen Linien wurden sehr adrett mit stimmigen Sludge Fragmenten fusioniert und so kann man sich kaum satt hören an den Stücken, welche wie ein breiter Schwall aus den Boxen schwappen.

Fazit: Für meinen Teil das Album des Jahres 2013 aus diesem Genrebereich, was Besseres so umzusetzen, wie es die Herrschaften aus Wisconsin es mit ihrem Zweitwerk getan haben ist wohl eine Mission Impossible. Dennoch lasse ich mich gerne vom Gegenteil überzeugen.

Tracklist:

01. To Bury 02:54
02. The Places You Walk 05:04
03. The Divide 06:38
04. Into a Sleep 04:06
05. And the River Ran Dry 01:12
06. Keep Your Weeds 05:49
07. Ehjä 08:16
08. The Four of Us Are Dying 03:59
09. Psyar 08:33

Besetzung:

Zodiac (keys)
Silas Paine (guit, folk Instruments & flute)
Johnny Dee (drums)
Jex Thoth (voc)
Grim Jim (guit & bass)

Internet:

Jex Thoth Website

Jex Thoth @ Facebook

Jex Thoth @ MySpace

Vorheriger ArtikelLady Beast – Lady Beast
Nächster ArtikelDynamite – Lock N Load
Robert
Roberthttps://www.metalunderground.at
Funkender sich als Chefredakteur bemühender Metalverrückter. Passion und Leidenschaft wurden fusioniert in der Verwirklichung dieses Magazins.

Related Articles

- Advertisement -spot_img

Latest Articles