Band: Nemesea
Titel: Uprise
Label: Napalm Records
VÖ: 29.04.16
Genre: Modern Melodic Rock
Bewertung: 3,5/5
Written by: Robert

Irgendwie bin ich doch etwas verwirrt beim Start des neuen Nemesea Albums. Warum? Nun der Vorgänger der Holländer war einfach deutlich Gothic lastiger ausgestattet worden. Dies hat sich beim neuen Rundling komplett gewandelt. Modern ging es bereits zu das steht außer Frage, aber solch eine schier komplette Kehrtwendung hätte ich so eigentlich nicht erwartet. Macht aber im Grunde nichts, denn die Niederländer haben durchaus einen neuen Platz gefunden, welcher mich aufgrund des doch eher hohen Gesangs der Fronterin etwas an eine knackigere Version von Issa erinnert.

Während diese Kollegin komplett in den Kitschsektor abgedriftet ist, wussten Nemesea ganz genau wie man es nicht machen sollte. Keine Frage dass auch hier etwas das Pop Flair auftaucht, aber eben nicht zu stark. Vielmehr setzt die Truppe auf neue Akzente und symphonisc-sphärische Soundzüge, welche man sich gemütlich anhören kann.

Nur lieblich geht es aber nicht zu, dennoch ist der Großteil der Songs von einer atmosphärischen Breitseite der modernen Art unterwandert. Eigentlich kaum mehr Gothic, oder Symphonic, vielmehr von einer sehr gut interpretierten Melodic Rock Version. Macht Laune und mit guten Ansätzen und Erweiterungen hat man einen leichter aufnehmbaren Ponton zu einer eingängigen Theatre of Tragedy Version geschaffen.

Zu düster ist es eben nicht und man versteht es eben neue Akzente zu setzen, um eben mit niemanden verglichen zu werden. Was dies betrifft ist das auch ein schwieriges Unterfangen, denn es scheint als hätten die Niederländer einen sehr eigenständigen Stil gefunden. Sicherlich kleinere Parallelen mögen wohl vorhanden sein. Den Großteil oder sagen wir so, dominant wird eben eine neue Runde aus dem Hause Nemesea geboten, welcher die etwas melodisch verliebten Metaller unter euch interessieren wird.

Fakt ist, es ist keine Gothic oder Symphonic Maschinerie mehr am Laufen, auch wenn man was die Symphonie betrifft noch etliches an kleineren bombastischen Blitzen eingebaut hat. Im Großen und Ganzen tendiert man aber dazu sich eben aus diesem Sektor zu verabschieden. Wird alte Fans etwas irritieren, dennoch sollte man nicht so schnell urteilen und der Truppe im neuen Soundkleid eine Chance geben.

Fazit: Für hartgesottene Metaller waren die Holländer noch nie etwas. Dennoch zeigt man sich auf dem neuen Album als sehr gereift und fortgeschritten. Hier wurde eine komplette Kurskorrektur vollzogen, welche durchaus auf breiter Front überzeugen kann.

Tracklist:

01. Hear Me
02. Twilight
03. Forever
04. Let It Burn
05. Time to Make It
06. Can´t Believe It
07. Light Up the Sky
08. Get Out
09. Bones
10. Hold On

Besetzung:

Sonny Onderwater (bass)
Hendrik Jan de Jong (guit)
Manda Ophuis (voc)

Internet:

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Funkender sich als Chefredakteur bemühender Metalverrückter. Passion und Leidenschaft wurden fusioniert in der Verwirklichung dieses Magazins.

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