Band: Lower Than Atlantis
Titel: Lower Than Atlantis
Label: SMD / COLUMBIA
VÖ: 03.07.15
Genre: Alternative Rock
Bewertung: 4/5
Written by: Robert

Lower Than Atlantis aus Watford, Herefordshire werden überall als Post-Hardcore angepriesen. Ah ja und wann sollen die das wirklich gemacht haben. Seien wir ehrlich, wenn ich so was ankündige, denke ich da an eine ganz andere Art der Musik, als das was die Jungs hier bieten. Dies heißt nicht dass die Art ihrer Musik und das Album jetzt schlecht sind. Durchaus nicht, nur wenn man das als Post-Hardcore ankündigt, denke ich wohl, dass man doch das Thema verfehlt hat. Die Anleihen und Unterwanderungen erinnern an eine deutlich kernigere Rock Variation aus dem modernen Sektor. Gewisse Unterwanderungen wurden auch bereits mehrmals von Fall Out Boy verwendet. Gegenüber diesen sind diese Briten aber deutlich kerniger und weniger mit Pop behaftet. Sie sind wohl vorhanden und werden auch hier und da deutlich dominanter in den Vordergrund gerückt, doch im Großen und Ganzen musizieren die Engländer eben gediegener. Die teils sehr mitreißenden Breaks und Ausbrecher gehen gut in den Gehörgang. Solch eine Art der Mischung wird viele Traditionalisten das Fürchten lehren und man braucht bei dieser Fraktion durchaus den sogenannten Blick über den Tellerrand. Finde es durchaus gut und hat eben seine eigene Note, dies kann man jetzt als Frevel bezeichnen, aber seien wir ehrlich brauchen wir den hundertsten Klon der Metal Band XY? Nun darüber könnte man nun ein eigenes Thema starten und die Rezension würde sich dadurch über mehrere Seiten hinziehen und das wollen wir nicht. Fakt ist einfach das man solch eine Art der Mischung nicht unterschätzen sollte, sie braucht vielleicht bei den älteren Musikliebhabern etwas länger (die Jungen werden das aufsaugen wie eine Droge da bin ich mir gewiss) dennoch sollte man solchen Bands auch die Chance geben. Stimmungsmacher sind die englischen Insulaner durchaus und auch das Flair das man auf diesem Album in die Menge schmeißt lässt nicht nur das Bein zucken, nein es geht unter die Haut und reißt sehr gut mit. Post Hardcore ist das definitiv nicht und wer auf dieses Genre heiß ist, dem rate ich die Finger vom Album zu lassen. Wem aber Bands der Marke Fall Out Boy und Konsorten gefallen und auch im modernen Rockeck beheimatet ist, der wird dies auch wirklich lieben. Einen Blick über den Tellerrand braucht man, dann macht das Material und die Unterwanderungen durchaus einen Sinn. Für heiße Sommermomente durchaus eine gute Beschallung und auch die Charts könnte man mit dieser Art der Musik entern so viel ist gewiss.

Fazit: Keine Ahnung warum man hier im Netz überall Post-Hardcore ankündigt, es ist definitiv zu keinem Zeitpunkt einer. Vielmehr bieten die Briten ein durchaus gutes Rockmachwerk, mit leichteren Pop Unterwanderungen. Nicht so arg wie es Fall Out Boy tun, aber durchaus vorhanden. Für den Sommer wie gesagt eine gute Kost für die Beschallung, oder einfach den alteingesessenen Nachbarn beim Grillen zu stören 😉

Tracklist:

01. Here We Go
02. Ain’t No Friend
03. English Kids In America
04. Criminal
05. Words Don’t Come So Easily
06. Emily
07. Stays The Same
08. Live Slow, Die Old
09. Damn Nation
10. Time
11. Just What You Need
12. Number One

Besetzung:

Mike Duce (voc & guit)
Ben Sansom (guit)
Eddy Thrower (drums)
Dec Hart (bass)

Internet:

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Funkender sich als Chefredakteur bemühender Metalverrückter. Passion und Leidenschaft wurden fusioniert in der Verwirklichung dieses Magazins.

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