Band: Midas Fall
Titel: The Menagerie Inside
Label: Monotreme Records
VÖ: 04.09.15
Genre: Post-Rock
Bewertung: 4/5
Written by: Robert

Die Manchesteraner Midas Fall sind beileibe nichts für schwache Nerven. Warum, wenn hier eine Frau singt? Nun ganz einfach die Engländer bestreiten schon seit Jahren ihren Werdegang mit einer Mischung aus Post-Rock, leichten Gothic Allüren und streuseln dass dann noch mit etlichen anderen Elementen aus der Musikszene. Dass man dabei wirklich eine sehr eigenständige Mischung parat hat versteht sich von selbst.

Wellen von melancholischen und atemlosen Gesäng seitens von Fronterin Elizabeth Heaton durchströmen dabei jeden Geschmacksnerv und dabei bahnt sich die Sängerin mit ihrer Stimme eben einen Weg bis ganz tief unter die Haut. Man fragt sich da schon wie schafft sie dass, denn die Klänge der Tracks sind eindeutig etwas hantiger aufzunehmen. Keine Frage dafür sind die Engländer bekannt und das macht eben ihren innovativen Sound aus. Dennoch und obwohl man mit großen Hauptstandbein im Post Flair beheimatet ist, gehen die Songs deutlich lockerer ins Gehör, als man es von anderen Genregleichen Bands so kennt. Die Einflüsse bzw. Menagerie der Soundtechniken sind einfach toll und genau da setzen die Herrschaffen mit dem neuen Album an.

Das Interesse gleich zu Beginn des ersten Tracks so zu wecken, sodass man gar nicht anders kann, als gebannt weiterhin vor dem Player zu hängen. Irgendwo habe ich im Netz gelesen dass die Stimme von Elizabeth etwas eigenwillig ist und nicht jedem gefällt. Glasklar, Meinungen und Geschmäcker sind verschieden. Persönlich finde ich die sanftmütigen, teils sehr melancholisch veranschlagten Gesänge seitens der Engländerin einfach großartig. Sie sind eindrucksstark und man versteht es durchaus eben diese Vocalbeiträge, eben mit den Post-Rock angesetzten Soundtechniken zu vermischen.

Die elegant verträumte Soundlinie die man dabei eben zaubert hievt die Truppe in ein Sounduniversum, wo andere gar nicht mehr hinkommen. Es mag allerdings auch gegenüber anderen Genrebands deutlich lockerer, als auch idyllischer rüber kommen. Dies bestätigt, dass man nicht immer die komplette, ausgereizte Komplexität zu Tage fördern muss. Auch bescheinigt man uns, dass auch nicht immer die harte Linie hier zündet. Vielmehr weckt man den Genuss beim Hören, eben mit sehr weitläufigen Soundlinien und die bannen einen wahrlich längerfristig vor dem Player.

Das Hörinteresse dabei so zu wecken, das können sicher andere Bands aus diesem Bereich auch, aber die Einfädelungen seitens Midas Fall sind meines Erachtens doch sehr einzigartig und das steckt nicht nur an, nein es macht einfach süchtig.

Viele Lichtblicke, klareres aufblitzen unterbricht kurzzeitig das Entführen, dies gehört aber zu Midas Fall und deren Sound, wie das tägliche Brot. Eines ist aber dabei Fakt, diese Engländer sind einfach eine immer werdende Größe im Post Bereich die man genießen und aufsaugen muss.

Fazit: Midas Fall kredenzen uns mit „The Menagerie Inside“ ein Post-Rock Album, welches nicht facettenreicher klingen könnte. Vielleicht sind an und ab kleinere glattere, leicht popartige Partitionen dabei, die etwas den persönlichen Geschmack nicht treffen, aber im Großen und Ganzen haben wir es hier mit etwas ganz Großem zu tun.

Tracklist:

01. Push
02. Afterthought
03. Circus Performer
04. Counting Colours
05. Low
06. The Morning Asked And I Said No
07. Tramadol Baby
08. Half A Mile Outside
09. A Song Built From Scraps Of Paper
10. Holes

Besetzung:

Elizabeth Heaton (voc, guit & synth)
Rowan Burn (guit & piano)
Steven Pellatt (drums)
Chris Holland (bass)

Internet:

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Funkender sich als Chefredakteur bemühender Metalverrückter. Passion und Leidenschaft wurden fusioniert in der Verwirklichung dieses Magazins.

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