Band: Periphery
Titel: Periphery II
Label: Century Media Records
VÖ: 2012
Genre: Progressive Metal
Bewertung: 4,5/5
Written by: Thorsten Jünemann

PERIPHERY starteten vor gut 2 Jahren als einer der Mitinitiatoren des Djent, sprich: extrem technischer, brachialer Prog-Metal, mit komplexen und treibenden Grooves und tourten u.a. mit The Dillinger Escape Plan, Animals As Leaders, Fear Factory, Tesseract, DREAM THEATER, u.v.m.!

Anno 2012 gibt es wieder ordentlich gereift mit 3 Gitarren und einem Sänger der sich auch weiterentwickelte, richtig auf die progressive Mütze.

Zwischen hart und zart werden einem die elektronisch versetzten Progmetallnummern mit variablen Vocals (Brüll- und Cleangesang) komplex an den Kopf geknallt und ich habe Probleme, hier und da dem Songkonzept zu folgen, wobei das Material sich nicht im Gefiedel und hochtechnischem Gefrickel verliert. Die Rhythmusfraktion „basst“ und „groovt“ schwer verdaulich aber doch verdammt „tight“ und es ist festzustellen, dass dies absolut keine Musik ist, die einfach nur zum Nebenbei Hören gemacht wurde. Man wird gezwungen, trotz manch „krank anmutender“ Melodienläufe, immer weiter zu bangen, denn aus der Fassung gerät kein Song.

Die Songs schleppen sich (gegenteilig zum Debüt von der kompletten Band komponiert) organischer, transparenter und teilweise auch leicht verständlicher in mein Gehör, sowie auch maximal drückend produziert.

Kennern wird auffallen, dass auch Mr. John Petrucci (DREAM THEATER) nur zu gern ein Solo beisteuerte und dass das Songwriting/Songgerüst entwickelter klingt, als es noch auf dem Debüt der Fall ist.

Man frönt immer noch dem Djent, aber in einer evolutinäreren Form, in der auch poppig bis freejazzige Elemente Platz finden, ohne das Album dadurch in seiner schwerverdaulichen und doch neugierig machenden Form zu schmälern. Eher im Gegenteil ist es ein wahres Hörvergnügen, wenn man dem Album Ruhe und Zeit gibt, die Tiefen und den „Meshuggah´schen weiterentwickelten Experimenten“ zu erforschen.

Wer Bands wie TESSERACT, MESHUGGAH & Co. zu seinen Favoriten nennt, sollte sich das hartprogressive Klangfeuerwerk von PERIPHERY auf keinen Fall entgehen lassen, ob nun live oder aktuell vom Silberling. Freunde des Erstlings können auch hier wieder unbedenklich zuschlagen, das Debüt wurde getoppt, und nun wird es Zeit für die Punkteverteilung!

Ladies & Gentlemen: 4,5 / 5 Punkte

Tracklist:

01. Muramasa
02. Have a Blast (feat. Guthrie Govan)
03. Facepalm Mute
04. Ji
05. Scarlet
06. Luck as a Constant
07. Ragnarok
08. The Gods Must Be Crazy!
09. Make Total Destroy
10. Erised (feat. John Petrucci)
11. Epoch
12. Froggin’ Bullfish
13. Mile Zero (feat. Wes Hauch)
14. Masamune

Besetzung:

Spencer Sotelo (voc)
Misha Mansoor (guit)
Jake Bowen (guitars)
Adam „Nolly“ Getgood (bass)
Matt Halpern (drums)
Mark Holcomb (guit)

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