Band: Pokolgép
Titel: Metálbomba
Label: Gegentrend Records
VÖ: 29.01.16
Genre: Heavy Metal
Bewertung: 3,5/5
Written by: Robert

Wie bereits beim Ossian Bericht angemerkt gibt es von unserer Seite einige Berichte der ungarischen Bands. Diesesmal stehen die Jungs von Pokolgep am Speiseplan. „Metalbomb“ nennt sich deren neuestes Lebenszeichen. Was die Zeit im Business betrifft sind dies um einige Jahre länger im Business als die genannten Landsmänner. Die Polpularität ist aber leider nicht so stark, wie eben Ossian. Was mich schon etwas fraglich stimmt, denn vom musikalischen Standpunkt aus gesehen hat man definitiv nichts zu verbergen. Eher im Gegenteil, ihre Art mag vielleicht nicht so Power Metal lastig klingen, dafür aber mehr im melodischen Heavy Metal Bereich. Was den Stil bzw. die Technik an sich betrifft verdingt man sich weiterhin als Old School orientierter Act und bietet dabei eine gekonnte Mischung. Das dabei auch die prophylaktischen ungarischen Lyrics gekonnt aufwerten steht außer Frage.

Das Manko wo man etwas meckern könnte wäre definitiv die Stimme des Fronters. Sie ist an sich nicht schlecht steht aber gegenüber einem Endre Paksi etwas im Schatten. Nicht falsch verstehen sie ist eben gut, aber klingt auf der Platte etwas schwach. Auch die Aussagekräft ist etwas minder einzustufen.

Das Material wie gesagt rockt gekonnt und geht auch was den Old School Faktor betrifft ganz gut ins Gehör. Die hymnischen Breaks, wie auch die preschenden Schneisen wurden gut gelegt und stehen für den Act aus Budapest. Somit seien eben jene aufgerufen die auf den klassischen Heavy Metal stehen und auch vor ungarischen Vocals nicht zurück schrecken. Für mich persönlich sind solche Sachen in der Muttersprache sowieso immer eine sehr gute Sache. Das hat eben seinen ganz besonderen Reiz.

Was die musikalische Ausrichtung betrifft, ist man aber auch nicht zu verachten und hält internationalen Vergleichen durchaus. An sich hat man eben eine gute Mischung parat, da kann leider der Fronter nicht ganz mithalten und bremst seine Kollegen doch etwas. Die Vorgänger József Kalapács und József Rudán hatten dabei einfach, wenn man sich in die alten Werke rein die besseren Gesangsargumente und es schallte alles etwas harmonisch Power Metal lastiger.

Fazit: Durchaus guter klassischer Heavy Metal und die rot, weiß grüne Heavy Metal Fahne flatter weiterhin ehern im Wind. Wer sich ein Bild machen will über den klassischen Metal dieser Fraktion macht sicherlich nichts falsch und wird auch mit kleinen Abstrichen seitens der Aussagekraft des Sängers seine Freude haben.

Tracklist:

01. Az álarc lehull 04:39
02. Szemtől szemben 04:17
03. Metálbomba 06:12
04. Ringben 04:36
05. Szeretném ha szeretnének 03:25
06. Ne köss belém 05:27
07. Szabadon és még szabadabban 04:49
08. Acélkemény 04:00
09. Véssétek fel 04:01
10. Emlékszem 03:06

Besetzung:

Attila Tóth (voc)
Gábor Kukovecz (guit)
Zalán Kiss (guit)
Csaba Pintér (bass)
Márk Kleineisel (drums)

Internet:

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Funkender sich als Chefredakteur bemühender Metalverrückter. Passion und Leidenschaft wurden fusioniert in der Verwirklichung dieses Magazins.

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