Tracklist
01. Stare into Darkness
02. Ignorance Made Bliss
03. In Gloom II
04. Deranged and Depraved
05. Hollow
06. From the Voids
Besetzung
A. A. – Drums
M. F. – Lead Guitars
A. G. – Rhythm Guitars
E. T. S. – Vocals, Bass
Die norwegische Black Metal Band MALUM folgt mit ihrem neuen Album „From the Voids“ ihrem selbst erklärten Credo: „Ihre oberste Direktive ist roher, atmosphärischer und melodischer Black Metal – mit einem Sound verwurzelt in den düsteren Traditionen der zweiten Welle von Black Metal und geformt durch modernen Existenzialismus und Nihilismus.“ Nicht viele Überraschungen in ihrer Musik auf dem neuen Album, eine Fortsetzung des Sounds, den sie in vorherigen Werken etablierten.
Überzeugender Start trotz Mgła-Ähnlichkeiten
Ein melodischer Start mit melancholischer Stimmung – „Stare into Darkness„, langsam, mit leidenschaftlichen Vocals und einem Rhythmus, der langsam etwas Energie bekommt, ein Sound, der einen Old-School-Ansatz mit einem moderneren vermischt, aber eine gut kontrollierte Klanglandschaft. Typische Gitarrennoten für das Genre, verhallend, eindringliche Akkorde. Dennoch eine vertraute Klanglandschaft – man kann das Gefühl nicht abschütteln, Mgła oder Groza zu hören, so viele sind die Ähnlichkeiten. Ein Song, der nach softerem Start an Power und Konsistenz gewinnt – ein überzeugender und vielversprechender Start.
MALUM kommen aus Oslo, 2020 gegründet, und setzen die Black Metal Tradition fort, ihre Identitäten hinter Initialen zu verstecken – Musiker ohne Namen oder Vergangenheit, die nur durch ihre Musik bekannt sein wollen. Die vier Mitglieder der Band sind A. A. an Drums, der Initiator des Projekts, M. F. für Lead-Gitarren, A. G. – Rhythm Gitarren und E. T. S., der mit Vocals und Bass beiträgt.
Wieder ein distanzierter Sound und ein weniger energetischer Start in „Ignorance Made Bliss„, aber bald kehrt die melodische Linie zurück, um eine Fortsetzung des Eröffnungssongs zu sein, mit repetitiven Akkorden, aber genug Dynamik im Gesamtsound. Atmosphärisch und mit einem Sound, der, auch wenn simpel, es schafft, wirkungsvoll und effektiv zu sein.
Ein dissonanter und langsamer Start in „In Gloom II“ bringt auch gesprochene Vocals – Beweis, dass MALUM nicht die besten Ideen in Eröffnungssequenzen von Songs haben, denn bald nach jedem zögernden Start kommt eine Infusion von Melodie und entschiedenerer Richtung. Hier haben wir auch eine aktivere Lead-Gitarre, die atmosphärische und melodische Akkorde webt. Auch bessere Drums – sie gingen für einen komplexeren Sound mit dem Song nach den minimalistischeren vorherigen.
Gitarren definieren Album-Gefühl und Stimmung
Die Produktion ist gut – ein Sound, der seine Rohheit behält, aber auch schafft, Atmosphäre zu schaffen. Die Musik ist linear, ohne Tempowechsel, ein kontinuierlicher Fluss von Sounds, und diese fließende Idee wird auch in Produktion und Mixing erfasst. Die Rhythmussektion ist nicht wirklich im Rampenlicht platziert, aber sie erfüllen ihre Pflichten gut, das Tempo zu halten. Auch wenn Vocals überpräsent sind, gehört der hervorgehobene Sound den Gitarren – die sind es, die wirklich die Band und das Album-Gefühl und Stimmung definieren.
Und die nächsten Songs erkunden weiter die bereits bekannten Sounds mit mehr oder weniger dissonantem Ansatz. „Deranged and Depraved“ ist direkter, aber auch die hypnotische Tremolo-gepickte melodische Linie wird besser präsentiert. „Hollow“ macht einen Schritt zurück vom Melodischen, kompensiert aber mit leidenschaftlichen Vocals und distanzierterer Instrumentierung und bringt eine traurige, emotionale Atmosphäre.
Letzter Song und Titeltrack „From the Voids“ setzt denselben etablierten Sound fort, hier mit präsenterer Drum und der obsessiven Lead-Gitarre, die wieder den zentralen Platz im Rampenlicht nahm. Eine leicht gespanntere Klanglandschaft und Atmosphäre als Abschluss des Albums.
Angenehm, aber nicht übermäßig fesselnd
Ein Sound, der permanent an Mgła erinnert, und das ist ein Kompliment. Aber die polnischen Meister sind melodischer und atmosphärischer, mit besseren Kompositionen. Ein Sound, der sich anfühlt wie ein konstanter und kontinuierlicher Fluss, fließende Musik ohne viele Akzente oder Passagen, die aus dieser klaren Linie herausstechen.
Ein angenehmes Hörerlebnis, gute Kompositionen, auch wenn mit einem repetitiven Faktor – Musik, die scheinbar monoton ist, aber der Hörer fühlt sich nie gelangweilt. Aber auch nicht übermäßig eingebunden. Musik, die jede Exzesse vermeidet und auf dem Mittelweg bleibt, sowohl in Bezug auf Melodie oder Aggressivität, und selbst die Atmosphäre ist keine überwältigende. Eine Band, die ihren Stil gefunden hat und diese Richtung verfolgt.
Fazit: MALUM liefern mit „From the Voids“ rohen, atmosphärischen Black Metal – angenehm fließend, aber ohne überwältigende Höhepunkte.

