Band: Siroll
Titel: Més Llenya!
Label: Selfreleased
VÖ: 24.09.15
Genre: Crossover
Bewertung: 4,5/5
Written by: Robert

Aus La Muntanya erscheinen bei uns wie vom Blitz getroffen Siroll. Bis dato wohl bei vielen Magazinkollegen ein total unbeschriebenes Blatt, sollten sich die Kollegen mal ihr Werk „Més Llenya!“ anhören. Vor allem jene die auf eine amtliche, sehr derb groovende Death ‚n‘ Roll Mischung stehen. Teilweise erinnert einen dies an eine spanische Antwort auf Debauchery.

Die Spanier bzw. die spanischen Bands an sich sind ja dafür bekannt, dass man es einfach versteht, den südlichen Touch und die Energie in den Sound einzubauen und so verwundert es mich eigentlich kaum, dass auch diese Rabauken eine von mir erahnte Linie anstreben. Komplett von den Socken bzw. von der Tarantel gebissen praktizieren die Jungs eine Spielrunde, welche seinesgleichen wahrlich sucht.

Die Vermischungen mag sie vielleicht sehr Crossover klingen lassen, aber die Zusammenführung scheint den Ombres sehr gut zu gelingen. Auch bei den Lyrics gebe ich gerne zu, dass mir die in der Muttersprache vorgetragenen Songs immer bei den Bands aus Spanien und dergleichen immer mehr gefallen, als jene die das in Englisch tun. Dies hat einfach einen ganz besonderen Touch und die gewisse Extranote.

Komplett geil was hier aus den Boxen schallt, denn die technische Soundvariation ist einfach etwas, welches man nicht allertage zu hören bekommt. Die Burschen verstehen ihr Geschäft und setzen allen Hebel in Bewegung, um ja keine Ruhe aufkommen zu lassen. Spielen sich einen Ast ab und das auf einem technischen Niveau wo andere nicht mal in etlichen Jahren ran kommen.

Die musikalische Ausrichtung der Stücke ist breit gefächert, so wären als europäische Vertreter Debuachery hier und da genannt. Die aufblitzenden Fragmente aus dem sehr kauzigen Core Lager passen sich da wie die Faust aufs Auge ein. Als spanische Vorzeigebilder wären meiner Meinung nach Coma (Frühwerke), wie auch Ktulu, aber auch Escuela de Odio zu nennen. Die Härtemischungen und die infernal praktizierte Eigenständigkeit und Innovation macht es aber bei den Jungs aus und so mögen auch die genannten spanischen Größen in Deckung gehen, denn Siroll sind auf der Überholspur.

Was vielleicht wie eine Mixtur der überhaupt nicht überschaubaren Art und Weise klingt, wurde von den Spaniern so gut fusioniert, dass einem einfach die Spucke weg bleibt. Wie eine Wilde Bestie ziehen sie erbittertes Härteprogramm durch und das steckt einfach an. Da haben viele europäische Kollegen aber einen Härtebrocken vorgelegt bekommen, denn die Ombres geben hier einen Takt beim Reigen an, an den es wahrlich scher ran zu kommen ist.

Fazit: Wirklich tolle Vorstellung die hier aus Spanien uns ereilt hat. Selten solch eine komplett wutentbrannte, kunterbunte Mischung erlebt, welche binnen Zehntelsekunden ansteckt. Crossover schön und gut, aber es muss fachmännisch verbunden werden und das machen Siroll auch.

Tracklist:

01. Més Llenya al Foc
02. Dret i Deure
03. Següent
04. Races Perilloses
05. País de Merda
06. 902
07. Poc Roc
08. Malvinguts

Besetzung:

Gou (voc)
Richard (guit)
In Venty: (guit)
David (bass)
Albert (drums)

Internet:

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Siroll @ YouTube

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About Author

Funkender sich als Chefredakteur bemühender Metalverrückter. Passion und Leidenschaft wurden fusioniert in der Verwirklichung dieses Magazins.

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