KK`s Priest – Sermons Of The Sinner

KK`s Priest – Sermons Of The Sinner

KK`s Priest – Sermons Of The Sinner - Coverartwork

Band: KK`s Priest
Titel: Sermons Of The Sinner
Label: EX1 Records
VÖ: 01. Oktober 2021
Genre: Heavy/True Metal
Bewertung: 4/5

Bewertung:

4/5

SERMONS OF THE SINNER, das erste in Stein gemeißelte musikalische Lebenszeichen
K. K. Downings seit der Trennung von Judas Priest sorgt bei mir in zweierlei Hinsicht für Kopfschütteln.

Einerseits sind es die Meinungen über die Platte. Angeblich klinge man mehr nach Priest als das Original, was sich Anhand der wirklich sehr cool gesetzten, stellenweise vorkommenden Hintergrundchöre, der dezent aufkommenden Progressivität
oder dem musikalisch verrückten (an Manowar angelehnten!) Metal Through And Through faktisch genauso widerlegen lässt wie mit der lyrischen Marschrichtung.
Denn der hauptverantwortliche Protagonist hat hier schlicht kompromißlos seine Ideen mit willigen sowie sehr fähigen Vollstreckern umgesetzt und in eine Produktion gebettet,
die mich als Maidenjünger vor Neid erblassen lässt.
Auch die Kopiervorwürfe, die sich ein gewisser Halford zur Jahrtausendwende nicht anhören musste, sind einfach lächerlich. Die Scheibe ist, anders als Resurrection, mehr True – denn Heavy Metal. Und wer wenn nicht Downing darf in diese Richtung komponieren?

Den anderen Grund liefert die Mucke, die mit Hellfire Thunderbolt und dem Titellied da weitermacht, wo es Judas Priest anno 2001 gnadenlos verkackt und 2005 verpaßt haben.
Auch klassische, solide Banger sind mit Raise Your Fists, Wild And Free und Brothers Of The Road als Auflockerung zu verbuchen. Soweit, so nett, jedoch geben den Ausschlag für die relativ hohe Benotung andere Faktoren.

Da wäre die schon oben erwähnte Produktion, der schon damals bessere Sänger (haßt mich oder hört euch die `98 Live Meltdown im Vergleich zur Battle Cry an und schweigt einfach) und die Übersongs Sacerdote Y Diablo, Hail For The Priest und Return Of The Sentinel, welche das beste Material aus dem Priest-Umfeld seit 31 Jahren sind.

Am Ende ist KK`s PRIEST nicht Judas Priest und bei eben jenen fehlt ohne K. K. etwas.
SERMONS OF THE SINNER klingt frisch und motiviert, ist ein um Welten besseres Angel Of Retribution, aber nicht besser als Firepower.
Und während sich manche zanken, welche Platte cooler ist, sollten sich meiner Ansicht nach alle beteiligten Musiker mal zusammensetzen und sich aussprechen.
Denn nach dem letzten Judas Priest – Werk und diesem Kleinod hier hätte ich echt Bock, wenn man das „Helloween – Ding“ (also beide Sänger und alle drei Gitarristen auf der Bühne) zum Abschluß einer einmaligen Karriere macht. In diesem Sinne:

 

HAIL FOR THE PRIEST!

Tracklist 

CD:

01. Incarnation
02. Hellfire Thunderbolt
03. Sermons Of The Sinner
04. Sacerdote Y Diablo
05. Raise Your Fists
06. Brothers Of The Road
07. Metal Through And Through
08. Wild And Free
09. Hail For The Priest
10.Return Of The Sentinel

LP:

Seite A:
01. Incarnation
02. Hellfire Thunderbolt
03. Sermons Of The Sinner
04. Sacerdote Y Diablo
05. Raise Your Fists

Seite B:
01. Metal Through And Through
02. Wild And Free
03. Hail For The Priest
04.Return Of The Sentinel

 

Besetzung

Tim „Ripper“ Owens – Gesang
K. K. Downing – Gitarre
A.J. Mills – Gitarre
Tony Newton – Bassgitarre
Sean Elg – Schlagzeug

 

Internet

KK`s Priest – Sermons Of The Sinner CD Review