Band: Reinxeed
Titel: Welcome To The Theater
Label: Liljegren Records/Doolittle Group
VÖ: 2012
Genre: Power Metal
Bewertung: 0,5/5
Written by: Robert

Mama Hilfe, der böse, schwedische Klötenbeißer ist wieder da. Zugegebenermaßen „The Light“ von Reinxeed hatte mir gar nicht mal so schlecht gefallen. Alles was danach kam war einfach größter Kitsch und immer mehr triefte bei jedem Album der Schmalz aus den Boxen, allen voran diese Verwurstung von Swedish Hitz Goes Metal, das war ja schon fahrlässige Körperverletzung. Da ist meiner einer gespannt was sich mit „Welcome to the Theater“ verändert hat, vielleicht hat er ja die Kurve gekratzt. Tja und sogleich kommt die vorgeahnte Enttäuschung auf dem Fuße, rein gar nichts hat er verbessert, weiterhin klaut der Junge dreist von großen Formationen aus dem Symphonic Metal Milieu aus deren Abfalleimer und verwurstet dies in seine eigenen Stücke. Beim Intro glaubt man sich sogar beim Eingang zu Disneyland wieder zu finden. Seien wir ehrlich so einen übertriebenen Pathos den greifen andere Kapellen nicht mal mehr mit der Beißzange an. Produktionstechnisch klingt es wie gehabt, glatt poliert und dermaßen ausgelutscht, sodass man eher glaubt der Bursche und seine Formation sind aus Italien und gehört zu diesen Billigklonen der Mittneunziger. Niedliche Melodien werden hier bis zum Exzess runter geschrubbert und am besten ist es wenn es so richtig schnell gedudelt wird, sodass einem schier schwindlig wird. Der Junge mag wohl sicherlich ein guter Gitarrist sein und das hat er auch schon bei anderen Projekten bewiesen, doch Ideenreichtum zählt wohl weniger zu seinem Repertoire. Anno 2012 wird gezockt und geschrubbert was das Zeug hergibt, ausgestattet mit billigsten, epischen Melodien bis zum Bersten vollgestopft und fertig soll ein Erfolgsrezept sein! Nein mein Guter nicht mit mir, denn wie eine ordentliche Epic ausgestattete Nummer klingen muss, das machen dir ganz andere Bands vor, auch jene mit einem jüngeren Bandgründungsstatus. Hört man sich durch das Album hindurch so kommt man sich vor als ähneln sich vom rhythmischen und melodischen Standpunkt aus gesehen alle Nummern. Somit ist ein Facettenreichtum ebenfalls ein Mangel den man hier fast, bis gar nicht zu hören bekommt. Nichts wird hier unversucht gelassen dem Hörer, als auch dem Rezensenten dermaßen auf die Nerven zu gehen und da wird bei meiner Person eher der Urin flockig als sonst was. Turbinenartige – hektische Rhythmen und weichgespülte Melodien sind einfach dieser Tage kein Garant mehr um sich in den Symphonic/Melodic Metal Olymp zu hieven. Eher im Gegenteil dort wird man mit festen Fußtritten verjagt und auch der Teufel verjagt einen aus der Hölle, denn auch der hat seinen Stolz und nimmt nicht alles. Würgreflex artige, Eunuchenartige Gesänge bestärken das Ganze nur noch umso mehr. Seien wir ehrlich wen interessieren heutzutage noch solche Zuckerwattestücke? Niemanden mehr und jene die das echt noch interessiert, die klauen auch kleinen Kindern das Eis. Nicht mal der extremste Sammler aus diesem Genre weiß mit dem Album was anzufangen, auch dieser spielt lieber noch mal seine restliche Sammlung ab, als dass er Platz für Reinxeed und deren neues Album machen würde.

Fazit: Finger weg, billigst, langweilig und total überladen mit Schmalz triefenden Melodien. Niemand braucht das und da kann mir niemand sagen dass man das noch wem empfehlen kann! Wer dies tut ist eher ein Sadist in rosa Unterhosen. Sorry absolut unterstes Niveau in diesem Genre. Kleiner Tipp Mister Reinxeed konzentrieren sie sich doch lieber auf ihre passablen Projekte mit Golden Resurrection und geben sie uns mit Reinxeed eine jahrelange Auszeit, vielen Dank!

Tracklist:

01. Welcome
02. Life Will Find A Way
03. Follow Me
04. Save Us
05. Stranger Tides
06. Somewhere In Time
07. Freedom
08. No Fate
09. Temple Of The Crystal Skulls
10. Welcome To The Theater

Besetzung:

Nic Steel (bass)
Tommy ReinXeed (voc & guit)
Calle Sundberg (guit)
Alfred Fridhagen (drums)

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Funkender sich als Chefredakteur bemühender Metalverrückter. Passion und Leidenschaft wurden fusioniert in der Verwirklichung dieses Magazins.

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