Band: Stone Sour
Titel: Hydrograd
Label: Roadrunner Records
VÖ: 30.06.17
Genre: Alternative Metal/Rock
Bewertung: 5/5
Written by: Robert

Stone Sour - Hydrograd album artwork, Stone Sour - Hydrograd album cover, Stone Sour - Hydrograd cover artwork, Stone Sour - Hydrograd cd coverMan liegt abseits seiner heimischen Gefilde im Bett und schmökert etwas im Netz und plötzlich stellt man fest, Junge es ist soweit, dass neue Stone Sour Album ist da. Meinen Kollegen hätte es mitten in der Nacht schier aus dem Bett gehievt, denn schnell die neue Mucke von Mastermind Corey Tylor (Slipknot) durchgehört. Nun gut das mit dem schnell durchhören habe ich mir spätestens nach Track Nummer 2 abgeschminkt und so wurde es eine sehr lange Nacht. Bis dato hatten mich die Solo Werke des Slipknot Fronters immer mehr gereizt, als die Hauptband des Amerikaners. Nun gut, die jungen Fans werden mich einen Frevler nennen, ist mir im Gegensatz dazu egal, bekanntermaßen kann der alte Mann des Zines mit seinem doch fortgeschrittenen Alter nicht unbedingt jeden Trend mitmachen. Anyway es geht gegenwärtig um Stone Sour und nicht um die Hauptband. Was beinhalten die neuen Stücke von Corey und Konsorten? Kurz gesagt kann man versichern, der gute Mr. Tylor hat hinreichend vermehrt auf einen traditionellen Beigeschmack geachtet. Nach wie vor kann man den Soundbereich als Alternative/Modern Rock/Metal bezeichnen, allein bei gewissen Stücken kommen einige Elemente aus dem Stoner, sowie traditionellen Metalbereich.

Das Mischverhältnis ist wesentlich facettenreicher, als jene bei den Vorgängeralben. Teilweise kommen die Gitarrenspielereien von Josh Rand und Christian Martucci jenen gleich, welche sich der gute Zakk Wylde aus dem Hemdsärmel schüttelt. Vor allem bei den abgöttisch derb-dreckigen Tracks klingt die Spieltechnik verdächtig ähnlich. Kommt gut uns Gehör und steigert den Groove Faktor ungemein.

Jay Ruston (Anthrax, Steel Panther) hat auf seinem Produzentenstuhl eine gekonnte Meisterleistung hingelegt, vortrefflich hat er dem Solo Projekt des Slipknot Fronter einen gehörigen Wums verpasst. Nicht eine Passage klingt zu klinisch und stets wurde auf eine erstaunlich warme und groovige Ausrichtung geachtet. Könnte man fast durch die Bank glauben, dass die idyllischen Tracks gar nicht vorhanden sind. Doch sind sich, nichtsdestoweniger selbst diese haben einen außerordentlich erdigen Klang und das kommt äußerst wohltuend ins Gehör.

Abwechslung scheint im neuen Jahr bei Stone Sour groß geschrieben zu werden, da mit dieser Scheiblette haben sich Corey Tylor und seine Mannen mehr als nur übertroffen. Keine Mangel oder Makel und durch die Bank werden die Stimmungsbarometer nach vorne getrieben. Ob nun die obligatorischen Abrissbirnen oder schwergewichtige Halbballaden, das Ineinandergreifen ist prächtig gelungen und mit Stolz kann man sich auf die Schultern klopfen, mit der steten Gewissheit weiterhin als der Alternative/Modern Act schlechthin zu gelten.

Gegenständlich anders verhält es sich meiner Meinung nach beim neuesten Rundling schon, weil es ist das Masterpiece schlechthin und Hydograd wird eine weitaus breitere Masse an Rock und Metal Fans ansprechen. Reinrassig uneingeschränkt für die junge Genration nicht und somit dürfen sich mehrere Altersgruppen die Lauschlappen mit Mördertracks, sowie gekonnten Ruhepolen beschallen und dies bis zum blutenden Ohr.

Gibt es annähernd was Herrlicheres, als eine Megascheibe um sich aus den Latschen zu kippen? Wohl kaum und somit darf ich verkünden: STONE SOUR haben mit Hydograd den Silberling schlechthin für die Massen parat.

Fazit: Facettenreich und mit vielen traditionellen Einflüssen verankert zeigen sich Stone Sour im Jahr 2017 von ihrer gefinkelt-brillanten Seite. Ein Gehörspektakel das kein Ende nimmt!!!!!

Tracklist:

01. YSIF
02. Taipei Person / Allah Tea
03. Knievel Has Landed
04. Hydrograd
05. Song #3
06. Fabuless
07. The Witness Trees
08. Rose Red Violent Blue (This Song Is Dumb & So Am I)
09. Thank God It’s Over
10. St. Marie
11. Mercy
12. Whiplash Pants
13. Friday Knights
14. Somebody Stole My Eyes
15. When the Fever Broke

Besetzung:

Corey Taylor (voc,guit & piano)
Christian Martucci (guit)
Josh Rand (guit)
Johny Chow (bass)
Roy Mayorga (drums)

Internet:

Stone Sour Website

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Funkender sich als Chefredakteur bemühender Metalverrückter. Passion und Leidenschaft wurden fusioniert in der Verwirklichung dieses Magazins.

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