Band: Sirenia
Titel: The Seventh Life Path
Label: Napalm Records
VÖ: 2015
Genre: Symphonic/Gothic Metal
Bewertung: 4/5
Written by: Thorsten

Eine ganze Menge an Bombastmetal am Start die Tage…

Jetzt geht es um Morten Veland (Ex-TRISTANIA) und seiner Band SIRENIA, die inzwischen seit 2002 mit sieben Alben (inkl. dem aktuellen Machwerk „The Seventh Life Path“) und einer EP die Gefolgschaft solide erfreut, trotzdem aber irgendwie immer in der zweiten Reihe hinter den Genregrößen wie NIGHTWISH, KAMELOT, WITHIN TEMPTATION & Co. Ihren Sound regelrecht zelebriert.

Warum ist das so? Wird die Multikultitruppe zu vorschnell als Kopie abgetan?

Ist sie wirklich nicht auf Grund Ihrer Werke die 1. Reihe wert?

Musikalisch ist die Weiterentwicklung der Musiker von Album zu Album klar herauszuhören (es gab in den letzten 13 Jahren auch so einige Wechsel), aber beim Songwriting (als auch beim Einspielen selbst!) hat der Chef einzig und allein klar vor Augen wie sein Baby klingen soll, auch wenn der neueste Song auf dem 1.Album hätte stehen können, sowie ein Song vom 1. Album auch auf dem aktuellen Album hätte sein können.

Soll heißen, dass sich bei SIRENIA musikalisch alles auf EINEM (hohen!) Level dreht, und auf dieses Songschema beim Komponieren eines Album zurückgegriffen wird.

Bombast, von tiefen Gitarren und haushohen Synthiewänden sowie einer gnadenlos alles auf den Punkt bringenden Rhythmusfraktion druckvoll und klar produziert, der nicht selten die Grenze zum Kitsch überschreitet, doch auch das mögen die Fans genauso wie den feinen weiblichen Gesang (keine Opernarien, keine „Träller-Else“!) der Spanierin Aylin die allerbestens weiß, wie die kleinen Geschichten um Liebe, Tod und Teufel gesanglich in Szene zu setzen sind.

Aber Abwechslung sucht man vergeblich…dadurch bekommt die Musik natürlich schnell den Wiedererkennungswert, dass sie halt immer wieder gleichklingend wiederkehrt…leider!

Im Song „Earendel“ atmet man kurzfristig französische Luft, das war es aber auch schon und ich verstehe immer mehr, warum

SIRENIA wohl auch weiterhin „nur“ Supportslot für die genannten Großen bleiben:
Es ist und bleibt die bandeigene Einfältigkeit (NICHT Einfachheit!) der Songs, die leider von Album zu Album ähnlich klingen, nur aufsteigend spielerisch besser vorgetragen werden.

Während WITHIN TEMPTATION und NIGHTWISH innerhalb des Genre noch weitere Möglichkeiten nutzen (gar ausreizen), bleiben SIRENIA ihrer ganz eigenen songdienlichen Linie stoisch treu.

Kann man machen, aber sollte man nicht, wenn man doch eigentlich das Potenzial hat, mindestens in der ersten Reihe das Tempo mithalten zu können.

Wäre das ein Debüt oder das Zweitwerk, wäre das Ding garantiert mit ´nem 5er durchgekommen.
Aber das 7. Album sollte sich auch vom songwriterischen Aspekt genauso weiterentwickeln wie das musikalische Zusammenspiel vom 1. Album an…

Letztendlich bleibt mir dadurch maximal die Möglichkeit „nur“ 4 Punkte von möglichen 5 zu vergeben, denn eigentlich stimmt doch fast alles…es wird doch geboten, was Gothic Symphonic Metaller hören wollen…

Tracklist:

01. Seti 02:05
02. Serpent 06:31
03. Once My Light 07:20
04. Elixir 05:45
05. Sons of the North 08:15
06. Earendel 06:13
07. Concealed Disdain 06:10
08. Insania 06:39
09. Contemptuous Quitus 06:29
10. The Silver Eye 07:29
11. Tragedienne 04:54
12. Tragica 04:54

Besetzung:

Ailyn (voc)
Morten Veland (guit & voc)
Jan Erik Soltvedt (guit)
Jonathan A. Perez (drums)

Internet:

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