Tracklist
01. Dawnfall
02. Valravn I
03. Misanthropic Terror Squad
04. De letzte Sun
05. Abyssol
06. Black Witcher
07. Plaguepreacher
08. Valravn II
Besetzung
Vocals: Vx
Guitars: Pandemaniac
Drums: VxR
Bass: Ahraman
Die Soizburger Black Metal-Terroristen PLAGUEPREACHER haben stilgerecht am 6.6.(202)6 (höhö!, Anm. d. Red.) ihr Debütalbum „Abyssol“ über Grazil Records veröffentlicht. Nachdem die rot-weiß-roten Soundperverslinge bereits 2021 eine Furore machende EP veröffentlichten, stellt sich nun die Frage: können sie das Niewo halten?
Sound, Atmosphäre und gelungenes Handwerk
Um das gleich vorwegzunehmen: Den sympathischen Klangpsychopathen ist ein toller Albumeinstand gelungen, der mir große Lust auf Konzerte ihrer Art und mehr davon auf Vinyl macht.
Wenn man sie soundtechnisch schubladisieren wollte: Teils rifft es rumpelig und ist zugleich handwerklich astrein, mitunter die schwedische Black-Metal-Schule. Man kann es sich so vorstellen, als ob URGEHAL und WATAIN in den dunkelsten Keller der Festung Hohensalzburg gesperrt werden und dort ein gar finster Kindlein produzieren.
Alles in allem gehen hier ein extrem cooler Sound (vor allem Bass und Drums!) und gelungenes Songwriting (Hut ab für die Varianz im Tempo!) eine pechschwarze Liaison ein. Ein hervorragendes Dienstethos an den Instrumentenwaffen scheint mir dann doch ein bisschen bürgerliche Spießigkeit mit in den Höllenschlund zu werfen – na, wenn es sein muss, DISSECTION-Gedächtnis-Vibes verpflichten schließlich.
Die schwoaze Dialektwelle soll euch in den Abgrund reißen…
Konzeptionell und inhaltlich gehen die Buben auf „Abyssol“ den auf „Terracide“ als Debüt-EP eingeschlagenen Weg weiter. Es geht um Tod, Verderben, die Sonne wird dem Titel nach in den Abgrund gerissen. Mit dem als Musik gebotenen ist das mehr als stimmig.
Meine persönlichen Highlights sind die eröffnende Stereowatsch’n „Valravn I“ und „Misantropic Terror Squad“ sowie dann vor allem der in Kärntner Dialekt gehaltene Track „De letzte Sun“. Letzterer geht einer Geschichte aus ihrem Nachbarbundesland nach – googelt oder „wikipediat“ das Ganze und lasst euch von der schwoazen Dialektwelle in den Abgrund reißen. Macht höllisch Spaß.
Fazit: Für mich ist PLAGUEPREACHER mit „Abyssol“ das bisher stärkste Black Metal-Album Österreichs in diesem Quartal gelungen – wären die Zutaten noch innovativer würde ich die Höchstnote zücken.






