Band: Saturday’s Heroes
Titel: Hometown Serenade
Label: Lövely/Cargo Records
VÖ: 18.09.15
Genre: Punk, Rock´n´Roll
Bewertung: 4/5
Written by: Thorsten

Junger Finne…
Die melodische Punkrock-Fraktion hat in diesem Monat gleich 2 Spitzenbands am Start, deren aktuelle Veröffentlichungen ihre Berechtigung haben und mich nicht nur einmal haben jubeln lassen!
Fangen wir mit den „alten“ Schweden SATURDAY`S HEROES an:

2008 in einem kleinen schwedischen Ort namens Finspang gegründet, veröffentlichten die Jungs 2009 ihr 1. Demo „Way Of A Man“, 2010 die EP „Brothers In Beer“ sowie das Debütalbum „Set To Sail“, die EP´s „Backyard Troubardour“ (2012) & „Living In Vain“ (2013) und schicken heuer den neuen Muntermacher „Hometown Serenade“ ins Rennen.

Der Bandname erinnert mich an ein Album der großartigen THE BUSINESS, eine der wichtigeren, bzw. wegweisenden Oi- und Street-Punk Institutionen aus England die bereits seit den End-70ern (mit einigen Pausen!) ihr Unwesen treibt und u.a. sich für den in England sehr beliebten (Fußball-)Song „England 5 – Germany 1“ verantwortlich zeichnet (basierend auf dem 5:1 Auswärtssieg Englands in der WM-Quali 2002 gegen Deutschland).

Zufall, das der Sound der Band in der Schnittmenge von THE BUSINESS, THE BONES (die 2. Veröffentlichung in diesem Monat von der ich im „Intro“ sprach!), DROPKICK MURPHYS, RANCID, BRUISERS,…und wie sie alle heißen…, liegt?
Ist Finspang als eine Art schwedisches „Boston“ zu verstehen?

Vor Tatendrang sprühender, unsterblicher, melodischer Garagen-Punkrock wie ihn die aufgezählten Kollegen zelebrieren, scheppert gut produziert durch´s Haus und macht Bock, sich ein bissl ins Auto zu setzen, die ein und andere Location aufzusuchen um mit seinen Kumpels ordentlich einen wegzufeiern!

Ok, das mit dem Auto ist nicht ganz so gesetzeskonform, sollte auch nicht so umgesetzt werden. Aber die Musik der Jungpunks macht sich im Auto genauso gut, wie beim Feiern!

Eingängig und ohrwurmlastig, aber:
Trotz des guten Gefühls beim Durchlauf und intensiven Abfeierns, bleibt nach Ablauf der knapp 55 Minuten Spielzeit nicht viel der 15 Songs hängen. Melodien und Mitgrölpassagen haben sich festgebissen, aber auch nach dem 4. Durchlauf konnte ich nicht wirklich zuordnen, zu welchem Song diese oder jene Melodie gehört…

Das Album ist für die Genre-Verhältnisse recht…hmmmm…sagen wir mal abwechslungsreich, ohne aber dabei innovative neue Wege zu bestreiten, aber wer will das in dem Metier auch!?!?
Rocken,! Zappeln! Mitgrölen! Mission erfüllt!

Reicht aber wegen dem genannten Manko nur für max. 4 Punkte denn letztendlich geht das Album wg. seinem sehr durchschnittlichem Songwriting bestimmt nicht so ab, wie z.B. die Werke von THE BONES oder den DROPKICK MURPHYS, die es schaffen, noch ein Stückchen mehr haltbare Melodie in die Songs zu zaubern.

Aber das sollte bestimmt zum 3. Album spätestens gelingen, denn wir haben es hier mit Skandinaviern zu tun, denen liegt Melodie im Blut so das ich mir nicht wirklich Sorgen mache, das nächste Album mit voller Punktzahl auszeichnen zu können.

Und bis dahin ist „Hometown Serenade“ seine 4 von 5 Punkten, Eure Ohren und sein Geld wert!
Live habe ich die Schweden leider noch nicht gesehen, aber diverse Youtube-Schnipsel und Filmchen versprechen schweißtreibende Unterhaltung die ich auch noch in unseren Breitengraden erleben möchte…

Tracklist:

01. Damned Generation
02. Johnny’s Words
03. Hometown Serenade
04. Bleeding Eyes
05. Calming Waters
06. The Watering Hole
07. Freedom
08. Break My Bones
09. I Will Find My Own Way
10. Stay Alive
11. Going Nowhere
12. Kings Of Burning Hill
13. Me And The World
14. Farewell
15. My Life Back

Besetzung:

Alex Lachan
Mikael Lachan
Marcus Svensson

Internet:

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