Shok Paris – Full Metal Jacket

Shok Paris – Full Metal Jacket

Shok Paris – Full Metal Jacket album cover

Band: Shok Paris
Titel: Full Metal Jacket
Label: No Remorse Records
VÖ: 29/05/2020
Genre: Heavy Metal
Bewertung: 4/5

Wieder einmal ist es an der Zeit, dass eine Band nach dreißig Jahren Funkstille wieder ein Album veröffentlicht. Wie so oft ging dem ein Live-Revival auf diversen Festivals voraus, bei denen die Band wieder Blut leckten. So etwas kann gute bis außerordentliche Alben hervorbringen (CIRITH UNGOLL, HELL, RUTHLESS), was aber leider nicht die Regel ist. SHOK PARIS brachten es von 1984 bis 1989 zu drei Studioalben, bevor die Band erst einmal zu Grabe getragen wurde. „Steel And Starlight“ (1987) ist für viele wohl das herausragendste Album der Gruppe, welches 2015 auch unter dem Titel „Steel And Starlight: The Auburn Sessions“ neu aufgelegt wurde.

„Full Metal Jacket“ ist eine ziemlich gute, wenn auch nicht überragende Scheibe geworden. Der Stil der US-Metaller, eine ausgewogene Mischung aus NWoBHM-tauglichen Melodien und etwas erdigem Heavy Rock, bleib zum Glück erhalten. Das ist nicht ganz selbstverständlich, da vom damaligen Original-Line-Up lediglich Ken Erb (Gitarre) und Vic Hix (Vocals) mit von der Partie sind. Letzterer, auch das ist ein Glückswurf, hat sich auch anno 2020 noch seine Stimme in alter Form erhalten. Schlechte oder langweilige Songs konnte ich keine ausmachen. Allenfalls sind es einzelne Passagen, etwa die erste Minute vor Einsetzen der Gitarrenmelodien in „Fall From Grace“, die etwas angestaubt klingen.

Dagegen hat das Songmaterial durchgehend Mitsingqualitäten zu bieten, hebt sich angenehm voneinander ab, und verfügt über genug kleine Details, um das Album auch längerfristig interessant zu halten.

„Metal On Metal“ ist mein absoluter Favorit. Aber auch der Titelsong „Full Metal Jacket“ (dem ein stilvolles Intro aus dem gleichnamigen Kultfilm vorangeht), sowie „Those Eyes“ und „Symphony Of The Seas“ sind kleine Highlights. Auch der Bonustrack „Up The Hammers“ ist eine coole Angelegenheit, auch wenn die instrumentale Einleitung mit über 2 Minuten unnötig lang gehalten ist.

Insgesamt ist „Full Metal Jacket“ ein Album, das aus den Händen eines Newcomers für ordentlich aufgewirbelten Staub sorgen würde. SHOK PARIS, welcome back!

Tracklist

01. The Creed
02. Full Metal Jacket
03. Nature of the Beast
04. Do or Die
05. Metal on Metal
06. Brothers in Arms

07. Black Boots
08. Hell Day
09. Those Eyes
10. Fall from Grace
11. Symphony of the Sea
12. Up the Hammers (bonus track)

Besetzung

Vic Hix – Vocals
Ken Erb – Guitars
John Korsekwa – Guitars
Ed Stephens – Bass
Donovan Kenaga – Drums

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Shok Paris – Full Metal Jacket CD Review

Lex J.Ovenhttps://www.metalunderground.at
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